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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1907-01-01 · 1 (1907) · p. Seite 8

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Folge. Dritter Jahrgang (1907)
Issue
1 (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 8 (sequence 11)
Language
German
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Durch Zufall bin ich selbst seitdem ebenfalls in den Besitz eines solchen Buches gelangt. Auch meine Ausgabe besteht aus vier 'Feilen, doch ist als Druekort nicht wie dort „Braband". sondern Keading bei Louis Knsslin und ausserdem noch das Jahr 1S52 angegeben. Auch der Titel ist ein anderer. Die drei ersten Teile trafen als Lebersehrift: Albertus Magnus bewahrte und approbirte svinpathetisehe und natürliche egyptischc <ieheimnisse für Menschen und Vieh, während der vierte sich ausgibt als das Buch der (ieheimnisse. Line Sammlung von zweihundertundsechzig, besonders magnetischer und sympathetischer Mittel wider Krankheiten, körperliche Mangel und Lehel und zur Beförderung anderer nützlicher und wohltätiger Zwecke. Vermächtnis eines sterbenden Vaters an sein»» Söhne. Vierter Teil des Albertus Magnus. Dritte mit einem Anhang vermehrte Antiare. Keading 18f>2 bei Louis Knsslin. Nach dem Vorberieht soll der Herausgeber das Manuskript dieses vierten Teiles im Jahre 1S14 in Frankreich in einem gänzlich ausgeplünderten Schlosse oder herrschaftlichen Landhaust» unter mehreren anderen umherliegenden Büchern und Papieren gefunden haben, und vorzüglich soll ihn die ihm in die Augen fallende deutsche Schrift auf dasselbe aufmerksam gemacht haben. Schon der Vergleich dieser Vorreden mit derjenigen in unserem Heilmittel- und Kezeptenbuch zeigt uns einige Aehuliehkeir, indem hier wie dort einem etwa beim Leser auftauchenden Zweifel über die Zweckmässigkeit der angegebenen Mittel entgegengetreten wird. So lesen wir z. B. in der Vorrede zum 4. Teil: ,. Freilich wird die grössere Anzahl der jetzigen Aerzte. sowie die sogenannt** gebildete Welt, weicht» Sympathie und dergleichen für lächerliches (Gaukelspiel erklären, heim Anblick dieses Buches es ohne weiter«* l'ntcrsuehung als mystisch, lügenhaft und als das Werk eines geheimen (Quacksalbers verdammen." Weiter weist dann der Verfasser auf die vielen rätselhaften und wunderbaren Dinge hin. die noch in der Welt zu linden sind, und fährt dann fort: ..Woher kommt es z. B., dass ein gesehälter Borsdörfer Apfel gleich einer Laxanz wirkt, wenn man ihn mit einem Messer gegen die Blüte zu schabt, und dann isst: da er hingegen gegen den Stil zu geschabt und gegessen, stopft? Warum stillt d^r rothe Beifuss, sobald man ihn von unten herauf abschneidet, die Monatsrlüsse: da hingegen derselbe, wenn man ihn mit dem Messer abwärts gegen die Knie zu absehneidet, die MonatsHüsse befördert?*4 usw. Auch bezüglich des Kostenpunktes finden wir im 1. Teile: «Und so enthält diese Sammlung eine Menge »probierter Kunststücke, dass jedes derselben mehr wert ist, als der Leser für das ganze Büchlein bezahlt." (ieradezu frappant aber ist die Lebereinstimmung. wenn wir

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