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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1921-01-01 · 1 (1921) · p. Seite 3

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
22 (1921)
Issue
1 (1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 3 (sequence 5)
Language
German
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fi§ui'ftrtöl^lo^itf-TS'ordaräBi^Ä^Vg^t atich die nbrd^ärieKtiscfce Nebenform::AScher tu A^hei*a)r in^Cypeta^ar die Aphrädite andi-ogyn21 r:riÄehbiblisehe Judentum scheint in ^eiueirpöripherisctieü Teilen der in der offiziellen * aittestamenfficheh Literatur nur sporadisch* vorkommende^ Gleichsetznng von Götzen mit Dämonen eine verallgemeinernde Bedeutung verliehen zu haben. Die Septuaginta übersetzen in diesem Sinne nicht nur die textlich berechtigenden Stellet Deut, £2, .17 und Psalm 106, 37. sondern auch Psalm 96, 5, wie auch Jes* 65, 7, wo der Text einer gänzlichen Aenderung uuterzogen wird. -Ebenso wird „Gad* im selben Abschnitt-(Verö 11) mit „daimö'nion* wiedergegeben. Dagegen wird, Lev. 17, 7 von den LXX Sinngemäss auf nichtige Wesen bezogen aber ohne kontradiktorische* Betonung einer dämonischen Sphäre; der Götzenwelt Der alte Dichter des Proömiurns zu den Sibyll- Gesängen macht den Heiden xlen Vorwurf, dass sie nicht „dem wahren und. ewigen Gott" huldigen und Opfer bringen, sondern den Dämonen der Unterwelt (19—22). Allerdings ist zu bemerken, dass in den Sibyllischen Gesängen die angebeteten Dämonen ,vDaimönes", während die ausgetriebenen Geister der Besessenen ^Daimonia" genannt werden (1,355), was vielleicht eine, aus Rücksicht auf die HeUenen, erfolgte Anknüpfung an die ältere Verwendung to^ für Götter im guten: Sinne bei Hesiod und hoch Späteren darstellt. Der 4: Sibyli. Gesang lägst den Beliar* den Satan-Antim^ssiasaus der Stadt der feindlichen Schismatiker kommen, aus Sebaste der Samaritaner (IV 63). In der pseudepigraphischen Literatur, di# von den RäbMnen nie anerkannt wurde, ist die Identifizierung von Götzen-Dämonen die Regel, so Henoch 99, 7, wie auch Jubiläen 2% 18; 15, 3. Die Sirenen stammen nach dem Henochbuche (19, 2) von den Weibern, die die Engel vor der Sintflut zur Sündeverführten. In dem .pseüdepigraph Martyrium Jesaiae taucht zuerst die Bezeichnung des Satans als „Samael" auf. Eine Benennung, die in Harran als JJame des obersten Gottes (Schammael) vorkommt22 und etymologisch .entweder als „Himmels Gotti (el scharaajim) oder als Gott Syriens (esch-Scham-Syrieu im Arabischen) zu deuten ist. Auf. die Volkgmeinuhg gestützt spricht Philo vom Baal Peor als einem Dämonion23, obwohl er sonst die Götter der Heiden den Sternen gleichsetzt und das Wort „Daimones" sogar als heidnische Bezeichnung für Engel annimmt. Das Erbe der alten Volksvorstellung trat auch das altrabbiniche- Sclirifttum an, doch die,Kraft der absoluten Verneinung jeder Wesenhaftigkeit des Götzentums ging hier so weit dass generell die Identität der Götzen und Pämonen sich nirgends im Talmud oder Midrasch .findet (Die Stelle Lev. U, 7 bezog der Talmud nur kvfi -G^t|^ zweiten Ranges, die man nicht durcB Opfer ehrte.24 J^gegen^ Ein^eiMTlen .nicht wenige jöleichsetzimgeB, die^Siis Äe ^örtdäiferN-deii:m^ften Volksvorsteflfeg bekeugeh.*

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