Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 18 (1915)
- Issue
- 3-4 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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- 47 — die Stimme der heiligen Newiim [Propheten |, welche sie miteinander erheben un' singen werden denn es wert sichtbar werden, daß Gott der Allmächtiger wert wiederkehren zu der Stadt Zion. Der heiliger, allmächtiger Gott erfülle, was in Posuk steht, wie gar lieblich un' anmutig wert es sein, wenn Elijohu hanowi sich auf ein Berg stellen wert im' im Nemen [Namen] des allmächtiger Gottes verkünden wir[d] ein Frieder! für die ganze Welt, Frieden un' Hilfe für alle, die bei ihr, die frohe Botschaft verbreiten un7 zu Zion sprechen werd: Gott ist wieder dein König (Jes. 52,7.8;. Zach. 9, lOj. Auch sagt der Posuk: Der erste, der da nach Zion kommen wert, der wert die heilige Stadt zurufen: Nun, die sind deine Kinder wieder in Jeruscholajim, will ich eine Botschaft brengen (Jes. 41, 27). Omen, Seloh! Das sagt man, wenn man Rauschchaudesch benschen tut! Ribbaun hoaulomim (Herr der Welten), Herr von die Welt, Du allmächtiger Gott, Du hast beschaffen mit Deine große Barmherzigkeit Himmel un Erde un alle Beschaffnis un Du hast in sechs Tage beschaffen mit zehn Wörter un auch hastu geboten zu Dein Volk Jisroel, was Du tust Dich rühmen mit sie, wie in Posuk steht: Boch Jisroel espoer (sie! Jes. 49, 3), Etz lieb Volk Jisroel, mit euch tue ich mich rühmen, als sie tuen halten den Schabbos un ruhen von alle Arbeit un von allen Wörter reden, was man nicht reden darf, neiert Diwre tauroh (Worte der hgn. Lehre) un zu lernen etlicher nach sein Jechaules (Vermögen) nach un was nicht lernen kann un auch die Weiber sollen deutsch leienen un sollen wissen sehre Mizwaus (Gebote) zu halten, was Gott hat sie geboten un hat uns geschrieben gegeben Chodoschim (Monate), was die Sanhedrin pflegen zu heiligen, zu heint sein mir vertrieben in Golus (Exil), ist uns nur geblieben, daß man mekaddesch hachaudesch ist (den Monat einsegnet) un mir benschen den Schabbos vor Rausch chaudesch. Un das Mal ist Zeit, man soll beten Gott Drum tuen mir verspreiten unsre Töner zu H"sch"j (Gott) un tuen Tefilloh (Gebet), daß Du sollst uns wiederkehren nach Jeruscholajim un mir sollen es bauen noch in unsre Tagen, denn wir haben kein Nowi (Prophet) nit mehr. Mir kennen nit leiden das schwere bittre Golus. Denn mir sein als wie die junge Sehäfleeh, die schlaff sein. Ist verstört unsre Schabbosim wejomim tauwirn (Sabbate und Festtage) un unsre Chodoschim, un mir sein als wie die Schaf ohne Halter. So sein mir vermischt unter die Ummaus aulom (Völker der Welt) un sie haben baawaunaus horabbim (unsrer großen Sünden wegen) viel Memscholoh (Herrschaft) über uns, weatto el nekomaus (und Du bist der Gott der Vergeltung) un Du tust ein Rechnung an die Reschoim (Bösen). Drum tuen mir Dich beten: Ribbaun (Herr) hoaulomim (der Welten), sei Dich naukem (übe Vergeltung) an die, was uns wehtun un laß uns genießen Sechus owaus (das Verdienst der Väter) un immohaus