Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Reihe. Erster Jahrgang (1905)
- Issue
- 1 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- 18 - Kirchhof nachgewiesen werden, die er HEILBUT bezeichnete1), doch glaubt Gaedechens (a. a. 0. I. S. 63), wohl mit Recht, ihm auch die Begräbnismünzen auf die Hamburger Bürgermeister Jac. Albr. v. Sienen, 1800, und Franz Anton Wagner, 1801 zuschreiben zu sollen, die A. H. H. bezeichnet sind, was wohl Abr. Heilbut, Hamburg gedeutet werden könnte. Vermutlich fertigte er aber auch die Denkmünze auf das 50 jährige Amtsjubiläum des Hamburger Zollschreibers Griesbert Wilhelm Groverts, 1822, da Gaedechens (a. a. O. I. S. 201) von diesem Stücke sagt, dass Govert es liess, „von dem hiesigen Israelitischen Medailleur? anfertigen." Heilbut starb 18. Juni 1836, unter Hinterlassung einer Tochter (Jette), die unverehelicht um 1856 starb. Der Fall, dass sich jüdische Graveure nach dem von ihnen betriebenen Gewerbe den Namen Pach beigelegt, wie wir dies oben von Joseph Levin gehört, oder dass solche, wie der oben genannte Leb Levin ihrem Namen das Epitheton ChossemStecher anfügten, steht durchaus nicht vereinzelt da, und nennt das Hildesheimer Memorbuch No. 438 ebenfalls einen Petschierstecher Joseph Pach (n"ö ^ÖV), dßr Sabbathnacht, Erew Posch Chodesch Sivan 5536 (1776) gestorben, und anderen Tages beerdigt wurde. Er ist wahrscheinlich identisch mit dem Petschierstecher Joseph Israel, von dem ein im Königl. Staatsarchiv Hannover befindliches Aktenstück (Hildesheim Dec. I. Teil 51. Abschnitt 1. No. 2 S. 64b) im Protokoll vom 26. Mai 1732 besagt: „Joseph Israel 28 Jahr aldt, bürtig aus Berlin, seine Frau wehre des alten nun Mehro verstorbenen hiesigen Vorsangers Philip Hirsch Tochter. Er hielte sich wenig dahier auf, sondern alle Zeit in frembden Landen, hette noch keine Kinder, wehre aber drey jähr verheyrahtet und Ein pitschierstecher, dahero Er seyn brodt anderwerts suchete, seine Frau hielte sich bey seinem schwager Hersch Philip auff" 2). Auch der im früheren Artikel angeführte Medailleur Jacob Abraham wird in seiner Grabschritt genannt, und rühmt ihn auch Hartwig Wessely in seinem 2. Sendschreiben als Jacob Pi"D3). Ebenso wird er auch auf dem Grabstein seines Sohnes, des ebenfalls schon früher genannten Medailleurs Abraham Abramson genannt. Da Prof. Steinschneider (a. a. 0. Anmerk.) die Frage aufwirft: „Wo ist er begraben?" sei hier mitgeteilt, dass sich der Stein auf dem Begräbnisplatz Gr. Hamburgerstrasse, Reihe 34, Stein 3 befindet, seine Inschrift in deutscher Uebersetzung lautet: „Hier ruht Herr Abraham ') Gaedechens, Hamburgische Münzen und Medaillen. Hamburg, 1850—76. 3. Bde. I. S. 244. 2) Gef. Mitteilung des Herr Dr. Lewinsky. 3) Steinschneider in der Zeitschrift f. d. Gesch. d. Juden in Deutschland. V. S. 185.