Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 44-45 (24.12.1937)
- Date
- 1937-12-24
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ל$*ייי& w־* •£ \<2' s* ־»;. ¥:t?kf*': V, ,'’,'^V' 'V; ' <׳' 'Nh 144* * ifi Londoner aiöflistischen Kreisen für iödisfctttälifel er ächtfei ׳ 'v. ■2:’ Die Rajästirta-Regierüttg dementiert überdies die 'Mel* dttne aes »Fälastm«* wonach Kirkbride »ach Syrien gefefehickt :;;־,werden soll, ummit den verbannten Araber* führern über eine Lösung des Palästittä*Problems eu ‘yet* nändeln. א * - tm englischen Unterhaus erklärte Kolonienminister Ormsby Gore auf eine Anfrage, daß die in Aussicht genommene nette Kommission erst nach vollständiger Einkehr der Ruhe im Lande nach Palästina entsendet Werden 1Würde. Inzwischen dauert der Terror, wenn auch in kleinerem Ausmaße, fort. Auch in den letzten Tagen gab es Attentate mit Todesopfern. Trotz aller!Maßnahmen der länder setzen die Terroristen ihr Treiben fort. Emir Abdullah über das Palästina-Problem. Die »Kölnische Zeitung« vom 12. Dezember bringt feinen Bericht »Besuch beim Emir Abdullah«. Der Schrei- ^ber unterhielt sich mit dem Herrscher Transjordaniens über politische Fragen und kam hierbei auch auf den Plan einer Teilung Palästinas zu sprechen. Abdullah lehnte jede Stellungnahme ab und meinte; daß es sich dabei um eine Angelegenheit handle, die Genf angehe und bei der er nichts zu sagen habe. Er nehme aber nicht von vornherein• eine schroff ablehnende Haltung ein, wie die. anderen arabischen Führer in Palästina. Allerdings hob er nachdrücklichst hervor, daß, wenn es zu einer Teilung Palästinas kommen sollte, auf die. Araber in Nordpalästina ‘ Rücksicht genommen werden ■müsse. Als im Gespräch auch des Großmufti erwähnt wurde, meinte Abdullah, es gebe noch andere arabische Führer als tlen Großmufti. Zwei weitere Todesurteile. , . , . In den letzten Tagen wurden weitere zvvei Todesurteile gegen Araber, gefällt, die vor längerer Zeit Terror- ■ akte begangen haben, aber *erst jetzt ausgeforscht werden konnten. Vorbereitungen des religiösen Chinnuch. Mit Rücksicht darauf,, daß der Tcilungsplan und damit der Judenstaat zur Tatsache werden könnte, wurden in Jerusalem Konferenzen der Chinmichzentrale der Agudas Jisrocl, des Merkas Chinnuch Ilatorah und ,der Beth Jakob- Zentrale abgehalten, um eine Vereinigung aller religiösen Schulen und Chinnuchorganisationen anzubahnen. Man hofft, alle gesetzestreuen Kräfte, die Chinnuch-Arbeit 1m Sinne der Thora leisten, auch die orthodoxen Schulen der Sefardim, Jemeniten und der orientalischen Juden aller Observanzen, auf einer Linie zu vereinigen. Letzte Nachrichten. 1 Auch die allerletzten Tage brachten neue Terrorakte mit jüdischen fand arabischen Todesopfern. Andererseits ist ein zu in Tocle verurteilter Araber zu lebenslänglichem Kerker begnadigt worden. , . TR ׳Die -,Gerüchte über Kompromiß Verhandlungen zwi- sehen Juden und Arabern, die angeblich in Kairo und in Oxford ■geführt werden, verdichten sich. Authentische Fest- Stellungen können noch nicht gemacht werden. •Bemerkenswert ist, daß Außenminister Eden im tfuterhaus zum ersten