Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 18 (1915)
- Issue
- 3-4 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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— 53 — Kodsche kodoschim (Allerheiligsten) bli pega ra (ohne einen bösen Zwischenfall) hat er gebeten, es soll sein Sch'nas broeho (ein Jahr ^les Segens) un kein B'holoh ch"w (Sehrecken Gott bewahre!) un kein Sch'nas dewer wecherew weroow (Jahr der Pest, des Krieges und der Hungersnot) un statt die drei soll gegassert (bestimmt) sein Sch'nas chajjim wescholaum sch'nas masso umatton Ftauwoh weliwrochoh (ein Jahr des Lebens, Friedens, glücklichen und segensreichen Handels und Wandels) un sei unser Massol (Geschick) meschanneh (ändere), als wie Du hast das Massol von Abwrohom owinu o"h we-Soroh m'schanneh gewesen un hast ihm maussef gewesen (ihn gemehrt). Un mich mazzil (bewahre) von Leutens Gab un kein En hora soll an mir schaulet (mächtig) sein un die T'filloh soll sein bemokaum (!) rabbim kerewim (! anstatt vieler Opfer) als mir hätten den kauhen godaul, denn Du hast Boruch hu uworuch seh'mau (gepriesen sei er und gepriesen sein Name) zugesagt Awrohom owinu, wenn das Bes ha-mikdosch (der Tempel in Jerusalem) wert chorew (zerstört) weren un Jisro'el weren kein misbeach (Altar) hoben un kein Kauhen godaul, sondern wenn sie die Parschaus (die davon handelnden Schriftabschnitte) maskir sein (lesen), soll aso gut sein als wie die Korbonaus (Opfer) selbst, un wenn mir weren Bausch haschonoh wejaum kippur die Awaudoh tun, soll es auf uns mechapper (eine Sühne) sein auf uns ein ganzes Jahr un der S'chus soll uns beistehn, als wie das Bes ha-mikdosch gestanden ist! Omen seloh. An Rausch haschonoh wejaumkippur, wenn man hat -ausgenommen die Sefer tauroh, sagt man den Ribbaun: R"b"sch"a! Lass Dir heint diese T'fillo angenehm sein, als wir haben angenommen von Dir in die Zeit, als Du hast uns geben die aseres hadabraus (Zehngebote) auf den Berg Sinai. Gelobt ist der Gott, der uns hat geben sein liebe gute Würdigkeit un Wahrhaftigkeit, die Tauroh durch Dein lieben Knecht Mauscheh rabbenu o"h (unseren Lehrer Mose). R"b"sch"a (Herr der Welt), ich überentfer heint den Tag zu Dir mein Leib, auch mein N'sehomoh (Seele). Aber wenn ich Mensch tue gedenken, als die Zeit ist kommen, als man mich soll dan sein (richten), so lauft mir der Schweiß runter vor große Furcht, auch tuen mir zittern alle meine Glieder in mein Leib. Raehamim! Zaddik! Erbarmen! Gerechter! In die Zeit sein ja offen alle die Toren Schaare schomajim (Tore des Himmels), weil Du tust Mischpat emes (gerechtes Gericht) der ganze Welt, drum, Du lieber Herrgott, tun mir Dich beten, als Du sollst mit uns umgehen mit Middas horachamim (Erbarmen) in der Zeit, wenn ich werde kommen zu Mischpot vor Dir, un kein M'katreg (Ankläger) soll auch in die Zeit kein Macht haben, auf mir m'katreg zu sein. Un auch mein Mann un Kinder sollen wem angeschrieben den Rausch haschonoh zu ein gut Johr zu Leben un zu Gesund im