Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Folge. Dritter Jahrgang (1907)
- Issue
- 3 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- 96 — dem 17. und 18. Jahrhundert und sind wegen ihrer einseitigen Tendenz nur mit grösster Vorsicht zu benutzen, waren ihm auch wohl nicht zugänglich. An einem modernen wissenschaftlichen Anforderungen entsprechenden Werke, aus dem die vergleichende Volkskunde mannigfachen Nutzen ziehen könnte, fehlt es leider. Im vorliegenden Falle hätte sich aber der Verfasser nur an den ersten besten Elberfelder Juden zu wenden brauchen, der ihn darüber hätte belehren können, dass das jüdische Osterfest nicht 14 Tage lang gefeiert wird, dass Granatäpfel bei gär keinem jüdischen Feste gebräuchlich sind, und dass deshalb gar kein Anlass vorhanden ist, Zitronen oder Apfelsinen als deren Stellvertreter zu benützen, dass bei den Juden weder Früchte „geweiht" werden noch sonst irgend etwas, dass sie sich daher auch, niemals mit geweihten Dingen beschenken können. Der Gewährsmann des Verfassers hat offenbar den Ethrog des Sukkothfestes gemeint, da aber dieser „Paradies-" oder „Adamsapfel4' (die Frucht des Citrus pomum Adami) weder durch eine Zitrone ersetzt werden kann noch als Stellvertreter des Granatapfels gilt, so sind auch alle aus der symbolischen Bedeutung des Granatapfels und der Zitrone und dem Gebrauche dieser Früchte bei den Juden gezogenen Folgerungen hinfällig. A. L. Bemerkungen zu Heft 21. VonDr. Löwenstein, Mosbach. S. 23 n. 2 1. Oettingen st. Endingen, n. 4 das Fragezeichen kann wegfallen; Arje Jehuda Löb war der Sohn des pn£!S un(^ starb 1684 (Kaufmann- Gedenkbuch p. 375). Dessen hier angeführter Sohn Jakob Koppel starb 1725 oder 1728, je nachdem rT'Bn °der n*BH zu lesen ist; zu beiden Jahreszahlen stimmt das Wochendatum; vgl. auch pjn II, 41. S. 24 n. 2. Verf. des Qi""fl22 "YliO^ war nicht R. Baruch Rapoport, sondern Baruch b. Elkana Naumburg. S. 27. Jakob Moses Pulitz, der ebenso wie der oben genannte Jakob Koppel Schwiegersohn des Gerson TJlif war, starb 1766; It^fcOI ist deshalb vollständig mit Punkten zu versehen. S. 28 n. 1 st. 1774 1. 1744. S. 30. Der hier erwähnte Pressburger Rabbiner ist wohl R. Isak Dukla, Nachfolger von R. Akiba Eger; er starb in der Nacht des 11. Kislew (26/27. November) 1762; ")^VPi P- 37*>. Eingänge bis 1. Mai: Die jüdischen Gemeinden und Vereine in Deutschland. 85 Seiten. Bureau für Statistik der Juden, Berlin 1906. 2. Mk. — Rud. Wassermann, Beruf, Konfession und Verbrechen. München 1907. Ernst Reinhardt. 106 S. Gr. 8°. 5 Mk. — Prof. Dr. E. Dagobert Sehoenfeld, Die Halbinsel der Sinai in ihrer Bedeutung nach Erdkunde und Geschichte. Berlin 1907. Dietrich Reimer. 196 S. Mit einer Karte, 3 Textabbild, und 16 Lichtdrucktafeln. 8 Mk. — Colmar Schumann, Lübeckisches Spiel- und Rätselbuch. Lübeck o. J. Gebr. Borchers. — L. Günther, Das Rotwelsch des deutschen Gauners. Leipzig 1905. F. W. Grunow. Druck von Max Schmergow vorm. Zahn & Baendel, Kirchhain N.-L.