Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Folge. Dritter Jahrgang (1907)
- Issue
- 2 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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45 - werde, und baten, dass ihnen die Arbeit gleich geleget werde. Am bemeldten Tage trugen wir auch die Sache denen <>ber-Alten 'vor. und ersuchten sie um Vorspräche hey E. E Raht. und dass die Sache mit denen Seehtzigern als stets währenden (bevollmächtigten der Bürgerschafft in K Indien-Sachen, möge überleget werden. Wir wurden hierauf *.\, Sept. von E. R. Raht ad Protocollum verwiesen, um v uebeteno Supplieata und Conclusa zu erlangen. hob n die Juden Zeit, und brachten ihr Werck zum Slam* hingegen hatten hev so Gestalter Sache (wo ieh der Wahrheil nach mit den Holländern reden mag) Nihil op uns Rennest: Aber mit wem wollen wir zürnen V l'ns hat getroffen, was wir verdienet: Wer nicht in Zeiten um-eine schöne Jungfrau wirbet. hat nicht Ursaeh sieh zu entrüsten, über den. so sie hcijnführet, noch ül)er derselbigen Angehörige. Die Juden sind im Besitz, so lanir sie verglichener massen der l'ünnnerey jährlieh entrichten Seehtzig Reiehtsthaler, denn der (1ännnerey- \ orsteher in keinen Eigenthum willigen, sondern nur einen Besitz den Juden zusieljen wollen, so lang der Platz der Stadt entbehrlich >eyn würde, w ie ihre dem Kahl 17 lo. den 4. May gegebene Erklährung lautet. Nach, durch Gottes Gnade, im .Fahr 1714 auf- ^ehörter Seuche, haben die .luden sich des Platzes {von welchem ieh oben zu reden angetauten) ihre Todten daselbst zu begraben, nicht bedienet, sondern bringen ihre Verstorbene, von benandter Z«*it her, wieder nach vorher gemeldte ( )erh,r. Aul' dem Platz halieu sie einiir niedrig Gebäude autletuhrot. und einen Sollt (aus welehem sie Wasser pumpen) graben lassen. Die den 2.'b Sept.!•:,<>) M, M(.lK.,lr Memorialia sind von Hr. Lt. Kursen einem unser Zeit wohlbekandten Advoeat«» ausgofertiget. weil Hr. D. th<> Bühren, weifen seiner Schwiegerschafft mit dem Land-Herrn D. von Somm, verlanget, dass die. Sache einem andern au lifo trafen mögte Wiarden", i >ie Sache seheiut dem \ ertas>er obiger Zeilen doch viel Kummer '»ej-ritet zu haben, denn nach Mittheilung einiger anderer Facta aus »ien folgenden Jahren, kommt er darauf zurück und sagt: ,. Ich itabe nicht gefunden, dass in IM). Jahi-en unsere Brunnen-Yerwandtsehafft was betroffen, dass sie an ihrem Recht beeinträchtigen mögen, und nun haben wir funfftehalb Jahr keine Anfechtuni; erlitten, dass aber bald was nachthciliges sich kau hervor thun, und Stand greiffeil, des ist ein bewehrtes Exempel die erzehlte Begebenheit mit denen Juden. Wir haben l'rsaeh über unsern Nutz und Recht zu watdien......Sölten wir auch nach Jahren die Quellen, welche auf dorn denen Juden eingethaneu Platz befindlich, zu unsern Willen erhalten können, würde solches ebenmässig uns zuträglich sevnfct. Diese Hoffnung ist nicht realisiert worden, denn der Grindelfriedhof ist bis auf diesen Tag im Besitz der jüdischen Ge-