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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1915-01-01 · 3-4 (1915) · p. Seite 48

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
18 (1915)
Issue
3-4 (1915)
Date
1915-01-01
Page
Seite 48 (sequence 10)
Language
German
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— 48 — (der Mütter). Lieber Gott, aso wohl als Du hast geenfert (geantwortet) unsre owaus (Väter), sollstu uns enfern an den Chaudesch (Monat). Auch lass mich N. N. genießen den Sechus von unsre Mutter Soroh, was Du hast von ihrentwegen geboten un gesagt: al tigeu bimschichoi (Ps. 105, 15. 1. Chr. 16, 22) ist deutsch: ihr sollt nicht anrühren mein Gesalbten, dieselbige sein die Zaddikim (Gerechten), aso soll auch kein Ummoh weloschaun (Volk und Sprache) keine Macht haben an ihre Kinder anzurühren zu Bösen. Un der Sechus von Riwko, was hat gaurem (die Ursache) gewesen, als unser Vater Jakauw soll die Berochaus (Segen) mekabbel sein (empfangen) von sein Vater Jizehok, un diese Berochaus sollen mekujjom (erfüllt) werden an die Kinder Jisroel. Un ihr Sechus unser getreue Rochel, daß Du hast zu ihr gesagt, als in ihr Sechus weren ihre Kinder aus den Golus (Exil) genommen weren. Denn wie man hat die Jisroel in Golus geführt, wo unser Mutter Rochel liegen tut, da haben sich die Jisroel ausgebeten bei den Saune (Feind) un haben angehoben zu weinen un zu schreien: „Mutter, Mutter, wie kannst Du das zusehn, man soll uns aso in bittren Golus führen"! Ist Rbchel araus gangen aus ihr Kewer (Grab) mit ein bittren Gewein und Geschrei un hat gesprochen: „R"b"sch"aw (Herr der Welt), Dein Rachmonus (Erbarmen) ist doch besser als das Rachmonus von ein Menschen. Derzu habe ich Rachmonus gehat über mein Schwester Leoh von Dein lieber Namen wegen! Derzu habe ich auch die Simonim (Erkennungszeichen) gesagt, was sie soll(en) mein Mann enfern, damit mein Mann solle kennen, ich bin das. Wiewohl es ist mir sehr leid gewesen, habe ich doch über meine Schwester Rachmonus gehat, mikkol schekhen (um wie viel mehr) Du lieber Gott! Bist Du ja rachum wechannun (barmherzig und gnädig), aso gehörstu peschite (naturgemäß) auch Rachmonus zu haben über Dein Volk Jisroel! Hat H"sch"j"b"h (Gott, gelobt sei Er!) geentfert: „Du hast bei mir ausgericht, ich will deine Kinder aus den Golus arausziehen" (Ber. rabba 73, 2; Midr. Agada zu Gen. 30, 22). Aso soll an uns mekujjom (erfüllt) weren! Omen Seloh! R"b"sch"a! Auch den Sechus von unser Mutter Leoh, als sie hat Tag und Nacht geweint, daß sie soll nicht fallen in Gaurol (Los) von Esow horoscho (Bösewicht), bis ihre Augen sein tunkel (dunkel) woren, in ihr Sechus sollstu erleichten unser Massol (Glücksstern) zu den Chaudesch zu Guten, zu Leben mir un mein Mann un Kinder, un sollst uns derlösen aus den Golus. Anachnu (wir) mir sein doch Deine liebe Kinder von Awrohom owinu o"h (olow hascholaum unser Vater Abraham, der Friede über ihn!)! Lieber Gott, sei Dich merachem (erbarme Dich) über uns un denke uns nicht unsre Sünd un derneie auf uns den Chaudesch zu Leben un Gesund, zu große Parnosso (Einkünfte) mir un mein Mann un meine Kinder un alle Meinige. Du bist derbarmig zu eine große Herrschaft unser Massol un sollst vermehren alls zu Guten auf mir und auf mein Mann und Kinder bisechus

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