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Jüdische Presse · 1937-12-10 · 43 (10.12.1937) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
43 (10.12.1937)
Date
1937-12-10
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nf* 41 liDÄIiPiÄ Seite $ Kraft der Thora das gÄftM jüdische Volk 20 einer Seele toirtl Wir wolieft jetzt überall mit deft Vorbereitungen auf dieses zweite Fest M Monat Siwan beginnen. Es soll eine Zusammenkunft werden, die uns erzählt von der Kraft der . Thora und von der Kraft* die in uns selbst ist! Wir wollen die Thora heraushölen aus ihrem Keren Sowie und sie auf ihren Thron setzen. Wir wollen uns dann freuen mit der Thora und neu uns an geloben der Thora, nett den Schwur leisten für die Lernenden und Lehrenden, um dann herattszttkontmen aus der Bedrängnis unserer Seelen, aus der Enge unserer Herzen und aus der Verzagtheit unserer Gemüter, auf daß wir wieder fähig sind .Zum großen Dienst an unserem größten: an unserer Thora! Wolf S. Jakobson, Kopenhagen. Pas hrtästika-foctöm Obwohl die Terrorakte infolge der energischen Maßnahmen der Behörden einigermaßen eingedämmt worden sind; haben sie doch nicht ganz aufgehört und auch in den letzten Tagen ist es zu Schießereien und Ueberfällen mit jüdischen und arabischen Todesopfern gekommen. Angesichts dieser Lage hat sich die englische Regierung entschlossen, die schon seit längerer Zeit ins Auge gefaßte Reorganisation der Verwaltung durchzuführen. Als Nachfolger votr Sir Arthur Wauchope, der seinen Posten Ende Februar verlassen dürfte, ist der Gouverneur uucT Oberkoinmandierende von l'anganyika, Sir Harold Alfred MacMiehael, ernannt Worden. Im Zuge der vom englischen Kriegsminister Höre Belisha durchgeführten Reorganisation des britischen Gerieralstabes und der obersten Führung des Landheeres, um eine Verjüngung zu erzielen, ist der Oberstkommandierende der britischen Streitkräfte in Palästina und Transjordanien, Generalmajor Wavell durch Generalmajor Robert Hadden Fläming ersetzt worden. Wavell ist zum Kommandanten der britischen Stidstreitkräfte ernannt worden. Schließlich ist Sir Charles Tegart, der von der ■englischen Regierung zum Berater der Palästinaregierung bei der Bekämpfung des Terrors bestimmt wurde, bereits am 3. •Dezember in Palästina eingetroffen. Den neuen Männern geht der Ruf großer und umsichtiger Energie voraus. Man verspricht .sich von ihrer Tätigkeit eine vollständige Pazifisierung des Landes. Wie verlautet, beabsichtigt die Palästina-Regierung, die Stadtverwaltung von Jerusalem aufzulösen und an deren Stelle eine Dreier-Kommission mit der Verwaltung der •Städtischen Angelegenheiten zu betrauen. Die Regierung wird in kurzem eine Verordnung erlassen, die den Juden aus Gründen der öffentlichen Sicherheit die Benützung des traditionellen Zuganges zur Klagemauer durch das arabische Viertel und das Jaffa-Tor verbietet; in Zukunft soll ausschließlich die nach den Unruhen des Vorjahres erbaute, durch das Zions-Tor führende neue Straße benützt Werden¬ Während der ersten elf Monate des laufenden Jahres haben 30.580 jüdische Einwohner Palästinas das Land verlassen und im gleichen Zeitraum sind 29.000 zurückgekehrt. 14.145 jüdische Touristen kamen ins Land, 17.579 verließen ׳es. 10.500 jüdische Einwanderer aller Kategorien kamen neu ins Land. Die verschiedentlich ausgestreuten Gerüchte, daß 10.000 Juden aus Palästina ausgewandert seien, sind vollkommen frei erfunden. Im ganzen Jischuw gebe es hochstens 7000 bis 8000 jüdische Arbeitslose. In der letzten Zeit brachten verschiedene ausläiidisehe Blätter Meldungen, wonach England angeblich die Absicht hätte, Palästina zu annektieren und damit das Mandat, als annulliert zu erklären, ln dieser Form scheint die Meldung haltlos zu sein.j 7C׳׳Joh1p׳׳Fcicr der W/ener Talmud ^Thc>va Die Wiener Talmud-Thora feiert am 16. Dezember das 70. Jahresjubiläum des ihr erteilten Oeffentliehkeitsrechtes — und