Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Folge. Zweiter Jahrgang (1906)
- Issue
- 1 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 47 — VI. Die Matrosn, wos treibn dem Iberfuhr, Hobn bei sieb an ander Katar: Sej heiin gor nit. Es nmss sej wejnig interissirn, Wos jene schrajen, mi soll sej gich ariberfihrn; Sej seinen schejn derinnen ginit (erfahren). Sej bireehnen mit a Sinn: „Wos hobn mir (wir) zu heiin ahin? Mi wet (man wird) uns dorthin ejch nit lossn stejn. Die Mentschn, wos af jener Seit, Hobn doch ejch nit Zeit; Mir welln (werden) bald zuriek mussn gejn.tt VII. Wenn Mentschn wolltn mir gehört (mich hören würden), Wie die Matrosn hobn sich baklert (bedacht), Hobn mir gor nit wos zu heiin. Worim darfu mir (wozu brauchen wir) af gich fohrn, Kirzn unsere Johrn? Besser, wu mir seinen, Lomir (lasst uns) af jeder Ort varweiln. Birechnt af misumen (baar, genau), As mir welln schejn ahin kummen, Zi (ob) wet men uns dortn ruhig lossn liegn? Ot do kenn sein der Glick, As mi wet heissn gejn zurück, Iber a neis (aufs neue) in a Wiegele liegn. (Seelenwanderung). Till. Bei'n Iberfuhr is varan (vorhanden) a Ruder, Wos er hit (hütet) em wie a leiblichen Bruder, Er soll sach nit varkrimmen. Wenn es chapt em uf (ergreift ihn) a Sturmwind, Git men mitn Ruder a Kehr gischwind, Muss er schejn gleich (gerade) schwimmen. Wenn es hejbt sach uf die Welln, Es kenn sach zum Breg nit zustelln, Er kenn nit kummen zum Breg zu, Git men mitn Ruder a Kehr. Zi ahin, zi aher (hin oder her) Kummt er zum Breg un gifint (findet) sein Ruh. Der Sejger (die Uhr). I. Sog mir, du gildene Uhr, Wos is dein Angst un Pein?