Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 21 (1919)
- Issue
- 3-4 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 77% known words query
- IRI
…/2638044-2638076-2638078--1914-2639288- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
nicht Til (3>V£) geheißen habe;,, das wäre so viel wie ^Trinken will - Lot". (Diesmal hätte natürlich die Benennung ,/Lojt" keinen Sinn, weil er ja eben Til hieße!) " < 5. Wo kommt beim Beten der Name „Dan" vor? .vnzn ]*y2 ühn p nnK 6. ''ilDLVNl b^ti,, wird oft scherzweise mit „kalechig in spitzig44 übersetzt (im Anklang an blty rund). 7. Welecher hojker ( Buckel) is def bester? — Antwort: ^Vrras npn (Prov^ 25/Vers n>. II. Aas dem Berliner Jargon der Grenadierstraße. .^.J. Ba-n-ins in Berlin rift men a Schlichen an — achber {statt a Nachbar). 2. D'e Altkleide häjridler nennen einen Nac'üaß 2pJP rhrtl. 3. Die Altkleiderhändler bezeichnen mit „Jusscml" (^'DW) einen Anzug ohne Futter (Untertoter): Verwechslung von Futter und Vater. 4. Statt bumlmeln wird allgemein „bumblen," gesagt. 5. Die hiesige „Toynbee,-;Halle" ist eine ,;Trombehalle"w III. Volksetymologien. 1. Gram[, stram, mach mert a letnik, wird hergeleitet von Grämen» stimmen, fac mihi lectum", (Da is|t Grafs, Stroh, mach' mir eine L,ager-j statt daraus.) 2. Stram! wird von Stirnmal hergeleitet. 3. PekeJek (aus pol'nj. pieiklo) jvv'ird z-u Bä'ck'erhöhle in Beziehung gebracht. 4. Ch'änikke wird scherzhaft in Chane Kih (Kuh) gesondert. 5. Bei der Doktor-Promotion erhäft man ,,,de Blum", soll heißen Diplom. IV. Varia. 1. Brodyer Schnellsprechübting: Fin Olesk bis kan Bisk trugt al fidks a bicks in pisk (Von Olesko bis raach Biuslkr tragt ein Fuehs^neBüehse im* Maul (poln. pysik)!. Olesko unid Busk sind Ortschaften bei Brody^ 2. Auf die AufForderung: Swer dechJ (Schwöre), wird mit „bicksledi" geantwortet, weil ersteres an Swerdtech (Schwerter) anklingt. 3. Ech hob dech in sin!m, wird ins Piolnisiche scherzhaft übersetzt: Ja ciQ mam w sloncu (Ich liabe dich in der Somine; das: jüidtsjcbn deutsche ,,sinn" bedeutet ,,Sinn'" und ^Sonne").. (Gehört in Stryj.). 4. In Brody wird von ^swinceches * Chasjsene mit Rittl-Besemsi (aus Rute und Besen; Swincedhe Eigembildung aus poln. swinia) eiriikel"*