Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Folge. Zweiter Jahrgang (1906)
- Issue
- 1 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— lüde Bethencourt zahlreiche Fehler nachweist und seinen eigenen Standpunkt aufrecht hält. — Es sei hier darauf hingewiesen, dass aus Grunwald: Portugiesengräber S. 101 sq. nicht ersichtlich, dass Cohen de Lara 5433 in Amsterdam war. 3) Die Chronik in dem Amsterdamer Kalender für das Jahr 5479 hat inzwischen Hillesum, aus dem Exemplar H. A. Wagenaar (Cat. rn"nK Versteigerung Levisson-Amsterdam 1904 n° 2094, jetzt in der Bibl. Rosenth.) im Centr. v. J. in N. 20 Jg. n° 2 vom 30. März 1904 mit lateinischen Buchstaben neu abgedruckt. Chajini Drucker, der Herausgeber des Kalenders, sagt am Schluss, dass er es aus tisd }\wh übersetzt hat. Die Abweichung von der Memoria erklärt Hillesum aus dem Streben Chajim Druckers, der Geschichte mehr Wahrscheinlichkeit zu geben. Die „Zeugnisse" werden nicht erwähnt und ebensowenig, dass Uri ben Aron Halevi der Verfasser der Memoria sei. Amelander im bxiw> mxtP druckt, mit kleinen Aenderungen, diese Chronik ab. Aus dem hier Mitgeteiltem wird auch Steinschneider: Die Geschichtsliteratur der Juden I. Frankfurt a. M. 1905 § 135 S. 110, 111 und im Nachtrag S. 179 ergänzt. Das bei Benjacob, 0. H. S. 423 n° 447 erwähnte Büchlein ist wahrscheinlich das oben im Briefe ausführlich beschriebene 21 n^yö yi"Di, das Benjacob unter diesem Titel nicht nennt. Das von M. Letteris in Kellers Bikkurim I (Wien 1864) S. 53 erwähnte, in holländischer Sprache in Amsterdam 1715 erschienene Büchlein existiert wohl nicht. 4) Den historischen Kern des Komans der Maria Nunez in England nimmt auch Grätz: Geschichte der Juden IX (Ed. 4) S. 479, sowie Luden Wolf in seinem „The Middle age of Anglo-Jewish history 1290—1656" in Papers read at the Anglo-Jewish historical Exhibition. London 1888 S. 70 (jedoch mit dem Jahre 1590) an. Dass man als Ankunfsjahr nicht i 603, 1604 oder 1605 (wie de Castro, Cardozo de Bethencourt ^u.^d.^Lwollen) ansetzen kann, ist übrigens durch einen Zeitgenossen verbürgt. Hugo Grotius schreibt in seinen Annales et Historiae^ de rebus Belgicis (Amsterdam 1658, 8°) in Lib. VIII zum Jahre 1598 pg.l309: „Quin et Lusitania profugi, pars Judaeorum eo in regno reliquiae, ne patriae religionis interrogarentur, pars ob spem lucri majorem, urbis Amstelodami magnitudinem praeferebant." Da es nun wohl möglich ist, dass schon Juden in Amsterdam waren, ehe es offiziell konstatiert wurde, aber nicht möglich, dass Grotius, der^mit grosser Exaktheit die Geschichte seiner Tage bearbeitete, die Ankunft antidatiert haben würde, ist selbstverständlich ein späteres Jahr wie 1598 vollständig ausgeschlossen. Ob auch die Ausgabe der „Orden de Eos Hasanah y Kipur. Estampado por Industria y despeza de Franco de Mendo9a et Compania a primero deNisan 5364 (1604) s. 1. 8°" (St. C. B.n° 2430,