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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1917-01-01 · 3-4 (1917) · p. Seite 42

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
18 (1917)
Issue
3-4 (1917)
Date
1917-01-01
Page
Seite 42 (sequence 12)
Language
German
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— 42 — diese Schwingungen nicht mechanisch, gedankenlos vollziehen, sondern wir sollen danach trachten, bei der Ausführung dieser Mizva unsere Seelen mit den Geheimnissen zu erfüllen, welche in diesen sechs Richtungen liegen. Die Kabbalisten detaillieren — meines Wissens — diese Geheimnisse nicht, sie lassen der Phantasie der religiösen Seele freien Spielraum, diese Dimensionen auszufüllen. Welche mächtigen Gedanken haben Raum in den sechs Zacken dieser jüdischen Windrose! Mit welcher Kraft weist diese hin auf den Beruf Israels, welcher unsere Arbeit in diesen sechs Richtungen bestimmt! Der Magen David hat also einen würdigen Platz unter den Symbolen des Judentums. Alleinherrschend mag er nicht sein! Israel hatte ja stets mehrere Symbole und eben darin findet der Talmud (Sabbat 88 a) den Beweis für den Reichtum: unseres Ideenschatzes. Aus weiter Ferne stammend, hat sich der Davidschild im judentume ein Heimatrecht erworben, welches ihm nie mehr abzustreiten ist. Bei uns in Ungarn nennt das Volk den sechszackigen Abendstern »den Stern der Juden«.

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