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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1922-01-01 · 1 (1922) · p. Seite 12

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
23 (1922)
Issue
1 (1922)
Date
1922-01-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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- 12 - sfer ¥€rgimsti@iiri^en.3'$> Nur zu dem "Sitädltisefren Slßfefö'mätom auch' sie beitraigen.37) Die voffljähri&en Söhne laiileilri warea ■verpf&fetet, <d5e Sdhuldten dks Vtaters zu befzahtei;.38) Dieses noch ttmte rtflMerg^ miam um. .sofroiiefr schätzen, w^erun mian lieist, wie ein D e mos t h e n es van seieem Vormund um sein Vermögen betrögen wurde, wie Aristophanes dte stalatlicte Watee&für sorge im Atherv gdSett, wie von den Käinohleiwätera Gefeitliclie bis zum Bischof bMmä <tos Raiufoes <am Wafeem offen angeklagt werden'.39) Mi11 eIIose Wiaiisen wurden aus der Armenkasse verpfl»egt xfinld bei »dar Verheiratung ausgestattet, wobei stets die Mädchein vor den mänmiMohen Waisen den Vorzug hatten.50) Reichten die vortendleiiien Mittel nicht aus, so durften die Kassaverwaltetr ein» Dairleihen aufnehmen.41) Verwaiste Säug liage wurden stilemfen Müttern imis Haus getragein und voiv dftelsen genährt.42) Nach dem Gruodsatz: der Erzieher trägt den-. Vafertitel mit mtahr Reclht als der Erzeuger^ wiond jeder, der eime Wafee in seimem Haiüise erzieht und ausstattet, als \ht Vater betrachtet,43) dieisie seihe Betätigung wlird als ein „be ständiges" Wählten bezeichnet.44) In der Fürsorge für die Nahrang d!er Waisem offenbart sieh besonders Gottes unvergleicMiicihe Güte.45) R. Jochanans Hinweis auf die liebevolle Wahrnehmung der Witwen und Waisen, ais Zeichen der unsnidlidhlen Herablassung Gottes, hat die Aufnahme in die Litartgiie des Sabbatausgamiges gefunden.46) 36) Gätt. 52 *v Jeb. 67 b, Prs. 49 ih, - KÄ 39 a/b: diaHni't '«nicht jeder e<iin»e Varmiundfschait afolehitDe, i'st für dtoes Amt Schiaidten(eir(sa;tz Vorgesehen. 94: miiit Rüeksiieht, a'ut die Ehre dies Vaters sollen! Walten erv.uch'örtes odler geraubte Gut zuiimekörsitaititen, 109 b: Baba m. 68 b, 108 a, B. a. VIII. 14, 8 a u. sl; vgl Bliochi, Mm. Viormiunid^chiaftsrieclhii: 21 fg.Punk beö, Gr/umvaild, Hygiene der Juden 171. Hammer ki Büchels „Zei'tschr. L SüalatssvJ4 69, Hielt 4, S. 718 fg. b!e&eiiiahn!et ,dlas Mim. Viormimfdischaftiswiesen afe vorM'dMch noch fürt die Oegeniwiair*. 37) Baba batra 7 b fg. 3S) Berakot 3. — Bab;a Kammia 14 b, die Wailsen halben bei Schuildiordfciruingen den Vorzug; 21dl: ein Haus» »aluif diem Mii'sitihaiufen einer Wia'ise errichten, muß abgerissen wenden; 36/37; eliln irjechtar Gerichtshof muß Waalsenvater sein. Waisen brauchen keinen ProsM, «um ihr öuithaiben im .Erliaßjahr vor VerM! zu schützen. S. auch 40 a. 39) Vgl J. Seitpel, dffle wtilrtschafill. Lehren der KÄTchenvätier (is. Reguster urte „Waisen", diaig. Oütt 50 a: Wialiisenigüter-Hekiäfesch. 40) Ketihubb. 76 a. b. Tosephta Reih1. VI: Söhne halben keine Alliimentattansaiisprüche, wentn. das vorhandene Vermögen nli'eht eiimmal für die Töchter ausreicht Vgl Rapaporf; Der Talmud unid! sein Recht 79. 41) mm 42 a, j>e»r. Kefch. VI, 5 (30 dl). 42) Alboth <d R. Nathan 31, Anifamig iu. ..stowst. 43) Sanh. 19 b. Me>g, 13 a. 44) Ket. 50 a. 4r>) Tarndh. Emor 15. **) Als Vater der. Walisern wind Gott aiuch in den Aneiiu-Gebet in den Seiiclidit an;giöpufen.

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