Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 18 (1915)
- Issue
- 3-4 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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— 43 — Okelek le' Aulom habbo [Anteil an der künftigen Welt]. Un' auch lasse mich genießen den Sechus [das Verdienst] von Hadloko [Anzünden der Schabboslichte], als es sollen leuchten meine Kinder un' Kindeskinder in der heilige Tauroh [Lehre], was heißt Aur [Licht], wie auch unsere Chachomim [Weisen] geschrieben haben in Perek bammeh madlikin [ein Kapitel der Mischna, das am Freitagabend gelesen wird]: Welches Weib nishor [bedacht] ist, die Schabboslicht recht anzuzünden, dieselbe ist sauche [wird gewürdigt] zu Kinder im' Kindeskinder Talmide chachomim [Pfleger der Wissenschaft], wie der Posuk [Schriftvers] schreibt: Ner mizwoh wesauroh aur [eine Leuchte ist das Gebot und die Lehre ein Licht, Prov. 6, 23]. Drum tut sich mein Herz erfreuen, wann 'der Schabbos eingeht. Lieber Herrgott! Lass die Schechinoh [Gegenwart Gottes] ruhen in Gotteshaus un' mein Haus, un' dass ich soll sitzen mit groß Sänftigkeit über mein Tisch mit mein Mann un' Kinder un' sollen uns inesammeaeh sein [erfreuen] lechowaud [zu Ehren des] Schabbos, wie Du, lieber Gott, es haben willst. Omen, Seloh! Ribbaunau schel aulom [Herr der Welt]! Gieb mir die Brocho [Segen] zu den lieben Schabbos, dass ich soll nit brauchen zu sorgen auf den lieben Schabbos zu machen! Ribbaunau schel Aulom! Mit viel gute ßenschung [Segnung] soll mir kommen der lieber Schabbos, auch mit gute Maarocho [Schicksal] soll mir kommen die Woch'. Lieber Herrgott! Ich bitte Dich noch einmal: Gieb mir ein gute Nährung. Ribaunau schel aulom! Wenn ich werde meine Kinder benschen, sollen sie alle gebenscht sein. So wie unser Vater Awrohom hat gebenscht seine Kinder, als ihr Namen soll gebenscht sein im' gemehrt, aso soll mein Brocho [Segen] un' mein Manns Brocho mekujjom [erfüllt] werden an unsere Kinder! Lieber Herrgott! Tue uns gedenken, daß wir sein Deine Kinder un' haben mekabbel gewesen [empfangen| die aseres hadabbraus [Zehngebote], drum sollst Du uns nit verlassen. Lieber Herrgott! Du hast geboten, mir sollen nicht trauren an den lieben Schabbos, aso sollst Du uns gar kein Traurigkeit nicht zuschicken an den lieben Schabbos, gleich ich hätte viel Korbonaus [Opfer] dargebracht, auch bitte ich zu D *, Ribbaunau schel Aulom, Du sollst von mir annehmen alls für gut, was ich tue ehren den lieben Schabbos. Rachamim [sie!] Zaddik [Erbarmen, Gerechter], gieb mir zu den lieben Schabbos eitel Scholaum [Frieden) in Gotteshaus un? in mein Haus un' kein Traurigkeit soll nicht kommen in mein Herzen, un' der lieber Schabbos soll mich derheim suchen mit viel gute Malochim [Engel] un' gute ßenschung. Lieber Vater über die ganze Welt! Tue mir Nissim wenifloaus [Wunder und Großtaten], als ich solle gebenscht [gesegnet] weren mit alle Brochaus [Segnungen] zu Guten. Omen, Seloh! R. sch. Aul.! Du sollst annehmen die Tefilloh [Gebet] von mir, wie Du hast angenommen die Tefilloh von Mirjom, wie sie gebeten auf ihr Bruder Mauscheh olow hascholaum [der Frieuc 1*