Male in aller Deutlichkeit darüber Mitteilungen gemacht hat, daß Italien bei den Vorgängen im arabischen!Lager seine ■Hand im Spiele hat. Isdtiidtasfowakei Schöne Sijum-Fcier in Bratislava. Die hiesige Jugendgruppe' der Agudas Jisroel veran־ staltete ain vergangenen Sonntag eine großangelegte Sijum- Feier auf die bei ihren Schiurim beendete Masechos Sukko und Bechauraus. Nachdem die Vortragenden Rabb. Simon Slnasser und Herr L. Schaffer den Hadran gesagt haben, begrüßte der Präses der Jugendgruppe, Herr J. Salzer, bei ,;'einem schön gedeckten Tische die zahlreich erschienene ,Mitgliedschaft und anwesenden Baale Batim. Er bespricht in seiner Ansprache die Bedeutung ■des Lirniul Hathora bei׳abirn und fordert die Mitglieder auf, sich noch zahl- •;:,v rüicher in den von der Jugendgriippe veranstaiteten Uiglidien und wöchentlichen Schiiirim zu beteiligen. Rabb. ה. Strasser sagt vortreffliches Charifus und weist auch in seiner Megidus-Droscho auf die Wichtigkeit des Thora- Lernens in der Gemeinschaft hin, Herr L. Schaffer sagte auch schönes Charifus, worauf der liier zu Gast weilende Herr Rabb. Grünwald, Luzern, über Jugenderziehung eine schöne Rede hielt, schließlich hielt Herr ׳-J. E. Schwartz namens der Schiurimteilneluner eine mit Beifall aufgenommene Ansprache, in welcher er über die Notwendigkeit der Durchführung des Gelernten im praktischen Leben sprach*. Den gesanglichen Teil der S’udoh schel Mizwo besorgten auf vorzügliche Weise Herr N. Birnbaum, Kosice, u. a. ■ - * ־ י,׳' Generalversammlung der Jesode Hathoro in Bratislava. ־ . Sonntag, den 5. Dezember fand hier die Gener'alverr Sammlung dieser schönen Institution in Bratislava bei zahlreicher Beteiligung der Mitglieder statt, in wohldurchdachten Worten schilderte der Präses Herr 'Moritz Kohn die Leistungen des Vereines, wobei nur bemerkt sej, daß z. B. das Budget des letzten Jahres die nennenswerte Summe von nahezu Ke 230.000 beträgt und gedachte in warmen Worten des verewigten R’ Salman Lichtenfeld s. Z. 1., der sich um diesen Verein unvergängliche Verdienste erwarb. Nachdem Herr Vorsteher Arnold Kämpfner über die Kassagebarung referierte, aus welcher hervorging, daß die Subvention von seiten der Kultusgemeinde reduziert wurde, was im Verlaufe der sich anschließenden ׳Generaldebatte bemängelt wurde, nahin der anwesende Vorsteher, der Gemeincle, Herr Markus Fü|־st, für die Gemeindeleitung Stel- ■,״jung, da diese dies nur unter dem Zwang .der herrschenden Verhältnisse tat und beantragt, sich bezüglich einer Subvention bei der Zentralkauzlei zu verwenden, deren Verwaltungsmitgiied Herr Fürst ist, welcher Antrag von samtliehen Anwesenden mit Begeisterung mitgenommen wurde. Die darauf erfolgte Neuwahl brachte in der Zusammen- Stellung' der Leitung keine wesentliche Aenderung. Vorzügliche und billige Morilleiimm'nielade können Sie in 10 Minuten nach folgendem Rezept für Aprikosenmarinelade aus getrockneten Aprikosen bereiten, H kg getrocknete Aprikosen werden in tK Liter Wasser^ über;•;NäcKi-::§j»seweiGht. Am folgenden Tage werden die Früchte ׳idftrch..;,•die.