Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Reihe. Erster Jahrgang (1905)
- Issue
- 2 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 99 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 99 — Joseph in Posen an sich nehmen mit dem Rechte, sie dem Drucke . zu übergeben. Seltsam hat es mich berührt, dass noch besonders eines „Lotterie-Zettels" im Testamente Erwähnung geschieht und mit den Worten .m 1212 'n ^hn „vielleicht, class Gott Glück giebt", spezielle Bestimmungen über den eventuellen Gewinn getroffen werden. Hiernach sollte der erhoffte Gewinn in fünf gleichen Teilen der Frau, den 3 Söhnen und den 2 Töchtern (ein Gewinnanteil) zufallen. Wäre jedoch der Gewinn so hoch, dass ein Anteil mehr denn 80 TL betrüge, so hätte die Wittwe nur auf 80 Taler Anspruch. Der Ueberschuss gehöre den Kindern. In einem Kodizill vom 24. Schewat 5561 wird bestimmt, dass der Ehefrau Dina in Anbetracht ihres treuen hingebenden Waltens 30 Taler mehr, also 150 Taler aus dem Nachlasse gezahlt werden sollten. Die einzige Mahnung an die Kinder, die Stiefmutter in Ehren zu halten, unterbricht den geschäftsmässig nüchternen Ton des Dokuments. An einem Sonntag, dem 24. Cislev 5563, dem 19. Dezember 1802 hatte Eliah Levin liochbetagt sein Erdenwallen vollendet. Noch am selben Tage wurde seine Hülle der Mutter Erde übergeben. Wenn auch im Testament keine ausdrückliche Bestimmung enthalten ist, so ist es doch höchst wahrscheinlich, dass er persönlich den Wunsch geäussert hat, ohne jede grössere Trauerfeierlichkeit bestattet zu werden. Im Totenregister wird seines Heimgangs mit folgenden Worten gedacht: Unter Nr. 206 ibpn. Tonn yixjn mn p UT^npi nix h"i rvhx n"iD hmn yiKjn 2in u i2p2) vhoz iud x nv "tss: ptDö noiöi p~n n"iD srnpm hxw lym uhjd mts yhwi ü"nn -imn mm rvnn inoBU diu .px whjd p cwnpn rnns man uidt Seinem Namen, dem Namen seines Vaters, der Bezeichnung seiner Würde und Stellung und der Angabe des Todestages ist die Bemerkung hinzugefügt: „Er möge vor dem Throne Gottes für uns und ganz Israel ein Fürsprecher sein, und sein und seiner Väter Verdienst stehe uns bei. Amen". Nun wollen wir an der Hand der dem Testamente beigefügten Verzeichnisse das Interieur der Babbinerwohnung kennen lernen. Wohl aus dem engen Flur trat man sofort in die Vorderstube ein, welche zugleich Empfang-, Arbeits- und Wohnzimmer des Rabbi war. Auf einfachen Regalen waren die Bücher postiert, die den