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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1912-01-01 · 3 (1912) · p. Seite 97

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
15 (1912)
Issue
3 (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 97 (sequence 25)
Language
German
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97 — soll, wurde einzig und allein belobt. Ebenso läuft eine ander.» Erzählung vou der Wunderkraft Jesu Mi die sich in der Handsiehritt wohl nicht iindet, aber im zr anzutreffen ist, parallel mit der im Evangelium Thomae geschilderten'2\. Dort wird nämlich gesagt, als Jesus fünf Jahre alt war, spielte er am Sabbat am Flusse und bildete zwölf Sperlinge, wofür <r von seinem Vater Josef einen Verweis erhielt. Jesus aber sehlug in seine Hände und rief den Sperlingen zu: flieget!'* und sie ilogcn3). Dasselbe Verhältnis, wie zwischen der Handschrift und den erwähnten Textgruppen, besteht auch zwischen der Handschrift und der Ausgabe "V'd C?.. Die Handschrift ist kürzer gehalten, deshalb fehlt so manche interessante und wichtige Erzählung (wie z. H die letzterwähnte oder die Flucht nach Alexandrien u. a.'l. Auch sonst sind kleinere Verschiedenheiten zu verzeichnen: TuM. i-ieginnt! n^riw* uZ'**>/'P p'n^^zt , r".i%*2U'* r**N*- V—""N r*r*-*j'— ^»»^•••j-j Pi1™1 p*"*kp y^**"* p"*'***'^ ^»••« «2^«,,.,,,^ /% Unsere Handschrift trägt gar keine Jahreszahl, sondern beginnt (S. 1 > ^p:r^c v~**%2 r.r.1" rzb::* v'vr. vri rrrz* rzy:. Di«' Handschrift läßt also Helena aus dein Davidistdieu Krmigshause abstammen, TuM. gibt ihr hasmonäische Ahnen, während sie nach Manuskript Vindob. die Gattin des Kaisers Konstantinus gewesen sein jdl(!). Im TuM. macht Mirjam von ihrer Kntführung gleich am i. ichsten Tage ihrem Bräutigam Mitteilung, im Manuskript p. 4. «•rst kurz vor der Hochzeit'*). Die Kntiütirungsgeschiehte dürfte d-m vielen mittelalterlichen Marienlegenden, die von Kntführungen Marias erzählen, als Quelle gedient haben ,:). In TuM. gibt die Königin Helena dem Synhedrion sieben Tage, in der Handschrift drei Tage Bedenkzeit. Dieser und ähnlicher Art sind die Verschiedenheiten. Im großen und ganzen reiht sich diese Handschrift der erwähnten (iruppe an, ebenso die Ed. "V*^ CP. Sie bietet wenig Neues, was wir nicht aus den schon veröffentlichten Texten kenneu würden. x) Krauß p.: wzr cviits ]2 z%:*zaz zzi%* 2W inw •♦-♦'is nrr; ':sr rv.-utn irst .-'«2 cvnic rm c.-vtj-i n^yi z^tzn ern rs enry -vm t*;;:i -'^ -r ='-ie> »? *) K. 2. :1; S. noch Couard, Altchristliehe Sagen, wo auch auf Ps. Math. Iv. 2i. Ev. if f arab. K. 46 hingewiesen wird. *\ S. Krauß p. 131 csriri r.ws 's« Z'ß;« ') n;rs. das Manuskript 1 bat ysr. 8) 8. Krauß p. 137 6l S. Mussafia, Marienletenden 1. Sitzungsberichte der kais. Akademie dor Wissenschaften zu Wien Bd. 113. p 990, p. 987. Codex Paris lat. 18 134. Aus dem XIII. Jhdt. Crane, Exeropia of Jacobus de Vitry CCL. XXXil. Codex Kazinczy p. 616. E. Keller, Sieben Legenden III, Der Kitter als Teufel, s. Katona Temesväri Pelbart peldai, Ö. 29 und sousa.

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