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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1905-01-01 · 1 (1905) · p. Seite 51

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Reihe. Erster Jahrgang (1905)
Issue
1 (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 51 (sequence 55)
Language
German
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— 51 — Ausstellung im Haag verliehen wurde1). Noch 2 holländische Zeichner: Moyse Levy und Mayer Levi („travaillent en crayons"), die um die Mitte des 18. Jahrhunderts aus Amsterdam nach Paris kamen, lernen wir aus den früher bereits erwähnten, die Juden betreffenden Pariser Polizeiakten kennen2)* Auch mit einem jüdischen Miniaturmaler machen uns diese Akten bekannt. Raphael Bachi, der zwischen 1753 und 1759 aus Turin nach Paris gekommen war, und den sie „peintre en rainiature, de beaueoup de talent" nennen3). Einen weiteren jüdischen Miniaturmaler: Mayer dit Gustave (Eue Saint-Honore 508) finden wir 1790 dort in der Liste der Mitglieder des Clubs der „Section des Tuileries" aufgeführt4). Die Namen zweier anderer Pariser Maler: Elkan, der aus Nancy stammte, und dessen Sohn Elie werden während der Revolution gelegentlich einer ganz kindischen Denunziation genannt5). Um Mitte des 19. Jahrhunderts aber arbeiteten dort neben den im ersten Artikel angeführten jüdischen Künstlern auch noch die Maler Lazarus Wihl6), Edouard Moyse (Bruder des Artilleriegenerals ßernard Abraham)7) und der 1816 in Besangon geborene, 1885 in Genf verstorbene Henry Baron, von dem Müllers Künstlerlexikon sagt: „Seine äusserst reizend komponierten und gezeichneten Bilder haben eine brillante Färbung4'8). Von einem Kupferstecher F. Moyse kennen wir zwar einige Blätter mit Darstellungen aus dem jüdischen Familienleben (La benediction de 1'aieul, une discussion theologienne, un philosophe), es war aber nicht zu ermitteln, ob er Jude, und etwa ein Bruder des Edouard Moyse war, was aber beides sehr wahrscheinlich erscheint. Konnten im ersten Artikel aus Oesterreich-Ungarn nur wenige, der älteren Zeit angehörende jüdische bildende Künstler nachgewiesen werden, so können auch hier nur noch vier weitere benannt werden, von denen zwei, die aus Ungarn stammenden Kupferstecher Kohl mann und Ehrenreich, in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts arbeiteten9). Von Letzterem sagt Nagler (IV): „Ehrenreich, Graveur und Kupferstecher in Wien, ein jetzt (1837) lebender Künstler. Er arbeitet in Punktiermanier, und Proben seiner Kunst findet man im neuen Graleriewerk des Belvedere. Ehrenreich ist eigentlich Petschierstecher." Der dritte, ebenfalls Kupferstecher, nannte sich Simon Argolese, hiess aber eigentlich xj Zeit. d. Jdnt 1867. S. 186. 2) Kahn, Les Juifs de Paris sous Louis XV. S. 44 u. 65. 3) Ebendas. 4) Kahn, Les Juifs de Paris peudaut la revolutiou. S. 120. *)*Ebendas. S. 309. G) Zeit. d. Jdnt. 1887. 7) Jew. Encycl. I. S. 99. 8) Ebendas. IL S. 543. 9) Jost, Neuere Gesch. d. Isr. I. S. 356. 4*

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