Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Folge. Zweiter Jahrgang (1906)
- Issue
- 1 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 4:6 — Die ganze Mejre (Furcht), Die ganze More-Schchejre (Angst), Is nor imnittn, wu die Wasser is tief. Ot (russ. da) schreckt mich, ot flieh ich gich (schnell): Der Strom trugt dem Schif! III. Der Mentsch, b'ejs (zur Zeit, wenn) er is a Kind, Em (ihm) streckt (schreckt) nit kejn Sturm, kejn Wind; Er is noch bei'n erstn Breg. Wenn ich wer (werde) schejn alt, Ich berechn sach, wu ich halt, Ich bin schejn ariber die schreckliche Weg. Oft in mittele Johr'n Muss men heilindik (eilig) fohr'n In Sehreck un Hunger un Kalt. Ot bin ich nit sicher. Do muss ich fliehen gicher (schneller), Ich soll nit bleibn cholile (Gott behüte) inmittn Welt. IV. Die, wos darfn aber (herüber müssen) Is sej (ihnen) die Minut zu schwer, Sej hobn doch gor nit Zeit. Un die, wos darfn ahin (hinüber), Fliehen ejch (auch) wie ohn a Sinn, Sei solin nit bleibn af der Seit. Alle thuen sich heiin (eilen), Wie vun Bejgn (Bogen) die Feiln (Pfeile) Jeder will af schejm (schon? schnell). Mit ein Wort: Jeder zu sein Ort, Jeder heilt sach ahejm (heim). V. Der Mentsch, as (wenn) er wert gibor'n, Treibt er seine Tag un Johr'n, Zu der Älter (zum Alter) af gich zu kummen: Em willt sach (er wünscht) hobn a Kind, Wem a Sej de (Grossvater) gischwind: Dem Parom af gich ariber gischwummen. Wenn er derharrt (erreicht) schejn dem Glick, Un mi hejsst em gejn zurick, Wider getriebn sein Ferd Es wert tunkl' seine Ejgn (Augen), Die Hejch (Höhe) wert ein gib ejgn, Wieder kirick (zurück) zu der Erd.