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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1907-01-01 · 4 (1907) · p. Seite 130

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Folge. Dritter Jahrgang (1907)
Issue
4 (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 130 (sequence 36)
Language
German
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— 130 — lasse sie einen oder 2 Tage im Wein liegen, bis die Namen ausgelöscht sind. Dies sind die Namen: n"ny hhn7\ ,T\"hh (genau mit den Krönchen geschrieben). Alsdann trinke den Wein. Auch kann man erst, wenn die Namen schon verwischt sind, den Wein zur Habdala verwenden. Für das Schreiben der Namen empfiehlt sich ganz besonders der Montag. 118) n"Dt£> Oder: Am R.Ch. Nisan schreibe auf Hirschpergament den Namen K77^iN, hänge es mit einem weissen Band an den rechten Arm. 119) tD77Dt£> Oder nimm eines „Kuckucks" Auge und seine Zunge und hänge sie um den Hals. 120) Oder: Nimm „Terpe[n]tin", schütte es in heisses Wasser und Ol, das „schwimmt oben" und streiche es auf. Stirne und „Schläfe" tags und nachts. 121) ""t^ Iss täglich auf nüchternen Magen Honig. 122) X.f/W Lege „Rosinen" ohne „Kerne" in ein reines Tuch und „Ingwer", zerreibe jedes für sich und koche das Ganze in Honig oder Zucker und iss davon jeden Morgen. Sprich einigemal auswendig den Vers: "p"D*I rDtfc>X üb (Ps. 1J9, 16). 123) Y7y~) Präservativ, wenn irgend eine Epidemie in der Welt herrscht. n77y") — tD/7jn Zu erkennen, ob der Kranke genesen wird. Lege frische Brennesseln in seinen Urin. Behalten sie die Farbe, ist es gut. D773") — N77©") Zum Schwitzen bringen. 277EH Gegen starkes Schwitzen. Ein Saphir. y7D~| Gegen Rückfall des Kranken. Y'S") — n77D") Zu erkennen, ob er genesen wird. l^Sl Schweisstreiben. "i/7D"] Gegen innere Leiden (t^DJH "prn), wie „Reissen" oder „Schmerzen". n/7EH Regenwurmöl zu machen. tD77EH Die „rechte Grindwaldsalbe" zu machen. f77-} Gegen Warzen. N7/m „Schreckenwasser". 3"m Gegen Bruch. n77m „Das Weisseieröl". „Das Gel[b]eieröl". H/72l — n"2n Gegen Augenleiden. t^77*i1 — „Brandsalb". K^ttf Salbe gegen allerhand Wunden. Salbe gegen Geschwüre. X77E> Ameisenöl. 124) N77jnn — n77jpnn Augenleiden. y7:pnn Jemanden nach Belieben aus dem Schlaf zu wecken. Y7Jpnn — t77Jpnn Gegen erfrorene Füsse und andere Fuss-und Handleiden. lYOpnn Gegen „rote Ruhr". tt77Jpnn „Hühneraugen". D77pnn Herzstärkung. K77Dpnn — y7Dpnn Gegen Gier. -)77Dpnn Gegen alte Schäden beliebiger Art. n77Dpnn — Y7Dpnn Wem die Galle in den Magen läuft und andere Magenleiden. n77Dpnn Wein zu konservieren. V'Dpnn Schmerzen in der weiblichen Brust.!"Dpnn Ohrenleiden, n'-öpnn Herzleiden. t^Dpnn Wenn ein Vieh am Fusse eine Wunde (jPlö) hat. n^Dpnn — n'^prin Gegen Pest bei Mensch oder Vieh. V"ypnn Gegen Fieber. i"ypnn — ^"pnn Der Mutter die Milch zu mehren. N"E>pnn — IT'Dpnn Unfruchtbarkeit. y'spnn — t"Dpnn Gegen Wunden. n"Dpnn — Nk/,2pnn Gegen Ausschläge, Grind etc. n"2pnn — tD"2pnn Gegen „Gel[b]sucht\ ")y/nn — 2/y"inn Gegen Lungen-, Wassersucht u. Ähnl. 325) Andere weit jüngere Schrift: 1) „Fer simbatie einem zu koriren, wann er auch" 100 Meilen „von einem ist". 2) Juchten zu machen. 3) Likör, Aquavit zu machen. 5) „Dass deine Tauben nicht wegfliegen". 6) „Aus schlechtem guten Wein zu machen". 7) Gegen das Fieber. (Abrokolus). 8) Gegen Zahnschmerz. 9) „Wilistu einem schlafen machen'*. 10) „Einer Frau die verlorene milch wieder zu bringen".

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