Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Folge. Dritter Jahrgang (1907)
- Issue
- 2 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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- 44 todten Leiehnahmen, zu befahren, «las Sehnen naeh unsenn Wasser solehermassen in einen Eckel verwandelt werden wird, und unser heilsames Vorhaben dadurch vernichtet, gehende unsere Gedaueken dahin, von dannen aus, allwo nicht wenig Hauptsehöne Quellen anzutreffen, uns um derer "Erhaltung zu bewerben, unsere Vater-Stadt solcher Gestalt reichliche! mit Wasser zu versorgen, und den Abgang und Verderbung gesunden Wassers zu ersetzen, so haben wir solches alles E. E. und lloehw. Raht vorgetragen, und. dass denen Juden ein anderer Platz, nachdem es daran gar nicht fehlet, angewiesen werden möge, gebeten; Den 17,Un, 22sf'" und l\()-u'u Oetobr. 1714. um ein Decret angehalten, aber >tat solches zu erlangen, erfuhren wir im Jahr ITlf). dass die Juden bev E. E. Kaht und der Cännuerey starck ansucheteu um Befriedigung ihrer Grabstätte, damit nicht die todte Leichen von den Hunden und Schweinen aus der Erde, gerissen und weggesehleppet werden möchten, sich beruhende auf die von Verordneten der Cämmerey ihnen 1718 den 4t, M May wiederfahrne Verwilligung auf Anbringen des Land-Herrn Johann von Somm D. im Nahmen E. E. Rahts, dass sie die Befriedigung auf ihre Kosten thäten, und vernahmen wir ferner Anfangs Septembris gedachten 1715den Jahrs, dass durch gemeldten Herrn von Somm von Rahts wegen die Befriedigung auch ihnen, »luden, zugestanden. Wir Hessen uns das darüber den 19,i,M August ausgegebene Decret den 4:'!1 Septembr. ausschreiben, und ersahen aus demselhigen, dass denen .luden, die Befriedigung mit einem Zaun oder Stakkct zu bewerkstelligen, erlaubet worden, doch solchermassen dass es uns an unsern habenden Recht unverfänglich sev. Wir hielten darautf den l>trn und 11,,u Septembr. bev Uaht an, dass uns der Juden Bittschriften an E. E. Bäht und Verordneten der Cämmerey. E. E. Bahts Decret am 21",,n August, der Cämmerey-Verordneten abgefasste »Schlüsse, belangend»' diese Sache, und der dieser Grabstätte y.uaest. wegen errichteter Vergleich, kund gemachet werden möge, damit wir unsere Gerechtsahme beobachten können, nachdem wir aber nichts erhielten, auch keines Decreti gewürdiget wurden, und Periculum in mora war, indem die Juden ihre verlangte Befriedigung mit einer Planeke zu bewerkstelligen; und mit derselben weiter auszufahren, als gedacht, anfingen, Hessen uns das denen Juden den 21slen August, ertheiltes Decret auf unsere Unkosten geben. In demselben hat E. E. Hochw. Raht die Befriedigung mit einer Planeke zu thun, zugestanden. Wir beklagten uns den 23. Septembr. über der Juden Verfahren, und dass wir unerhört gelassen würden, zeigeten daneben an, dass wir nicht ohn unsern grossesten Xachtheil (welcher oben schon angeführet) zugeben können, dass denen Juden einen immerwährenden Kireh- Hoff oder Grabstätte am angewiesenen Ort zu haben vergönnet