Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 15 (1912)
- Issue
- 3 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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— <Jß — schon von diesem Standpunkte aus betrachtet Interesse verdient. Die Handschrift ist am nächsten verwandt mit dem — Krauß auch nur dem Namen nach bekannten — ~JPC^ uHl). Diese Schritt wurde mir vor zwei oder drei Jahren in anastaUsehem Neudruck von einem Berliner Buchhändler zugesandt. Der Neudruck wurde vermutlich nach der im *^2T£n erwähnten Ausgabe veranstaltet2). Die Erzählung selbst scheint nicht aus der Feder eines Mannes geflossen zu sein, denn sonst könnte sie nicht den Widerspruch , in der Charakterisierung Mirjams enthalten. Seite (> wird von ihr gesagt: rrvr.s? bzz z^.zh m:sri yirr, r,t trn "va rr^n:r *y r.irn ]^:cn n^y ^z~z r,r\\% nrsr r?n p i*ras r.wn r.nac v?x r.sjr; rx rr*?zr\ S. 8 hingegen erzählt: rrac «^*«^,.—. f^-*»^ ~*>^ I. »Ni I k :' I 1 1 ,y kS— ii<-, .1 L* .'mm 1, »k —• 1 i ifc I i 1! ✓ 1 u » >y Das Verhältnis dieses Textes zu den von Kraul» veröffentlichten ist folgendes. Die Entführungsgeschichte bis zur Kindheitsgeschichte wird ganz nach dem slavisehen Typus geschildert (s. 131—9). Von der Kindheitsgeschichte bis zum Schlüsse stimmt die Handschrift Weissenbergs nahezu mit der herausgegebenen Wiener Handschrift3) iiberein. Wesentliche Veränderungen und Abschweifungen lassen sich nicht konstatieren, nur . . < ist die Schilderung unserer Handschrift viel kürzer. Diesem und noch j.< dem Umstände, daü die ersten fünf Kapitel andere Personen auftreten 'i lassen, sind die Verschiedenheiten zuzuschreiben. So ist in Manu- ] skript Vindob. Schimon ben Schetach, in der Handschrift •losunben Pe- \ rachja der Lehrer Jesus. Das Benehmen Jesus gegen seine Lehrer y und die Fragen, die er stellt, stimmen aber überein. Diese Tat- | saehe wird auchA in den neutestamentlichen Apokryphen häutig er- 1 wähnt und dürfte für unsere Frage nicht ohne Wichtigkeit sein. J Das Evangelium Thoniac4) erzählt an zwei Stellen, daß die 'i Lehrer Jesum nicht unterrichten konnten. Dort wird als Grund angegeben, weil er sie an Klugheit übertroffen, hier weil er sich ungehörig benommen habe. Der erste Lehrer hieß Zakkai (Zakeus), er wird als Heuchler bezeichnet, weil er nicht die Bedeutung der Buchstaben kennt. Der zweite Lehrer, der den Knaben erst griechisch und dann hebräisch unterrichten wollte, wurde für einen Streich verflucht, der dritte der sich dem Einflüsse Jesus unterworfen haben *) S. das. p. 17. *) S. Hebr. Bibl. XII 50. Anonymus, v;isi zn angebliches Leben Jesu 8. s l. (Breslau 1871 V lüb. Der Neudruck umfaßt nach meiner Zählung 16 Blatt mit dem Titelblatt). Steinschneider meiut, die Jahreszahl scheine absichtlich falsch angegeben durch die Worte tki a? icm »ers -rft ^r« «*2in mn Kinn H'sjn nsi e*-n« e»p*n ers d. i. 18H Y'ypn und hiilt sie für eine moderne Bearbeitung der Schrift M*.n irnyo und eine Erfindung der Judenfeinde; vgl. dagegen Krauß p. 17. s) K. VI bis XXI, s. 65-88. 4) K. 6-9; 14—15. i^^^j^,