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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1905-01-01 · 1 (1905) · p. Seite 37

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Reihe. Erster Jahrgang (1905)
Issue
1 (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 37 (sequence 41)
Language
German
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p"Eb fetTTDD. Das Porauches wurde demnach von Elkana Naumburg a. 5474 (= 1714) angefertigt, und ist hiernach Elkanas Funktionierung in Fürth später anzusetzen, als dies im ersten Artikel geschehen, womit es auch übereinstimmt, dass Sehudt (a. a. O. IV. 2. S. 218) Elcanon, „Jüdischer Vorsänger in Fürth" 1713 als Beistand einer Ehefrau bei Erlangung ihres Scheidebriefs nennt. Seiner; des „berühmten Goldstickers", wird auch bei Kaufmann 7 Samson Wertheimer (S. 98. A.) gedacht. In Hildesheim tauchte aber auch ein anderer jüdischer Sticker auf, wie wir aus einem im Kgl. Staatsarchiv Hannover befindlichen Aktenstück (Hildesheim Dec. 1. Teil 51 Abschnitt. 1. No. 2) ersehen. Dort heisst es (S. 62b) im Protocoll vom 21. Mai 1732: „31., Gabriel Goldstick er 36 jähr aldt, wehre im Bambergischen zu Gibss (Küps) gebohren, seine Frau wehre aus hiessiger statt Moises Sanderss Tochter, womit Er 4 jähr geheyrahtet wehre, hette damit Ein Kindt, hette seinen Brueder alss gesellen bey sich, wie auch Einen Lehr Jungen, im dt wehre Churf. Hoff Goldsticker, hette keine concession zum Heyrahten, sondern vor seiner Heyrath bereitss das Churf. patent gehabt". In einem Aktenstück der Hildesheimer Dom- (Beverinsche) Bibliothek No. 355 wird in der „Denominatio" a. 1734 „Gabriel Goldsticker undt desselben Brüeder" als „nicht vergleidet" erwähnt1). Von anderweit genannten jüdischen Stickern aus älterer Zeit kann zunächst der „Stücker" Moses Salomon Moses in Königsberg angeführt werden, dem die Regierung nach langer Verhandlung mit der Kaufmannschaft und dem Magistrat 1748 die Erlaubnis erteilte, „eine kleine Boutique in einer wohlgelegenen Strasse zu halten und darin seine Stückereiwaaren auch ausserhalb des Jahrmarktes zum Verkauf zu stellen14 2). Dass sich auch in Schlesien im Beginn des 18. Jahrhunderts jüdische Sticker antreffen Hessen, kann nach dem, was oben bezüglich dortiger jüdischer Goldschmiede berichtet wurde, wohl kaum bezweifelt werden. Sicher aber lassen sich solche in Riga nachweisen, denn unter den 15 „hebräischen Familien", denen durch eine Verordnung der Statthalterschaft vom 5. Juli 1788 der Aufenthalt in Riga „bis auf fernerweite Verfügung gestattet wurde, wird unter No. 7 genannt: Samuel Moses Salomon „der Goldstücker", nebst Frau und Kindern. Söhne desselben dürfen wir wohl in dem Goldsticker Isaak Salomon vermuten, der am gleichen Orte im März 1814 namens der Judengemeinde an die livländische Gouvernementsregierung das Gesuch richtete, den Ankauf eines Hauses zu einem Bethause oder den Neubau eines J) Die Notizen betreffs Elkana und Gabriel habe ich Herrn Dr. Lewinsky zu danken. 2) Jolo.wicz, Gesch. d. Jaden in Königsberg, S. 75.

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