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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1907-01-01 · 4 (1907) · p. Seite 150

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Folge. Dritter Jahrgang (1907)
Issue
4 (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 150 (sequence 56)
Language
German
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150 — 0. SeyffePt. Von der Wiege bis zum Grabe. (Sächsische Volkskunst). Wien 1907. Gerlach & Wiedling. Der um die Heiinatskunde Sachsens verdiente Herausgeber, der in kürzester Zeit ein ganzes Museum sächsischer Volkskunst zusammengestellt hat, bietet hier in gelungener Ausführung Proben aus diesen Sammlungen. Ein Vorbild für unsere jüdischen Museen, nicht nur das Unternehmen, sondern auch die musterhafte Darbietung! —M.— Abrahams J. Festival Studies. London. Macmillan & Co., 1906. Das dem Andenken des heimgegangenen verdienstvollen Herausgebers des Jew. Chronicle, Asher J. Meyers, gewidmete Buch zeigt die Vorzüge aller Arbeiten dieses glänzenden Vertreters der jüdischen Wissenschaft in England: weit umspannende und gründliche Gelehrsamkeit, scharfsinnige Kombination, geistsprühende Form. Die meisten dieser Skizen sind im Jew. Chron. vor Jahren erschienen. Sie offenbaren die anheimelnde Poesie der jüdischen Feste mit congenialem Humor, bieten aber auch, wie XVIII. und XIX., wertvolle Ausflüge in die allgemeine Literaturgeschichte, sowie kunstvolle Uebertragungen neuhebräischer Dichtungen. Das Buch, für die Volkskunde an Ausbeute reich, — auch unsere Mitteil, sind (z. B. 42) benutzt — verdient durch Uebersetzung deutschen Lesern zugänglich gemacht zu werden. — d.— N. Adler. Jews in many lauds. Macmillan & Co., London 1905. Der durch seine Reiseskizzen in jüdischen Zeitschriften wie als Sammler bekannte Verfasser stellt hier zusammen, was er bei seinen häufigen Besuchen ferner Juden gemeinden beobachtet hat. Cairo, Jerusalem, Hebron, die jüdischen Kolonien in Palästina, Saloniki, Smyrna, Aleppo, Tetuan, Persien, Transkaspien, Argentinien, Kowno waren seine Reiseziele. Als kauflustiger und -kräftiger Sammler hat er Schätze an jüdischen Altertümern heimgebracht. Die Lebendigkeit der Schilderung wird durch wertvolle Illustrationen erhöht. — M.— Eine gewisse Folie hierzu bildet der Gegenstand, den G. F. Abb Ott in seinem, von demselben rührigen Verlage 1907 herausgegebenen „Israel in Europe" behandelt. Der Verfasser schildert in weitzügigen Skizen die Leidensgeschichte der europäischen Judenheit seit Hellas und Rom bis auf Russland und Rumänien. Dem Zionismus gilt das Schlusskapitel. Unter den volkstümlichen Darstellungen der jüdischen Geschichte ist dieses Buch unstreitig eine der besten, jedenfalls eine der bestgeschriebenen. Auch für den Forscher findet sich mancherlei, was ihm hier unter einem neuen Gesichtspunkt geboten wird. Für die Unduldsamkeit der Völker hat Abbott scharfe, aber treffende Worte. Israel hält er den alten Prophetenspiegel vor: so lange es gut geht, vergisst es sein Volkstum. Der Druck entfacht es zu lohender Begeisterung. Dem Werke ist eine Uebersicht über die Bevölkerungsdichtigkeit der Juden beigegeben. . —M.— Mitteilungen der K. K. Zentral-Kommission für Erforschung und Erhaltung der Kunst- und Histor. Denkmale. Bd. VI, No. 3. März 1907. Enthält u. a. das Urteil der Zentral-Kommission über die Prager Pinkussynagoge, das sich für die Erhaltung dieses wertvollen jüdischen Altertums ausspricht. —M.— Schriften der Gesellschaft für die Geschichte der Israeliten in Elsass-Loth ringen. I. Dr. M. Gif Sburger, Die Juden in Rufach. II. C. Wlnkler, Die Judengasse und die Synagoge in Rufach in Wort uud Bild. Gebweiler 1906. Ein ausgezeichneter Geschichtsforscher vereinigt sicli hier mit einem kunstverständigen Beirat, um die Vergangenheit seiner Heimat von einer den jüdischen Leser besonders anziehenden Seite zu erschliessen. Die Inschrift (S. 10), die auf die Verbrennung der Juden in Rufach 1309 hinweist, ist? ähnlich wie es

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