Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Folge. Zweiter Jahrgang (1906)
- Issue
- 3 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 97 — welchem Wege, wieder zu ihm kommen, und ihm sehreiben, ob •er nach „Padan Aram", nach der Stadt „des Sohnes des Gomer" *) sich begeben wolle . -nyb nsrr, . di-hb psHD znyoDi micn . cn« pst> i^n dk) .(nm ^tr 1:2 Dipc2 -frn cas In einem weiteren Briefe (n21E2 l1? p^notP U"}1?) an seinen Lehrer schreibt Joel, dass er nach Prag gekommen und nach des Adressaten Vater sich erkundigt, aber die Auskunft erhalten habe, dass jener sich früher in Prag aufgehalten (f. 4b). Als einen gründlichen Kenner der mystischen Literatur bezeichnet er f. 5 seinen Schwestersohn Mardekai. Seinem Lehrer teilt (? der Vater unseres) Joel (f. 5b) mit, dass er in Udine eine Stellung als Hauslehrer für 40 florins (üTilD) jährlich ausser den Unkosten für Verpflegung angenommen habe, dafür aber-seinem Brotgeber auch sonst leisten wolle, was in seinen Kräften stehe, da es ein als ausgezeichnet bekannter Herr sei, auch habe die Frau des Adressaten vieles mit seiner Hausherrin gemeinsam. „In Sachen des Fürsten (oder Bischofs), (? ccq%(av) hat Dir Dein Bruder David bereits geschrieben, dass Du die 16 Batzen, welche ich Deinem Bruder gegeben habe, meinem Sohne Mo sehe schicken mögest, welcher jetzt mit seinem Gefährten Jakob Aschkenaz auf der Jeschiba des Rabbi Schakna2) weilt. Mosche braucht das Geld dringend. Sende es ihm so bald als möglich durch einen zuverlässigen Boten und bitte Deinen Verwandten ("pnnCE) Schakna, dass er auf meinen Sohn besonders achte und seiner Erziehung sich widme, wie ich es nach Kräften mit Deinem Bruder tun will ..." f. 6b wird über Möschens Gesundheitszustand berichtet, ferner über einen Brief, den er durch Jacob Achkenaz gesandt, der in Gesellschaft E. Davids, des Bruders R. Schakna's, Fischlin (p2nl), gekommen sei. Der Briefschreiber soll *) Ein Sohn Goniers war nach Gen. 10,3 Aschkenaz. Hier liegt wohl eine Anspielung auf den unmittelbar darauf erwähnten Jakob Aschkenaz vor. Mit Beziehung auf den Stammvater Jakob dürfte alsdann Padan Aram („Aram" für „Rom" und „Mchtjüdisch" überhaupt ist bekannt, auch in unserem MS oft so angewandt) etwa für Padua gewählt sein. Sollte Joel aber den gleichzeitigen berühmten aus Udine gebürtigen Staatsmann Salomo Aschkenazi meinen, so wäre in yifö Udine (Weiden p^) zu sehen. Jedenfalls wird auf einen oberitalienischen Ort hingezielt, sonst läge der Gedanke an Paris, durch Umstellung der JBuchstaben aus HS1"!? 80 heisst bekanntlich ein anderer Sohn Goniers, (vgl. Perles Beiträge S. 3) nahe liegen. S. 154 findet sich der Ortsname 'Elp^p. wohl Calcio? — Monselice (a. a. 0.) ist die bekannte Geburtsstadt Abr. Jageis. 2) Der bekannte Schüler Jakob Pollaks in Prag und Verbreiter seiner pilpulistischen Methode in Polen.