Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 12 (1909)
- Issue
- 3 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 91 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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— 91 — leger von Opern" mit ISfamen Sal. Levi erwähnt schon Schudt II. IL Anh. 146. Ebenso S. 314 den Frankf. Theaterdirektor Beermann. (Auch bei Low).— Schon der Talmud kennt: a) den Lustigmacher (SrfHS) (Levy WB. I. 192). — b) den Spaßmacher (l^n-l das. 321) (vgl. die Tityristae bei d. Griechen). — c) den Bauchredner fiVVfe das. II. 487, Üirrs, das. IV. 18). — d) den Possenreißer ("fPSTO, das. III. 55, "p"»pi72, das. 56). — Leib (Marschalek in Fürth) bei Barbeck, Gesch. Nürnb. S. 85. — Jeh. Leib, Klesmer u. Buchdrucker, Berl., L. Geiger, Zeitschr. I. S. 379.— Abr. Mosche Laz, rsr^a To (Benjakob, Katal. S. 610 Nr. 1266). — Die Musiker Antonio de Castello, (Kayserling, Sephardim 253), Imman. Pimentel, (das. 252), Imman. de Pina, Sänger (das. 253). (Vgl. Dav. de Pina, welcher Jablonski 1699 die port. fWM für s. Bibel lieferte), Antonio Mendez, das. 253, Lorenzo Escusiro, das. 255, Abr. Machorro, das. 296 (Nr. 38). — Hirsehiaann (Musikmeister), Volkslehrer 1859 S. 170. [Von einem A. Hirsch mann (1738) in der Darmstädter Bibliothek: a) Manuskr. Dreyßig Galanterie-Stück aufs Klavier, b) Menuett mit Variationen auf das Klavier 1733, gedruckt. Vgl. Eitner, Quellen - Lexikon V. 161]. — Opernsänger Härtung in Prag singt 1795 bei der ersten Aufführ, der „Zauberflöte" von Mozart den Sarastro (Prager Neue Zeit. 1795: Sabb. - Stunden, Beil. zur „Jüd. Presse" 1887 Nr. 45) (Nr. 100c). — Chajim Zimbalista, ein Klesmer u. nach s. Taufe Musiker in Wallensteins Lager. (Responsen v. Joel Sirks "win rP2 S. 80, Resp. 103). — Leib Bass (auch D^-rain TD gen.) in Prag (Wolf, Bibliothecalll: S. 658Nr. 1358 c), Musiklehrer d. Sabb. Bassista, wie dieser an B. Unger berichtet. (Aach Bendas Lehrer, s. oben). — Sabb. Bassista, Bassist in Prag (bekannt. Bibliogr. u. Drucker). (Sternberg, Jud. in Polen 149. Ersch u. Gruber 28, S. 87a,b. Wolf, Bibl. I, III, IV, 1923. Zunz, Monatstage 21. Juli, de Rossi 609 635 302. Fürst I, 92. Girondi 350. Benjakob i%36 ^238 ' ^84" ^n manc^en 9* Druckwerke weist der Titel Musiknoten, eines auch sein Bildnis auf. Wahrsch. auch das Werk Tn Eipb"» (Benj. 222/225). — Wbtf p "j-020, genannt 172^123 ^"TD, war in seiner Jugend auf der Wanderschaft in Prag als Sänger beliebt, s. Namen ^2$*0 hptaD, weil er dieses Gebet so schön sang. —Low, I. 140 (134).-nlffi O IL 146. Vgl. CWü -»1135 (117 ypn). — Duschak, Kultus 215. — Zeit d. J. 1863,789. — Simeon Basilea (jüd. Musiker in Mantua), Schauspielschreiber. Anhang. Von Dr. Grunwald. Sind wir somit zu den Chazanini1) emporgestiegen '2), so dürfen wir wohl aucli eine andere Figur nicht ganz unterdrücken, die wie der „Wanderchasen" eine Attraktion allerersten Eanges in den Gemeinden bildete, den Wanderprediger3), den „Baldarschan", der von Gemeinde zu Gemeinde reiste und für seine Leistungen je nach dem Anklang, den seine Predigt gefunden hatte, bald mehr, bald weniger honoriert wurde4). 2) Auch Sulzer, dieser mit seinen Schwägern Frankel, und Goldstein, die bekannten späteren Wiener Kantoren, soUen ihre Laufbahn so begonnen haben. 2) Die Juden in der Schauspielkunst gedenken wir später in anderem Zusammenhange zu behandeln. 3) U.a. vgl. Werth eimers Jahrbuch 1860, „Jüd. Volksblatt" pass., und Winter und Wünsche, „Geschichte der jüd. Literatur III" (Bäck, Die Darschanim). 4) Der Ortsrabbiner predigte in der Kegel nur dreimal im Jahre, und zwar mancher so ziemlich immer das Gleiche. So erzählt man von einer