•'■ Fleischmasch ine. getrieben und mif den! Einweichwasser und 1% kg Zucker unter Rühren zum Kochen Tgebrucht und 10 Minuten brausend gekocht. Dann rührt man den Inhalt 1 Flasche Opekta a K5 8,50 sowie den Saft von 1L-2 Zitronen in die Masse, läßt nochmals aufwaüen (4!—5 Sekunden) und füllt heiß randvoll in 1Gläser, die sofort mit angefeuchtetem Cellophan und Gummiring verschlossen werden. Präsident ßene§ erteilt einem armer die Elnreiseerlänbnis nach der Das Warschauer »Jiddische Togblat« bringt dieser Tage folgende Nachricht aus Bialistök: Der ״dortige Meinmed jizcnök Mozkewits richtete aus Anlaß der Wahl Dr. Bene!’ 2um Staatspräsidenten an ihn ein. sehr warmes GM* ttttationsschreiben und ersuchte ihn gleichzeitig* ihm als;bedrückten armen Mann .und seiner leidenden ■Familie *durch Einreise in die Ceehöslovakei, die bekanntlich allen ihren Minderheiten gegenüber mit Toleranz umgeht, sein Los zu verbessern, das in Polen ganz trostlös wäre. Sein Ansuchen blieb eine lange Zeit unbeantwortet» Nun aber Vor einigen Tagen erhielt der arme Melamed von der Kanzlei des Präsidenten Benes die Nachricht, daß seiner Bitte entsprochen worden wäre und daß er sich nunmphr an die Warschauer csl. Gesandtschaft wenden kann, um die nötigen Formalitäten zu erledigen. ..# .׳••..-׳ ■ Der soziale Hilfsverbartd für PJt.R. Das jüngst gewählte Präsidium des neugegründeten soz. Hilfsverbandes für P.K.R. hielt vergangenen Sonntag bereits seine *erste Sitzung in MukaCevo ab. die von Doktor Ldszlo, U?.horod, präsidiert wurde. Dr. Laszlo schildert in seinem einleitenden Referate die Motive, welche den Anlaß^Zur Gründung des Hilfsverbandes gaben und Wies darauf hin, daß dieselbe auch von der Regierung, empfohlen wurde, die ihm moralische ׳ und materielle Unterstützung zusicherte. Es Wird Aufgabe des Sekr. Ch. Katz sein', ׳den bereits vorliegenden Stäiutenentwurf Weiter auszuarbeiten und ihn der in kürzester Zeit einzuberufendeö General- Versammlung vorzulegen. Gemeindepräses!Kroo, Mukaöevo, begrüßt hierauf die in seinem Gemeindehause versammelten Mitglieder des Präsidiums und gibt seinem Bedauern Ausdruck, daß trotz Einladung noch nicht sämtliche jiidisehe Korporationen ihren Weg zum Hilfsverband gefunden haben. Nach einer regen Debatte, die sich hierauf entspann, wurde beschlossen, die Generalversammlung, die die endgültige Leitung des Verbandes wählen und.überhaupt die Vorkehrungen für. die Arbeit desselben treffen soll, für die nächsten Tage einzuberufen. Es ist jedenfalls zu •hoffen, daß diese für die Erhaltung des Judentums in P.K.R. so wichtige Institution ihre Tätigkeit zum Wühle ihrer verarmten Glieder bald aufnehmen und keine Zeit mit den formalen 'Dingen verlieren wird. »Moau$ Zur« und die Zöglinge der Schule P» Berger* S. Hefe Li Korn, D. Lättdäu, D.;Müllen M» örtner und S. Sehöäfetd führten eine Quadrille vor» Hiallel« gesüngeu Vou den. •Gesehwisteru j. uud % Herifcovits erntete großen . Beifall. Nach dem Einakter »Erbschaft«, än wetchem die tSehülerinnen A* Fuchs, S. Krautwirth und S. Nfeugröschl gelühgeüer Weise .mitwirkten. Wurde der durch Ms Schwartz Vorgetragene Monolog »Pechvogel« mit Begeisterung