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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1921-01-01 · 1 (1921) · p. Seite 2

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
22 (1921)
Issue
1 (1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 2 (sequence 4)
Language
German
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— 2 — auf Feldgeister — das Verschütten von Opferblut ohne Altar galt als Sünde8 — und gehört nicht hieher. Prinzipiell wittert den „Geist der Unreinheit" hinter dem Götzendienst der bereits in einem weniger rigorosen Zeitalter lebende nachexilische Sacharias.9 Die seit je volkstümliche, aber von der puristischen Oberschicht in Israel unterdrückte Identifizierung von den Idolen fremder Völker mit Unholden, dürfte in dem Sprachschatz des A. T. so manchen Niederschlag erzeugt haben. Das Molochtal, das in der Genesis als ,.Emek hasiddim" bezeichnet wird, dürfte :ÄÄlä^*ae^^6oh«sMte^ f - '; f Hieher wird auift 5$e£ ik^sdr ffek ^4 §Ii|hom rabbah" gehören. Das Wort „Thehom* ist, trotz Gunkel, weder sachlich mit Tiamat identisch, no&h, werblichen Geschlechts. Thehom\fet maskulin.11 Das beigesetzte „rabbah* kann demnach nicht das Adjektiv von „Thehom" sein, sodann dient rrabbah* oder „rabha nirgends zur Bezeichnung konkreter Grössen. £)as Wort „rabbah" wird inf Zusammenhange mit „Thehom" einen ganz anderen Sinn-besessen haben.*'In * den phönizischen Inschriften wird die Astarte gewöhnlich mif^ „meine Grossea tituliert (l'rabbati PAs'chtart,12 Frabbat/ l'Baalat1"3 Saiichoniathon-Philo- Byblius berichtet, dass Astarte „die Grösste" genannt wird u Auch von der arabischen Aphrodite wissen wir, dass sie den Beinamen „Chabar", „die Grosse11, trug.16 Mit diesem Epitheton zog: die Göttin der Semiten ins Nilland der späteren iZeit ein. In dem neuen Reiche ist in der Gunst des Volkes die Toeris. Der Name bedeutet „die Grosse*. Ihr "Bild Jstf eiii auf den üinterfüssen stehendes weibliches Nilpferd mit dem Zeichen,; Schutz •* und deutet schon' damit ^n, was es gewährt.16'- 'Die ^Redewendung vThehonL rabbafr*4 .wird demnach als „def^ (ThfcbomttnteYirdisfehö -WiasserBehälter ider Astarte* zu verstehen seiff,1 als Gegenstück zu ^liarere/B^j^e^Uiiklei unterirdischen Gewässer galtet!^als etwas JBoses, demn&cfi gilt als ihre Herrin" „die Grosse* ^au» deifHeidtfna^eiigion. In^Jesaasc'51, 10 hörän wir von_ „Thannin-^hab^/'als mit dem Meer, den :Ulfluten^ identisch; im" Sampfe^ yon^r Gott1 niedergeschlagen: Die' Form' -,',Rahäbtt :wird Variante vön yRabbafr" gewesen sein,vwie „lahab', vom „lahbahy.17-Rahäb alä'Engelsfürst 4ß$ (Meeres ^rMelfr^sich^is.im die talmudische .Zeit hinein.18?Als j^ßnosse de.S/; R^ab-Thannin, .erscheint wiederholt deivLivjathan19, €änevsrStell€bj;wifd:rjQdo&h dem/ Livjaj;han-nicftt <;derr Rahab assoziiert, sondern ein/©ei^xdessen! Schilderüng^ ^aufddasiNilpferd mpei};wfir4e, rfflgh .mit einepa,.an die ägygtifc&e.Benennung des ^{pfer34§s j^Ml^^^r^W^ (Bghpmol^^emp^ tA£" M%^)m^\w^^ 'f^^wwW^ff^ < V4i^^v^^n^tiaftP» Me'M^iW^r^^ser^ Amße^l%,1t^^^^rdkf[tWJS' & ils Ajf#ft.«Ä # m$$mm% ^ms^t^b k&mMm m&k^mmm^

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