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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1907-01-01 · 1 (1907) · p. Seite 9

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Folge. Dritter Jahrgang (1907)
Issue
1 (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 9 (sequence 12)
Language
German
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<) — den Inhalt vergleichen. So finden wir z. 15. auch im Albertus Magnus (II, 72): Wahrhalitige Prognostiea aus Egypten, welches in Ihro königlichen Majestät bestellten Dr. Plein. Horattii Astronomi Turnelli Hibliorhek gefunden worden, wie folgt: Ks sind nämlich 42 Tage unglücklich in dein ganzen Jahr, wie solches ein griechischer Schriftsteller bezeuget, welcher Mensch an einem solchen Tage kra.uk wird, kommt nicht leicht davon. Dann werden diese Tage aufgezählt, worauf es heisst: iliebei ist zu bemerken: 1) Wenn ein Kind in diesen Tagen geboren wird, bleibt es nicht lange am Leben, und wenn es auch am Leben bleibt, wird es armselig und elend. 2) Wenn sich einer in diesen Tagen verheiraihet, die verlassen gerne einander, und leben in Streit und Armuth usw. Als Mittel, um zu wissen, ob ein Kranker aufstehen wird von seiner Krankheit oder nicht, finden wir bei Albertus Magnus: 1) Nimm ein Bisslcin Hrod, Streich s dem Kranken an die Stirn, gieb's einem Hund zu fressen. frisst ers. 30 bedeutet es das Leben, frisst er s nicht, so stirbt er. 2) Mau nimmt ein wenig Speck, reibt des Kranken Fusssohlen damit und wirft den Speck darauf einem Illinde vor. Frisst ihn der Hund, so wird der Kranke wieder gesund: wo nicht, so stirbt er. (Also last wörtlich übereinstimmend mit dem aus r,-"1C CvJ#,w von Ramban zitierten Mittel!) Für seh wergebärende Frauen gibt Albertus Magnus eine ganze Reihe von Rezepten an, wobei das Rinden auf den Leib ebenfalls vorkommt. Statt Ohrenklang schreibt, Albertus Magnus Ohrenzwang und gibt dafür folgendes Mittel: Kin Quentchen Seorpionöl mische mit einem halben (Quentchen süssem Mandelöl und lasse es warm werden. Nachdem sich nun der Patient auf das Ohr gelegt hat, welches ihn nicht schmerzt, so dass das Böse oben ist, tröptie man ihm in dieses einige Tropfen von dem < )el, so warm er es leiden kann, und lasse ihn einige Stunden, still liegen. Ks wird unfehlbare Linderung bringen; sollte es aber nötig sein, so kann man den Oebrauch des Oels wiederholen. Zur Herbeischall umr eines Diebes führt Albertus Magnus 1 nicht weniger als eilf verschiedene Mittel an. Die meiste Aehnliehkeit mit dem in unserer Handschrift sich findenden hat folgendes: Wann einem etwas gestohlen worden, dass es der Dieb wieder bringen muss. (2ehe des Morgens frühe vor der Sonne Aufgang zu einem Birnbaum und nimm drei Nägel aus einer Todtenbahr oder Hufnägel, die noch nie gebraucht, mit, halt die Nägel gegen der Sonne Aufgang, und sprich also: O Dieb, ich binde dich mit dem ersten Nagel, den ich dir in deine Stirn' und Hirn thu schlagen,

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