Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 12 (1909)
- Issue
- 3 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 90 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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- 90 — Fahrende Leute bei den Juden. Von Albert Wolf ges. And. Aus dem Nachlaß des Verfassers auf Wunsch der Witwe herausgegeben von Dr. M. Grunwald. (Schluß.) Herr Oberkantor Birnbaum bemerkt über die alten jüdischen Melodien u. a.: Steinschneider, Katal. Bodl., Artikel „Lied" (T"b) bringt eine Menge. — Ein Lied wird angeführt nach dem Niggun rifuNl "j^P "pblZÄ* und lautet im Anfang: „Ei Mensch, ei Mensch, was gedenkst du dir, Du laufst, du rennst, was soll es dir?" — Beliebte Melodien waren (abgesehen von arabischen, maurischen und portugiesischen) a) "pb"ß "p^fi "piPS — b) mb5 "p;p3 — c) rrcfttH "fiti — d) Schlacht von Pavia (Wagenseil, Belehr.). — e) Steyermark (Steinschn. XV. 126). — f) Dietrich v. Bern (Steinschn. VIII. 17, Böhme, Altd. Liederbuch S. 22). — g) Mel. Pauern (Güdem. III, 204, Zeit. d. J. 1870, 678). — h) Herzog Ernst (Hildesh. Jubelschr., Böhme, S. 19). — i) Hoch rief der Wächter (das.) — Uber jüd.-deutsche Lieder und ihre Melodien s. Isr. Woehenschr. 1901 Nr. 52. — Sal. Singer v. Prag (1692) dichtet nach der Mel. „Es liegt ein Schlössel in Österreich" (Böhme, S. 133). — Duehan-Niggunim gab es: a) „Bau-Niggun" (Pessach) Allm. Gott, nun bau". — b) „"EPlpEf! - Niggun" (Pessach). — c) „Bender - Schlag (== Schlacht bei Bender) - Niggun" (7. Tag Pessach). — d) „iVfe- Niggun" (Sukkpt). — Über Wander - E^tn habe ich in den 10 Artikeln über Weint raub (Öst. Cant.-Zeit. Wien 1901) geschrieben. — Das. u. a. über K. Jokele ")TH in Glückel von Hameln und einem Flugblatt (Tannhausen). — Die Mutter Süss Oppenh.'s war eine Bänkelsängerin. — Im Talmud wird schon von *nb "p ö'tffi erwähnt, daß er beim Singen den Finger in den Mund steckte. — Der Name „Freisinger", weil der nicht mehr den Finger an die Backe hält, von Steinschn. erklärt, schon in m. „Wolf Bass" (Öst. Woehenschr. 1894 S. 911a). Der dort. ITH hieß pSTan Auch ich habe bei einem '■ftrr^D TOS'") ITH als „Singerl" (=== Sopranist) gesungen (er war bei der poln. Gemeinde in Wien). — Über die „Paderborner Kinder" Alexander (Verw. v. Aron Baer, einer war sein Schwiegersohn) habe ich bereits in dem Artikel Lewandowski geschrieben. — Einen „Bröges (=wrD)-Tanz teilt Will. Wolf in einer Musikbeilage der jüd. Presse 1899 mit. — m Ein berühmter Wander - "ttl war der spätere "jTtl v. Alt-Ofen, Dav. Brod. (Über ihn s. in dem Art. Weintraub). — In m. Jüd. Musikern v. Mantua erwähnte ich Possenreißer usw. — Das., daß der Tanz „Bergamasca" sowohl in die Kirche als auch in die Syn. drang. — Diskantisten werden in Preußen im Reglement v. 1750 erwähnt, (vgl. m. „Lewandowski"). — Über den Volkssänger „Jak. Heilprunn" („tick, d. h. der dicke B. Jakob") in dem Werke y»K E|ÖT § 368 u. s. Lied: „Ich heb aber an ein alten Weis" habe bereits 1882 geschr. — Eine Kompos. eines Jakob Klesmer (T"D) in m. Handschr. Nr. 53. [Erwähnt in m. „Lewand." (Jeschurun 1894 S. 171)]. — Das polnische Volkslied: „Wezme, ja kontusz wezme", der Ursprung für die „3 Wochen-Mel." auf ^TfT fl-O. (Der jüd. Kantor 1883, S. 349 Kr. 9). — Spielmann Wulf, 1697 in Berlin (Mein „Lewand." S. 123). — Meine Musikhandschrift 30b „Der Tanzmeister" (a. Amst., Anf. d. 19. Jh's.) vertont folgenden Text: „Tralla, fein langsam, den Kopf in die Höh, Tralla, die Brust hervor, Schultern zurück, Tralla, natürlich und ohne Zwang, Tralla, fein lieblich, die Augen auf mich!" — Im Jahre 1900 habe ich hier einen Vortrag: „Tanz und Spiel bei denJ. des Mittelalters" gehalten. (Nr. 263 m. Notizen usw.). — Einen jüd. „Ver