aitfgenommen. Schließlich erhielten die Mit- Wirkenden an dem Lustspiele »Stellensuchende«, E. Berger, F» Berger, ]7 Herikövits, E. Herz. A. .Kaufmann. V. Hönlg, R. Heller, A, Müller und S. Roth einen stürmischen Applaus. . * Die Gemeindewählen in Pleisfany» Vergangenen Sonntag fand in PieSfany nach einem stürmischen Wahlkampf aie Neuwahl des Vorstandes Uttel der Repräsentanz der Orth.' isr» Kultusgemeinde statt. Den Wahlakt leiteten Herr S. Mangold, (als Präses) und Herr S. Pollak (als Relegierter" der orth. Zentralkanzlei, Bfktislava) in vorbildlicher Weise, so daß es trotz der erregten Gemüter der Wähler zu keinem Zwischenfall kam. Die Liste des Herrn Ing. Reich (als Spitzenkandidat) ging mit Majorität aus dem Wahlkampfe siegreich hervor» Es ist zu hoffen, daß die gewissenlose Verhetzung der Gemeinde, durch Welche dieselbe auf allen Gebieten, nicht zuletzt auch finanziell, stark litt, durch energisches Eingreifen der neuen Leitung und durch exemplarische Maßregelung von seiten der kompetenten Instanzen' nunmehr aus der Welt geschaffen wird» Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß die von seiten der orth, Zentralkanzlei etttsandte: Kommission zur Ueber- Prüfung der 1Gemeindegebarung — welche diese in tadelloser Ordnung vorfand — nämlich auf Grund der dort gesammelten Impressionen festgestellt hat, daß die schwere Nie wieder Grippe! Das sagt jeder,׳ cler sie einmal überstanden hat, der ihre Leiden gefühlt, um Arbeitskraft, ünd Gesundheit gebangt hat! Aber mit dem Sagen allein ist’s nicht getan: Sie müssen auch etwas •tun! Spülen Sie täglich Ihren Mund mit ein paar Tropfen P A Franzbranntwein, im Wasser gelöst, und massieren Sie Ihren, Körper mit Alpa! Dann kann die Grippe Ihnen nichts anhaben, dann sind Sie frisch, gestärkt, gesund! Darum empfiehlt auch der Arzt Alpa! Alpa gibt es nur in ■plombierten*Originalflaschen! Generalversammlung der Suranyer Aguda-Jugendgruppe. Am vergangenen Mozoe Schabbos hielt die Suranyer Jugenilgruppe der Agudas Jisroel ihre ordentliche GeneralVersammlung ־ab, bei der die Leitung Rechenschaft über das verflossene Geschäftsjahr ablegte. Nach Anhören der verschiedenen Berichte über die Arbeit der Gruppe im letzten Jahre, wurde ziir ׳Neuwahl geschritten, bei der folgeude Herren gewählt wurden: S. Grünwald, ■Präses: M. S. Spiegel, Vicepräses'; 1M. Weiß, Kassier: A. Stern, ׳Kontrol- 101• und A. Fischer Schriftführer, nebst eines Ausschusses. Die neue Leitung tritt nun mit neuen Kräften zu einer regen uiul intensiven Agudatätigkeit he.ran und hofft alle in Betracht kommenden ■Kreise für die Agudoidee zu gewin neu. * Ein schönes Fest.der Senlcaer Chewra Kadischa. Am vergangenen Sonntag (Chanukka) fand in Senica die übliche Jahresversammlung der Chewra Kadischa zwecks Entgegennahme des ׳Rechenschaftsberichtes statt, der von den Herren II. Schlesinger, M. Winter und I. Schönmann erstattet wurde. Nach erteiltem Absolutoriunj wurde dio Chewra S’udo abgehalten, bei der Sr. Ehrw. unser Herr Oberrabbiner S. Weiß Schlito eine großangelegte, mit meisterhufter Eloxenz vorgetragene Droscho hielt, iu der er an Hund trefflicher