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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1907-01-01 · 3 (1907) · p. Seite 80

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Folge. Dritter Jahrgang (1907)
Issue
3 (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 80 (sequence 18)
Language
German
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- 80 - Grab behilflich zu sein. Als ich den Architekten bat, bei seinem Entwürfe jüdische Symbole zu verwenden, erklärte er, dass er keine kenne. Eine Verweisung an die reiche Vorbildersammlung des Düsseldorfer Kunstgewerbemuseums hatte nur den Erfolg zu zeigen, dass sie nach dieser Richtung eine empfindliche Lücke hatte. Nach Tausenden zählten die Vorlagen für die katholische und evangelische Kirche. Sehr reich war sie an Vorbildern für den mohammedanischen und buddhistischen Kultus, obwohl weder Mohammedaner noch Buddhisten am Rheine wohnen; für die im Rheinland und Westfalen wohnenden Juden war dagegen nicht gesorgt; nur 5 Blätter (unter 30000) stellten ältere Synagogen dar." So verwahrlost lagen also noch die Dinge etwa zehn Jahre zurück. „Immer mehr festigte sich bei mir der Plan, erzählt Erauberger weiter, durch eine gründliche Untersuchung über die Plätze, an denen sich alte Reste jüdischer Kunst vorfinden, Kenntnis von dem noch vorhandenen Materiale zu gewinnen, durch photographische Aufnahmen und Zeichnungen Illustrationsstoff zu beschaffen und in einem grossen Vorlagenwerke einen Formenschatz jüdischer Kunst der Allgemeinheit zugänglich zu machen." Im Frühjahr 1897 wurde auf Veranlassung Fraubergers „Die Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler64 in Frankfurt a.M. gegründet, die seitdem vier prächtige inhaltsreiche Bände ihrer Mitteilungen erscheinen liess. Schon das Aeussere dieser Mitteilungen ist gewinnend: der blauweisse Einband, der Davidsschild oder die segnenden Hände auf dem Lesezeichen sagen schon etwas dem jüdisch Fühlenden. Die Ausstattung der Mitteilungen ist beinahe verschwenderisch zu nennen und macht der Opferwilligkeit der Gesellschaft Ehre. Der Inhalt sämtlicher Bände ist von Frauberger selbst verfasst und handelt über: I. 2. Zweck und Ziel der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler zu Frankfurt a. M. Mit 23 Abb. Oktober 1900. Sp anis ch: llmo Senor Secretario de la corporacion israelitica Hallandorne actualmente ocupado con unos estudios quisiera rogar ä V. de indicarme los dibujos que tiene ä disposicion de las iglesias de su culto o de hacernie el favor de contestar ä las signiertes preguntas: 1) Estä costruido su templo segun un plan ü estilo determinado? 2) Hallanse en ellos jDarticulares ornamientos arquitectöiricos? 3) Cuando ha sido construido 6 cuando se remodernö 6 volviö ä hacerse el tempio? Dandole ä V. mis gracias anticipadas me suscribo Servidor de V. Im übrigen weisen wir gerade für Grabgitter auf die herrlichen Proben auf dem Mailänder Friedhof hin. Es finden sich dort in Marmor wie in Schmiedeeisen prachtvoll stilisierte Menora's, während der Davidsschild sich nur einmal — auf der christlichen Abteilung! — zeigt (vgl. Grunwald „Ein altes Symbol in neuer Beleuchtung" im Jahrbuch f. jüd. Gesch. u. Lit. 1902). Dr. Gr. 2) S. 30 ist zu lesen: Sammelteller für Pur im (nicht: Sederfest), S. 23. Ketubboth.

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