Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 18 (1915)
- Issue
- 3-4 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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— 44 — über ihn], alles Gute, als Gott soll ihm bescheren in den Wasser,, aso solle mich Hakodausch boruch hu [der Heilige, gelobt sei Er!] auch beschenken mit viel Maarocho [hier: Glück], wo ich mich, kehren un* wenden werde. Omen, Seloh! ßibbaun ho-aulomim [Herr der Welten]! Alls, was Du mir wirst geben auf der Welt, gieb mir Mattnas chinnom [unentgeltlich]; un' sollst mir Dicht abschlagen von meine Sechujaus [Verdienste],, als wie Du uns Schabbos geben hast Mattnas chinnom, wie Du hast uns maudia gewesen [bekannt gegeben] durch Dein Neemon. [Vertrauensmann] Mausche Rabbenu [unseren Lehrer Mose] olow hascholaum [der Friede über ihn!]: „Ki aui Adaunoj mekaddischchem" (Exod. 31, 13) [d. L], „Sollst wissen, als ich, Gott, habe euch geheiligt mit Schabbos". Also, lieber Vater, bitt' ich als mein Gebet soll Dir aufgehn,. wie die Korbonaus [Opfer] von Schabbos un' wie ßeach niehauach [angenehmer Duft], als mein Neschomoh [Seele] soll gedacht, weren mit Zedokoh umaasim tauwim [Gerechtigkeit und guten Werken]. Omen, Seloh! Onno meleeh malche ha-melochim [0 König der Großkönige]L Ich bitte Dich, Du sollst gebieten Deine heilige Malochim [Engel], die Malache haschores [Dienstengel], die sollen mich benschen mit Brocho [Segen] wehazlochoh [und Glück] wechajjim [und Leben]! in die Zeit, wenn sie kommen den Menschen melawwe sein [geleiten] belel Schabbos [am Freitagabend] bis an mein Haus an, un* soll an mir mekujom [bewährt] weren der Posuk [Vers]: „Adaunoj, jischmaur zesecho uwauecho meatto wead aulom omen (Psalm. 121, 8)", [der Ewige hüte meinen Ausgang und meinen Eingang von nun an bis in Ewigkeit, Amen], un' mein Neschomo jesero- [Schabbosüberseele] mischlabbesch (melubbesches) [gehüllt] mit. Keduschoh [Heiligkeit]! Un' wann meine Zeit wert kommen zu siebenzig Jahr oder Dein heiliger Willen sein wird, mein Neschomoh [Seele) zu nehmen, soll sie sein genommen beahawoh [in Liebe] mit Misus neschikoh [Tod durch Gottes Kuß]. Der Sauhar [s. oben] hakaudesch [sict heilige] schreibt: Wann der Mensch recht Schabbos halt, so kommt die Neschomoh jeseroh un7 ist den Menschen melawe [begleitet], un' die Malochim [Engel] von Schabbos sein dabei, daß sollen kein Klippaus umalache chawolaus (sie) [böse Geister und Strafengel] kein Macht an ihm haben, daß ist der Saud [geheime Sinn] von Schir haschirim [Hoheslied], was man sagt an Erew Schabbos [Freitagabend], das ist Kaudesch kodoschim (sie) [Allerheiligstes], als der Posuk [Schriftvers] sagt: jischokeni minneschikaus pihu [Cant. 1, 2] er küsse mich mit den Küssen seines Mundes], das meint der Posuk Misaus (sie) neschiko [Tod durch Gottes Kuß] von die Zaddikim [Gerechten], Drum hat Dowid hamelech [König David] gesagt: Mismaur schir lejauin (Psalm 92, 1) [Psalmüberschrift], sein die Rosche Tewaus [Anfangsbuchstaben] von den Sclielaumauh [Salomo], zu weisen, was sein Sohn Schelaumauh hat allemal me-