dieses Jubiläum ist zugleich ein Fest des religiösen Judentums. Die Wiener Talmud-Thora-Schule (II., Malzgasse 16), wurde im Jahre 1850 gegründet. Nach Ueberwindung der Anfangsschwierigkeiten nahm die Entwicklung der Schule eine günstige Wendung, so daß im Jahre 1867 der Schul- Vorstand um Verleihung des Oeffentlichkeitsrechtes einschritt. Auf Grund der damaligen Schulverfassung hat auch das fürsterzbischöfliche Ordinariat zum Ansuchen der Schule Stellung nehmen müssen. In einer Note vom 7. VIIJ. 1867 gezeichnet von Bischof Dr. Johann Kutschker und Prälat Leopold Stöger wurde das Ansuchen des Vereines mit Rücksicht, auf den in seiner Schule gepflegten tiefreligiösen Geist und ihrer günstigen. Unterrichtserfolge warm befürwortet, Am 31. Oktober 1867 hat das k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht das Oeffentlichkeitsrecht bzw. das Recht zur Ausstellung staatsgültiger Zeugnisse der Talmud-Thora-Schule verliehen. Im Jahre der Verleihung des Oeffentlichkeitsrechtes wurde dann die Schule vom Bürgermeister-Stellvertreter Ritter von Kuhn besucht, welcher der Prüfung sämtlicher Klassen beiwohnte und seine vollkommenste Zufriedenheit aussprach. Bei der Jahresprüfung sprach der anwesende Schulinspektor, •Herr Kanonikus Stöger, dem Vorstand und dem Lehrkörper seine vollkommenste Anerkennung aus. Die Tätigkeit dieser Anstalt in den 70 Jahren ihres Wirkens ist derart hervorragend und populär, daß es wohl überflüssig erscheint, auf Einzelheiten näher einzugehen. In den letzten Jahren steht diese Schule unter Leitung des Rabbiners Dr. Joel Pollak, der es verstanden hat, den Rahmen der Anstalt weitgehend auszudehnen; diese Ausgestaltung ist derart vorgeschritten, daß die Talmud-^ Thora-Schule in allen Klassen und Lehrgegenständen eine Musteranstalt ist, ein Institut religiöser Erziehung im vollsten Sinne des Wortes. Ihr Jubelfest bedeutet daher ein freudiges Ereignis für die glaubenstreuen Juden Wiens. * Der Festakt findet am 16. Dezember, 11 Uhr vormit« tags, in den Räumen der Schule statt. An der Spitze des Festkomitees steht der älteste noch lebende Schüler der Schule, Bundeskulturrat Hofrat Prof, Dr. S, F r a n k f u rt e r. Der Festausschuß bittet die ehemaligen Schüler der Anstalt, an dem Feste teilzunehmen und im Sekretariat der Schule die auf Namen lautende Eintrittskarte zu beheben. Mit Rücksicht auf die Teilnahme der hohen Behörden wird auf pünktliches Erscheine» und auf Festkleidung Wert gelegt, H. Grün, IL, Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. Zant Ableben des Ministers Näjman. Der in der Vorwoche verstorbene Handelsmiriister Najman wurde in der Tagespresse entsprechend gewürdigt. Es ist jedoch auch eine Ehrenpflicht der Juden in der Slowakei und P. K. R., des verblichenen bedeutenden Politikers des Mittelstandes, den die Politik und der politische Kampf für die Interessen des Handels- und Gewerbestandes mit den Juden in Verbindung gebracht hat, auch gesondert zu gedenken. Der Verstorbene Minister und Parteiführer hat es verstanden, den Juden in seiner Partei nicht nur für die Tage vor den jeweiligen Wahlen, sondern auch für die Zeit zwischen einer Wahl und der anderen eine entsprechende Interessenvertretung zu Schaffen. Für die; diversen jüdischen Förderungen im Rahmen des Handels und Gewerbes hat Minister Najman stets Ver* sländnis aufgebracht und war es nicht sein Verschulden — sondern es liegt an den Mängelu einzelner jüdischer Organisationen —' daß das Ergebnis mancher Bemühungen nicht der jüdischen Allgemeinheit zngefallen war. Unter den führenden jüdischen Persönlichkeiten war es. insbesondere der verstorbene Oberrabbiner Weber ך׳ל der der jüdischen Bevölkerung den Platz in der von wirtschaftlichen Gesichtspunkten geleiteten Handels- und Ge- Werbepartei gewiesen; Minister Najman hat mit Verstandnis für die jüdische Bevölkerung in seiner Partei den Rahmen für die Vertretung der Juden gegeben. Das Ableben des scliaffensfrendigen Parteiführers bedeutet einen schweren Verlust, jedoch wird der von ihm geschaffene Rahmen für die politische Betätigung der Juden erhalten bleiben. 