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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1907-01-01 · 2 (1907) · p. Seite 43

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Folge. Dritter Jahrgang (1907)
Issue
2 (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 43 (sequence 11)
Language
German
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4H — Zur Geschichte des Grindelfriedhofes in Hamburg. Kin«- Krgänzun«.: zu Heft XII d«-r „Mitteilungen". V.m Ih. 1. H.-i'kscln-. Eine kurze Geschichte des Grindelfriedhofes in Hamburg bat der ehemalige Gemeindcsekretiir M. M. I laarbleieher in seinen ,.Z\vei Epochen aus der Geschichte der Deutsch-Israelitischen Geineinde in Hamburg" S. 215/10 mitgeteilt, naeb einer Akte, welche sieb in dein Grundstein des Vorderhauses (des FriedhofeingangesV) befindet. Danacb besassen die «luden bis 17EJ in Hamburg keinen Begräbnisplatz, sondern begruben ihre Toten in Altona und Wandsbek. Erst die Heimsuchung durch die Pest in diesem Jahre führte dazu, dass der Hat sieh veranlasst sah. einen solchen anzuweisen. M. Grunwald in ..Hamburgs deutsche .luden bis zur Auflösung der Dreigeineinden 1S11U IS. 50 erweitert diese Angaben dahin, dass schon 1711 d. 2H. Sept. den Juden bei der Sternschanze vorläufig auf' zwei Jahr «'du Platz von 2O0 □ Fuss zum Friedhof überlassen wurde, um dessen Einfriedigung mit einer Planke die Vorsteher Berend Salomon und Abraham Rothschild am 4. März 171H nachsuchten (Akte im Hamb. Staatsarchiv Cl. VII. II. f. No. 5, Vol. 7i. Damit dürften die Juden zunächst wohl zufrieden gewesen sein: aber ganz ungestört sollten sie sieb in ihrem Besitz doch nicht fühlen. Das entnehme ich aus der: Verhandelung I >erer Sachen, Welche angehen Die Verwandte des Feld-Brunnens Ausser dem Hamburgischen Damm-Thor, Im Jahr 1711 zu Papier gebracht, nunmehr aber gemehret, gebessert, und auf Regehr Gedachter Brunnen - Verwandten, In Druck gegeben von Philippo Boone. Mitt-Gliede am ernantten Brunnen, Im Jahr Christi 1722. Hamburg. Gedruckt bey Conrad Neumann. E. Hoch-Edlen Iloehw. Rahts Buchdrucker. Es heisst daselbst S. 123 ff: ,,Die -Mildere. Cnlust entstund im Jahr 17lo. Im Oetobr. vorigen Jahrs hatte sich eine ansteckende Seuche lassen spühren in unserer Neustadt, nachdem nun dieselbe in ernandtem 1713den Jahr sich verbnutete, und Ceberhand nahm, sperreten unsere Nachbahrn die Wege» und Zugänge nach diese Stadt; Die Juden wurden durch gedachte Einschliessung ebenfals gehindert, ihre Todten nach Altonah, Ottensen und Wandesbeck, (da sie ihre Grabstätte haben) zu bringen, und suchten derowegen dass ihnen von der Stadt ein < >rt, da sie ihre Todten begraben konten, angewiesen würde; sie erhielten es auch. Wenn aber der angewiesene Ort unser (Quelle nah, hoch lieget, das Wasser seiner Natur nach über und unter der Erden von der Hohe nach dem Niedrigen fort arbeitet, daher eine Verderbung unsers schönen Brunnen-Wassers, bey unfehlbarer Fäulung der

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