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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1905-01-01 · 2 (1905) · p. Seite 167

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Reihe. Erster Jahrgang (1905)
Issue
2 (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 167 (sequence 75)
Language
German
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— 167 — künftige Woche den Pass, der vom türkischen Gesandten überschrieben sein muss. Meine Frau, die Sie und Ihre Frau Gemahlin grüssen lässt, und ich, wir hoffen noch immer, dass Madame Levy Sie wieder begleiten wird. Herr Dr. Frankel grüsst Sie. Ihr Graetz. c) Breslau, d. 7. Jan. 66. Geehrter lieber Freund! Es war mir recht erfreulich, wieder einmal Brief von Ihnen zu haben. Es ist richtig, dass Sie in meiner Schuld, standen. Ich würde indessen nicht auf meinem Rechte bestanden haben, wenn ich nicht Scheu getragen hätte, Ihnen zu schreiben. Denn ich hätte von der palästinensischen Reise sprechen müssen, und ich wollte auch nicht einmal eine sanfte Pression auf Sie üben. Jetzt ist [es] freilich aus mit jeder Aussicht. Da Sie nicht mehr mein Gefährte sein wollen oder sein können, so denke ich gar nicht mehr daran. Denn allein kann ich sie nicht unternehmen, und ohne Sie wäre es so gut wie allein. Ohnehin heisst es in den Zeitungen, die Cholera sei von neuem in Alexandrien ausgebrochen. Sonstige Neuigkeiten habe ich wenig mitzutheilen. Die Meinigen sind G. s. D. alle wohl. Dass ich französirt und englisirt werde, wissen Sie wohl schon. Ich bin neugierig wie sich "UN und >0"! in französischem Dandy- Rock und in englischer Tracht ausnehmen werden. Dass das Seminar Dr. Bernays verliert, haben Sie wohl schon aus der Zeitung gelesen. Wir erleben schon an unserem Seminar T»T1 "j^H 1H« Dr. Perl es' Abgang von Posen ist noch nicht so gewiss. Wie ich höre, wollen die Conservativen, die Alten, Anstrengung machen, um ihn in Posen zu behalten. Und sie thäten recht daran; er ist ein wackerer charaktervoller Mensch. Ihr Gedicht hat mir sehr gut gefallen, und ich beneide Sie um diese Gabe. Indessen will ich Ihnen doch beweisen, dass ich kein gar zu schwacher Kritiker bin. Für vollendet halte ich die Yerse nicht. Wird Sie der Klee oder ähnliche CpyiT nicht bald hierher führen? Im Grunde habe ich Sie doch schon lange nicht gesehen. Yiele Grüsse an Ihre Frau Gemahlin von den Meinigen und mir. Grüssen Sie auch Ihren wackern Yetter, Herrn Levy in Poizin, der unserem Seminar seine Theilnahme so zuvorkommend erwiesen hat. Ich grüsse Sie Ihr Freund Graetz. 7) Oberrabbiner Dr. W. Landau, Dresden an Dr. M. A. Levy, Breslau. Dresden, d. 24ten April ^XSIO) 1S53. Treues altes Haus! Dein liebes Schreiben habe ich vorgestern Abend beim "HD erhalten und mich natürlich recht sehr damit gefreut. Ich antworte schnell und kurz; denn

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