1 Auch in der Frage der »Sonntagsruhe«, welches Problem Minister Najman stets als ein in erster Reihe wirtschaftliches bezeichnet hat, wird die Partei wohl weiterhin die Ansichten des Verblichenen verfechten. Dies zum Vorteile der gesamten Kaufmannschaft, somit auch zum Vorteile der jüdischen Kaufleute. ka-rp. Die Grippe- Ansteckung beruht stets auf der verminderten Widerstandsfähigkeit des Organismus. Stärken Sie deshalb Ihren Körper durch andauernde Massage. Die Grippe bebekämpfen Sie erfolgreich mit Franzbranntwein Eine folgerichtige Desinfektion des Mundes, der Nasenhöhle und der Atmungsorgane mit Alpa ist der beste Schutz gegen * Grippe. Das Einatmen von unverdünntem -A 1 p a ist von wohltuender Wirkung. In den Wohnräumen zerstäubter Alpa desinfiziert die Luft. Fragen SieIh r e n Arzt! Achten Sie beim Einkäufe darauf, daß Sie ־wirklich Alpa bekommen! Ein Cliinuch Sefer Tliora in Bratislava. Das erst 5 Jahre bestehende Bes-Haknesses in der Lazarettgasse, das sich zur Aufgabe setzte, das religiöse Judentum dieses •Viertels für Inora und Tefilla einigermaßen zu erfassen, entspricht seiner Aufgabe voll und ganz. Es finden hier täglich zwei Schiurim und am Schabbos Vormittag ein Vortrag־, unter der Leitung des Vereinsrabbiners Simon Strasse!״ nj. statt, die sicIv einer schönen Beteiligung von seiten der Baalebatimschaft erfreuen. Dank der agilen Leitung dieses Bethauses, dem die Herren Heinrich Donnebäum, Abg. L. Mayer und A. Seydl vorstehen, konnten in ganz kurzer Zeit infolge cles hier zwischen den Mitgliedern des Bethauses gepflegten mustergültigen Zusammenhaltens die Mittel zur Schreibung eines neuen Sefer Thoras herbeigeschafft werden, dessen Chinnuch bereits am vergangenen Schabbos Chanukka im'Rahmen einer schönen Einweihungsfeier stattfand. Zum Chinnuch haben sich nebst dem ehrwürdigen Bes Din mit Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Schreiber Schlitö an der Spitze, äuch eine ansehnliche Anzahl von Baale-Batim eingefunden, so daß sie die Schul •nur schwer fassen konnte. Die Festrede hielt nach Tefilas Scliachris Herr Rabbiner S. Strasser, der mit inhaltsvollen eindringlichen Worten die Bedeutung des Limud Fiathora und* der Kesiwas Sefer Thora zu schildern verstand. Nachdem das neugeschriebene Sefer in das Bethaus gebracht wurde, sang ein von Herrn I. Wiesel gut einstudierter Chor die üblichen Kapitel Thillim, worauf dann die schöne Mizwo-Feier schloß. * Das originelle Preisausschreiben Bafas. Bekanntlich spielt bei den Kalkulationen der Firma Bafa die Zahl 9 eine große Rolle. Sie schreibt deshalb im Rahmen einer Rundfunkpropaganda ein Preisausschreiben aus, bei Welchem der 999.999. Rundfunkteilnehmer den ersten Preis erhält. Dieser besteht in einer ganzen Kollektion von diversen schönen Schuhen im Werte von 1999 Kö. 'Der 1,000.000. Rundfunkteilnehmer hingegen erhält erst den zweiten Preis, dem noch weitere 48 Preise im Gesamtwerte von 159.000 K6 folgen. Interessant Ist, daß auch der Postbeamte, der die 999,999, Rundfunkkonzession ausstellt, und der Postbote, der sie zustellt, mit schönen Preisen bedacht werden. Düs große Thora-Fest der Galantaer Jeschi wo. v Das schon einigemal angekündigje Thorafest der Jesein wo in Galauta und ihrer derzeitigen und ehemaligen Talmidim, das nur ans Unpäßlichkeit ihres großen Lehrers nicht hat stattfinden können, wurde am vergangenen Sonntag, Rösch Chodesch Tewes, unter überaus großer Beteüi* gung abgehalten; der Chinnuch eines neuen Bes Hamidroseh der Jeschiwo in! Rahmen einer großen Talmidimzusammenkauft. Schon am Freitag traf eine große Anzahl von Gästen in Galanta ein, um den Schabbos Chanukka im Verein mit gewesenen Lernchawefim bei ihrem ehrwtirdigen Rebben zw verbringen und