Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Folge. Zweiter Jahrgang (1906)
- Issue
- 2 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 59 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Untern Zappen (Zapfen) dort, Soll fein mein Ort. Oi wie kenn me leben usw. III. Sisser Wind, lof miaeh de Ssechie (Glück) hoben, Du follst mir e Menschen eher trugen, K'de (damit) er foll e Fläschele Bronef Af mein Mazewe (Grabstein) eraufschlugen (einmeisseln), K'd6 des Kewer (Grab) blickt (?) Es liegt e Schikernik. Er if gestorben jüng, Gor ohn e Trünk. Oi wie kenn me usw. IV. M'kone bin iach (ich beneide) den Voigel Wus er tüt flieen, Dorch mein Städtel tüt er äch zieen. Sisser Voigel hör mein Spekulazje, Un gedenk, Tü mir grissen jede Propinazje Un jede Schänk. Mach bekannt In ganzen Land Schikürim follst dü fugen, Se follen nuch mir klugen. Oi wie kenn me usw. V. Mi onoichi ki saäne (Wer bin ich, dass du mich erhörest); Iach bet diach Gott e Bakosche (Bitte) e kläne: Nor dus äne will iach hüben Du follst mir e Fläschele Bronef in mein Kewer begruben, Damit wenn iach war T'chias ha mSssim (am Auferstehungstage) aufstehn, Soll iach hubn, mein Harz zü derluben (erlaben). Damuls warn Schikürim läfen Zü mir Bronef käfen, Un iach war hüben ungegrachent (vorrätig) vün früh'r. Oi wie kenn me usw. (Anmerkung. Dieses Lied stimmt — soweit sich dies nach der Uebersetzung beurteilen lässt — nahezu wörtlich mit der von B. W. Segel im Zbior wiadomosci do antropologii krajowej XVII, 311 ff. in polnischer Uebersetzung mitgeteilten ostgalizischen Fassung. Nach dieser wäre der entstellte Vers III, 5: K'de des Kewer blickt, etwa zu verbessern in: K'de wer es get e Kück, foll wissen, es liegt usw. A. L.) 1*