Midraschim auch auf die Aufgaben der Jugenderziehung1 hinwies uud auf die traurige Tatsache» daß clie Jugend sehr frühzeitig dem Thora-Studium entzogen wird, iiisolaiige es noch den wahren' Thora- Geist nicht erfassen gelernt hat. Zum Schlüsse hob er die Verdienste des Chewra-Priises, Herrn H. Schlesinger, um das religiöse Leben der Gemeinde hervor, der dieser Tage seiiien 60, Geburtstag feierte, Dem Jubilar entboten sodann noch die besten Wünsche die Herren Präses F, Schönfehl, für die Kultusgemeinde und O. Kohn, Dr, Weiß uud I. Kohn für die diversen Vereine. Am Abend vorher veranstaltete der hiesige Frauenverein einen gutgelungenen Chamikka-Teeabend» der sich sehr eindrucksvoll gestaltete und desseu schöner Ertrag wohltätigen Zwecken zugefiihrt wurde, R. Chanukka-Veraustaltuug der Presover Beth Jakob-Schule. . Sonntag, den 7, Tag Chanukka veranstaltete, die Pre- Sovep Beth Jakob-Schule ein sehr schönes, inhaltsreiches und j'uigelungenes Chanukkafest. Die hiesise B. J,-Lehrerin, Td.. Fr» Frisch begrüßte das zahlreich erschienene Daiwenpublikuni aufs herzlichste und würdigte das! Anden-, keu der ünlängst 'verschiedenen, unermüdlichen Förderin der Schule, Frau Dir. I, Schwartz. Ei,n Chor sang' das fiuunzielle Lage der Gemeinde nur auf die Zwistigkeiten und Uneinigkeiten in der ׳Gemeinde zurückzuführen sind und wollen wir hoffen, •daß es' baldigst gelingen wird, der Situation ■Herr zu werden. . * . Differenzen mit Oberrabbiner Lau שליט״א beigelegt? Die jüngst stattgefundene Repräsentantensitzung der orth. Kultusgemeinde, zu Presov verhandelte zuin wiederholten Male die Frage der Regelung der Verpflichtung, die die 'Gemeinde ihrem ehein. Ra.w, Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner M. Ch. Lau zu ■Pietrkow gegenüber hat. Gemeindepräses Herr J. Spira referierte , über seine Verhandlungen mit dem Raw, die er mit ihm in Marienbad geführt hat und als deren Resultat Sr. Elmviirden sich bereit erklärte, auf ca. 35% seiner Forderungen zugunsten der Gemeinde zu verzichten, um die bereits peinlich ■gewordene Angelegenheit auf friedlichem Wege zu liquidieren. Auf Antrag des Gemeinclepräses wurde sodann einstimmig beschlossen, den ׳Riicksiand an ■Oberrabb. Lau endlich zu ordnen. Es ist nun zu hoffen, daß in praktischer Durchführung dieses Beschlusses, diese, der Presover Gemeinde wenig Ehre bringende Angelegenheit, für immer ihren Abschluß finden wird. L. R. V-r Bemerkenswerte Entscheidung des Verwaltungsgerichtes in Angelegenheit von Kultussteuerpfliclit. Im Jahre 1935 traten mehrere Mitglieder der Uzhoroder orth. isr. Kultusgemeinde wegen angeblicher Mehrbesteuerun.gv aus derselben aus. Die Gemeindeverwaltung besteuerte sie jedoch im Laufe der nachfolgenden Jahre nach •wie vor,1 was diese als Anlaß eines Rekurses an die dortige Bezirksbehörde nahmen. In sämtlichen Instanzen wurde die diesbezügliche Berechtigung• der Gemeinde zuerkannt und kam auf Betreiben derselben die Angelegenheit zum Verwaltungsgericht, welches dieser Tage entschied, daß die Kultusgemeinde 5 Jahre nach erfolgtem Austritt das Recht habe,...die Kultussteueni einzutreiben. ׳ Aron Reich י ך ל (1Nachruf eines Jungagudisten.) Im Alter von kaum 33 Jahren verstarb er am vergangenen Sonntag an den Folgen einer erst spät walirge- .nommenen Blutvergiftung. Der tragische Fall — er hinterließ eine june Gattin mit zwei kleinen Kindern — rief iu Kosice größte Bestürzung hervor. Als wir die letzten Chanukkalichter., die ewig leuchtenden Verkünder der glorreichen Cliaschmonäeridee׳ entziindeteq, dachte noch keiner von uns, daß fast zu gleicher Zeit in Kosice ein treuer Fahnenträger des Makkabnergedankens dem Erlöschen nahe ist. Und dieses hell leuchtende Chaschmonüerlicht Aron Reich hat fast gleichzeitig• für immer seine erquickenden Strahlen von uns äbgewandt. Ein 'großer Idealist, ein treuer Freund, ein miistei•- gültiger Mitarbeiter, ein hundertprozentiger Jeliudi und eia tapferer Pionier der Agudoidee ist mit Aron Reich s. A. frühzeitig ins Grab gesunken. Seit Entstehung der ostslowakischen Agudobeweg'ung war keine einzige Konferenz in der CS׳R., an welcher er sich nicht aktiv beteiligt hätte und gab es keine Arbeit, an der er sich nicht den •Löwen־ anteil gesichert hätte. Freund und Feind müssen diesen ,kristall reinen Charakter ehren. Sein Wort war immer schwerwiegend, weil jeder wußte, daß es ehrlich und uneigenniitzig gemeint war. Aron Reich war ein herrliches Musterbild der jungen agudistischen Generation. Als Geschäftsreisender verdiente er sein ■Brot, aber es verging kein Tag, ־ an dem er seinen "täglichen ■Daf Jomi-Schiur nicht gelernt hätte, ln der Eisenbahn verbrachte er seine freie Zeit mit dem Studium der Mussar-Seforim und wenn ei auch, wie immer, spät nachts nach Hause kam, begab ,er sich nicht zur Ruhe, ehe er den Daf Jomi gründlich durchgelernt hatte. Aron Reich war unser Liebling zur Zeit seines kurzen, aber segensreichen Lebens und als solcher bleibt er auch nach seinem Tode. Wir wollen sein Andenken in Ehre bewahren. תנצבה Leopold Reiner. Frau Zipora Fisch ,Y1״׳ Allgemeine Anteilnahme Jiat in Bratislava die Kunde vom Hinschejden der verhältnismäßig noch so jungen Frau Dr. Josef Fisch’, Zipora Fisch, im Alter von 44 Jahren hervorgerufeii. An der Bahre dieser intelligenten, schlichten, wahren jüdischen Frau trauert ihr Gatte, Dr. Josef Fisch, den sie stets zu ehren wußte und ilun immer auch in seiner Arbeit für ■den jüdischen Klall nach weitgehendster Möglichkeit als jüdische Frau zur Seite stand. Untröstlich sind die jungen unmündigen Kinder, für die sie ihr ganzes Leben geopfert und sie dahin erzogen hat, daß sie einst als uiifrechte, pflichtbewußte, fromme Jehudim dastehen könneu; Ihre Schlichtheit und Bescheidenheit und andere,schöne Eigenschaften gaben ihrem lauteren Charakter besonderes Gepräge, dank welcher sie sich allgemeiner Beliebtheit weit über den Kreis der Familie hinaus erfreute und deshalb ihr jähes Hinscheideii aufrichtigste Trauer hervomef.־ v תנצבה •;■״ ■ ׳■; . * ׳ , ׳ .״ ) ״ ׳•• Verlobung, Yergangeue Woche fand in Pieäfany bn engsten Familienkreise die Verlobung־ des Herrn Israel W pi ß, Sohii des verew, R’Leb Weiß, •Nitra. iiiit FrL Lilly Vo g e 1, Tochter des Herrn ign, Vogel, pieäfäuy, statt.