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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1906-01-01 · 1 (1906) · p. Seite 38

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Folge. Zweiter Jahrgang (1906)
Issue
1 (1906)
Date
1906-01-01
Page
Seite 38 (sequence 43)
Language
German
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— 38 — anander ein Stimm ein grosse, dass man es so weit gehört hat, un' man hörete, dass die Knaben seine Kinder waren. Un' lang dernaeh arinannten sich die Knaben un' sie fingen an zu reden mit ihnen un' sie erzählten sich einer den anderen, wie es die zeit her ergangen un' sie waren allzugleich arfreuet un' der König machte ein grosse Malzeit zu seine Leuten un7 sie freu[t]en sich mit ihnen ein Freudung ein grosse un' er war nun ein Fürst un' seine Kinder Fürsten un' er gebietet seine Kinder, sie sollen fromm sein un' Gott fleissig dienen so, wert er sie allezeit helfen un' wenn gott einem Übels tun will, so weren seine Freund alle schweigen still, sie weren ihm nit helfen noch raten, sie weren abweichen von ihm un' weren sagen: ,er ist übel geratan.' so bleibt der selbig Mensch aliein, unter tausend sagt keiner : ,du bist mein 4 so aber Gott den Menschen wohl will, so weren seine Feind schweigen still, un' wenn die Feind wären noch so viel. Nun, die Schiffleut sahen alle die dasige Sachen un' höreten die Red die dasigen. Un' es waren sich viel von ihnen megajjer (nahmen das Judentum) an un es wurd' dar eine hübsche Kehilla (Gemeinde). Also ist daraus zu nehmen: der Mensch muss Geduld tragen un'soll alles vor gut annehmen un' a[u]ch die Armen trösten, wenn er ihn' schon(t) nix geben kann, so wert Gott seiner a[u]ch zu guten gedenken un' ihn behüten vor allen bösen aus unsren schwa[e]ren langen Galut (Verbannung) arlöscu un' uns brengen in Erez hakedoscha (das heilige Land) hinein, so weren alle trauenge Herzer erfreuet sein, solches tu ich Schreiber begehren. ich hoff,' H"sch"j (Gott) wert sich merachen sein (erbarmen) un' einmalt unser Bitt' gewähren, un' wenn mir wären fromm, wie mir sollten, so tat Gott wie mir wollten. aber dar weil unser Sünd seinen noch zu gross im' uns noch nit recht leid, so musen mir wohl warten von Gott die gesetzte Zeit. Dieses Maase (Geschichte) hab ich in ein Sefer (Buch) geschrieben [gefunden], welches ein Adam chaschub (ehrbarer Mensch) hat gemacht, ein Prager mit Namen NN.

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