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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1905-01-01 · 1 (1905) · p. Seite 15

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Reihe. Erster Jahrgang (1905)
Issue
1 (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 15 (sequence 19)
Language
German
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— 15 - 1755 und 1760 aufgeführt, so benennen dieselben für das Jahr 1769 zwei weitere jüdische Graveure: Mayer Moyse und Jacob Simon. Letztgenannter hatte für einen Fälscher das Wappen des Herrn von Trudaine gestochen, aber Buhot, der die Akten angelegt, bezeugt darin selbst, dass Simon hierbei keine Schuld traf. Ob der eben genannte, zwischen 1755 und 1760 in den Akten vorkommende Samuel Abraham identisch ist mit dem im ersten Artikel, als um 1809 in Paris arbeiteud aufgeführten Graveur gleichen Namens, muss dahingestellt bleiben1). Auch einige, in anderen französischen Städten zur gleichen Zeit arbeitende jüdische Graveure werden gelegentlich genannt, so führen die im städtischen Archiv von Lyon aufbewahrten Sterberegister der dortigen jüdischen Gemeinde aus den Jahren 1767—1787 unter den 32 in dieser Zeit beerdigten Juden an: 1773 Isaac Marcus, d'Allemagne, graveur sur metaux. und 1778 Enfant de Nathan, Allemand, graveur2). Später. 1824, wird ein Graveur A. Gaudechaux in Luxemburg als Mitglied der Gesellschaft zur Verbreitung der Künste und Handwerke unter den Israeliten von Metz (S. die Liste. S. 51) genannt, und erhielt im gleichen Jahre der Graveurlehrling Cerf Fribourg für seine Leistungen den Preis der gedachten Gesellschaft. (Ebendas. S. 4). Bezüglich des Pariser Graveurs Samuel Simon war im ersten Artikel der Vermutung Ausdruck gegeben, dass er ein Bruder des Graveurs Jean Henry Simon gewesen sei; dies findet sich bestätigt. Eine von Samuel verfasste Verteidigungsschrift, die er dem Komitee der öffentlichen Sicherheit überreichte, von dem er im Jahre III (1794) des Jacobinismus beschuldigt wurde, gibt uns einige Aufschlüsse über seine Persönlichkeit. Da die Anklage gegen ihn unter anderem besagte: „Qu'ayant une fortune peu aisee il faisäit des depeuses au dessus; il parait etre soudoye par quelques moyens secrets", so sagte er zu seiner Verteidigung: „II est vrai que je n'ai pas de fortune, raais j'ai du talent dans mon etat de graveur, beaucoup d'amour pour mon travail, puisque je n'existe que par lui, et que j'ai ma femme, une mere et im neveu a soutenir; d'ailleurs depuis Tage de dix ans que je travaille (j'en ai trente-cinq), il n'est pas etonnant, que je sois devenu habile dans mon etat; je suis occupe par Fadministration des Postes pour graver ses timbres, ses cachets, ses estampes, estampilles, etc., et generalement tout ce qui concerne mon etat. Depuis vingt-deux ans, sans compter mon surnumerariat (j'ai les pieces authentiques), je passe mon marehe au rabais avec cette administration pour toutes les fournitures." Da der Chef des Zentralbureaus der Druckereien und ebenso der Direktor der Posten der konstituierenden Versammlung L) Kahn, a. a. 0. S. 65 f. 2) Lewy, Notices sur les Israelites de Lyon. Paris 1894. S. 21.

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