Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Folge. Zweiter Jahrgang (1906)
- Issue
- 1 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2638044-2638048-2638049--0198-2638386- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 9 — Mit allem Vorigen glaube ich Ihre Frage über die sogenannte Jacobsonsche Familien-Chronik (?) erledigt und die Note Steinschneiders über diesen Gegenstand HB. III S. 6—7 eingehend erörtert zu haben. [Schudt, Jüd. Merkw. I S. 270—315 bei Cassel, Juden S. 120 (nicht 210, wie St'der loc. cit. hat) und T. Pluim, De Vestiging der Joden in ons land, in Tydschrift voor Geschiedenis etc. Groningen 1900, XV. Jg. S. 156—165 trägt nichts zur Erhellung dieser Sache bei.] Nachschrift. Zu meinem vorstehendem Brief vom 3.—5. November 1902 ist Folgendes nachzutragen: 1) Die erste Ausgabe der „Narracao", von welcher ein Exemplar sich in dem Portug. Gemeinde-Archiv gefunden, übersetzte aufs neue in das Holländische Herr J. M. Hillesum im Centraalblad v. Isr. in Nederland 19 Jg. n° 49 vom 4. März 1904. Diese erste Ausgabe ist unter dem Titel: Memoria para os siglos futuros, in klein 4°, s. 1. e. a., aber mit der Unterschrift: Amsterdam 10. Kislev 5471, wahrscheinlich bei Moseh Dias gedruckt, im Ganzen 8 Seiten, wovon die letzte blanco. — Eine französische Uebersetzung erschien in Archives Israelites de France. III (1842) p. 438—442, nach einer englischen in The Voice of Jacob (mir nicht zugänglich). Eine deutsche, nach der holländischen in den Jaarboeken, erschien in der Monatsschrift H (1853) S. 157—159. 2) Eine französische Uebersetzung der „Zeugnisse" unter der „Memoria" gab Carmoly in seiner Eevue Orientale III. (1843—44) S. 403. Im Centr. v. Jsr. in Nederland 19 Jg. n° 51 vom 18. März 1904 unterwirft Hillesnm den Inhalt der „Memoria von 1711" einer scharfen Kritik und kommt . zu dem Resultat, class dieselbe eine ßuchhändler-Eeklame war, bei inhaltlichem Unterschiede von de Barrios muss immer diesem gefolgt werden. Die Zeugnisse von de Barrios sind echt, die der Memoria überarbeitet. UriHalevi war kein Chacham, nur Mohel, Chazan und Prediger. Gegen seine Beweisführung worin er auch 1593 alsAnkunftsjahr der Portugiesen in Amsterdam annimmt, schrieb Cardozo de Bethencourt (aus Lissabon, damals in Amsterdam) in Nieuw Isr. Weekblad n° 47 vom 6. Mai 1904 einen Artikel — auch als Brochure u. d. T. „Aankomst der Joden te Amsterdam" Amsterdam 1904, kl. 8°, 16 SS. —, worin er beweisen will, dass Uri Halevi wohl Chacham war und die erste Niederlassung erst ca. 1605 stattgefunden hat. Hillesum schrieb hiergegen im C. v. J. in N. 20 Jg. n° 13, 14, 15, 16 u. 25 eine Artikelserie — auch als Brochure u. d. T. „Uri-ha-Levi. De erste Mohel, Chazzan en Predikant der Port. Joden te Amsterdam in het jaar 1593" Amsterdam 1904, kl. 8°, 51 SS. —, worin er bei Cardozo