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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1915-01-01 · 1-4 (1915) · p. Seite 10

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
19 (1916)
Issue
1-4 (1915)
Date
1915-01-01
Page
Seite 10 (sequence 12)
Language
German
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— 10 — Statt Benjamin, das in verschiedenen Gestalten vorkommt x)r findet sich auch das einfachere jämln als nomen proprium2) und mijjämin3), das aus minjämin4) entstanden sein dürfte. Später wird das Wort jämin sowohl im Arabischen, wie auch im Syrischen in der Bedeutung von Glück gebraucht5) und Theman Jemen, das Land zur Rechten, wird auch Arabia felix genannt6. Auf diese Bedeutung ist zurückzuführen, daß auch der Südwind Theman genannt wird, weil er Segen bringt7). So wird von ß. Chisda tradiert: Seitdem das Heiligtum zerstört wurde, brachte der Südwind keinen Regen, worauf Jes. 9, 19 hinweist: Er verhängt über den Süden, daß er hungere, das heißt: der Südwind hat seine Regen bringende Kraft verloren8. Zehn Tische standen im Heiligtum, fünf rechts, gegen die rechte Seite der Welt (Süden), woher der Segen bringende Thau und Regen kommt, und fünf links gegen Norden, woher das Unglück kommt9. Wie jämin den Süden bedeutet, so versteht man unter semöl den Norden. Es wird auch ein Nordland Namens Sam'al unter den nord- und mittelsyrischen Staaten erwähnt10). Dagegen ist Badi Schäm, welch letzteres Wort arabisch „links" und Nordland (Syrien) bedeutet, ein Westwind, ein heißer Glutwind11). Das ') l^*1 p I. Sani. 9, 1 ^7:^ *p Sohn des Stammes Benjamin I. Sam. 9, 21 und PJ. ^Tj"1 ßi. 19, 16; I. Sam. 22, 7. Determiniert ^K*r, p Ri. 3, 15. 2. Sam. 16. 11; 19. 17. I Kön 2, 8. Dem entspricht W$ 1. Sam. 9, 1; 2. Sam. 20, 1. Est. 2. 5. -^fci yntf I. Sam. 9, 4. *) Gen. 46, 20 Nu. 26. 1-2 Neh. 8, 7 I. Chr. 2, 27. 3) Esr. 10. 25 Neh. 10. 8 1. Chr. 24, 9. Pal. und bab. Amoiäor schreiben Ytttt und )V2^12 j. Sota I 16 c, Vi 21 a, b. Sota 3S b, Cbul 48 b. 4) Nen. 12, 17 II Chr. 31, 15. Näheres über die Priesterabteilung •pft^to s. S. Klein, Zur Geogr. und Gesch. Galiläas 50. Acbirnan, der Kiese (Nu. 13, 22), erhielt diesen Namen, weil er der tüchtigste, geschickteste unter seinen Brüdern war vnfcöEJ 'pTM Sota 34 b, Joroa 10 a. Auch der Hohepriester hieß rPEft der Gesalbte, weil er ü^mDEDC der vorzüglichste unier den Gesalbten war. Hoiaj 3 2 a. Aus Ps. 16, 9 iblgt, daß die "Worte der Thora dem König David geläufig (•p-tt'pE) waren. Midr. Till. z. St. 5 NPj^ res felices, *B beatus. Es bedeutet auch einen, der zur Eechten sitzt. P. Sm. Thes. ayr. 1605. Man versteht, unter ein wohlgesptochenes Wort und unter fcOfa"1 TiD glückliche Vergeltungen. ZDMG XXV 523 P. Sm. h8J, 897. Ojtsname Ber 54a a^Oft —infaustus. Gj ZDMG XXI 603. In der Bibel versteht man unter Theman gewöhnlich den Süden, die Südgegend. Ks gibt aber auch eine Ansicht, wo "j^n nicht Name eines Landes ist, sondern „Süden" bedeutet und Bab. 3, 3: Gott kam von Theman, heißt, er kam vom Süden. Toß. Ab. Z. 2 b Tw 7) Ps. 78, 26 Hl 4,16. Neben m steht manchmal -pm Ex. 27, 9 Esek 47.19. Im arab. heißt gunüb Südwind, eigentlich: Wind von der Seite sc. der rechten Seite im Gegensatz zum Nordwind, Wind von links. ZDMG XXL 596, LX1II 335. *|ftvi Ps 78,26 übersetzt Targ. £Wm nTl und J. Esra; )^ rYTttto )frm ^KTil TTiTft TVnn Nim dieses rm bedeutet hier Wind, sonst auch Weltgegend. 8) B. bathra 25b 'pr* ist hier Südwind. d) Jalkut 1 Kön. 185. J0j Homme), Gesch. d. alten Morgenlandes 127. ZDMG a. a. 0.: samäl. n) Ritter, Erdkunde IX 725.

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