sodann am darauffolgende* Sonntag an dem Doppelfest der Jeschiwo teilnehmen Ztt können. Ganz Galanta stand an diesen beiden Tagen im Zeichen des Festes der Jeschiwo. Zu dem für 2 Uhr nachmittags anberaumten großen Feste, zu welchem nur mit Eintrittskarten der Einlaß iftög* lieh war, hat sich eine über 1000 Personen zählende Teil* nehmerschaft eihgefunden, die selbstredend nicht alle im* neuen Bes-Hamidrosch Raum finden konnten. Zum Be* dauern aller Anwesenden mußte man feststellen, daß der tatkräftigste Förderer dieses Werkes, des Bes-Hamidrosch* Neubaues, Herr Ch. Rubinstein aus Tekovske Sarlühy, infolge Krankheit daran verhindert ist, an dieser erhebenden Feier persönlich teilzunehmen. An seiner Stelle hält sein Sohn, Herr M. Rubinstein, die Einleitungsansprache, der namens seines Vaters, für den er eine Refuah schlemo er* flehte, und der Talmidim, die zur Verwirklichung dieses schönen Werkes beitrugen, das neiierrichtete Bes-IIaihidrösch seinem Rebben, Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner j. Buxbaum übergab, und dem allgemeinen Wunsch Ausdruck . gab, daß es ihm von Haschern gegönnt sein möge, unztjjilige Jahre in voller Rüstigkeit und geistiger Frische die zum Rühme der Orthodoxie gereichende Galantaer Jeschiwo zu leiten lind zu führen. , . Hierauf ergriff Galantaer Raw שליט׳״א das Wort zu seiner rührenden, Festrede. Er hob besonders hervor, daß das ganze Werk aus eigener Initiative der gewesenen Talmidim, die hier in so schöner Anzahl versammelt sind (k. j.) geschaffen wurde, da seinerseits, niemals der Wunsch nach Errichtung eines neuen Lehrhauses geäußert worden wäre, und sprach ihnen deshalb den Dank für die geleistete, wahrlich aufopfernde Arbeit zur Vollbringung des erhnbeneu Planes aus. Redner gedachte hiebei des Staatsprüsideuten D1״. Benes und hob auch das Verständnis, das die^ Jeschiwos stets bei den zuständigen Regierungsstellen finden, hervor. Mit tränenden Augen und äußerst'rührenden Worten nimmt sodann Redner von dem alten Bes-FIamidrosch Abschied. Er scheidet nur sehr schwer von den!fallen, wo im Laufe der vielen Jahre zeit seines großen , Vorgängers Rabbi J. Z. Duschinsky (derzeit Jeruscholajim) . und nachher so viele Thoraworte erklungen sind. Schließlieh richtete der fürsorgliche Rebbe ermannende Worte, an seine Schüler und bat sie, sich selbst nach bester Möglichkeit dem Limud Hatliora zu widmen und auch Weiterhin das Lernen von armen Bachurim durch Stützung der Jeseliiwo-Institutionen zu fördern. Er dankt nochmals R. Chan. Rubinstein, den Talmidim, der »Machsike Jeschiwos« u nd der Gemeinde, die zur Verwirklichung des Planes so hervorragend beitrugen. Anschließend daran fand dann das große Bankett, verbunden mit einem Sijum statt, bei dem herrliche Tischreden gehalten wurden. Der Galantaer Raw hielt eine Charifus-Droschoh, weiters sprachen die Herren Rabb. J, Buxbaum, Moritz Kaliscli,. der die Absendung eines Begrüßungstelegrammes an Raw Duschinsky und R. Ch. Rubinstein beantragte, und Bernat Kaliscli, der einen Rückblick über Entwicklung der Gemeinde und Jeschiwo hielt. # -jota- Eindrucksvolle Chanukka-Feier in Topolcany. Die hier seit ca. 8 Jahren segensreich wirkende Beth Jakob-Schule nützt jede günstige Gelegenheit dazu aus, um dem breiteren Publikum die Bedeutung des Beth Jakob näher zu bringen und ihrer Idee Popularität zu verschaffen. So veranstaltete auch diesmal am Chanukka das Beth Jakob-Komitee unter Leitung von Frau Mathilde Löw-Beer und der B. J.-Lehrerin Frl. B. Mehl״, die sich großer Beliebtheit erfreut, eine eindrucksvolle Feier, zu der ein großes j Damenpublikum erschienen war und seine vollste Zufriedenlxeit mit dem Programme zum Ausdrucke brachte. Es wurden schöne lehrreiche Vorträge über Chanukka und T Beth Jakob gehalten, Lieder gesungen und kurze Schauspiele zur Aufführung gebracht, die großen Beifall hervor- : riefen. Die Feier schloß deshalb nebst ihres materiellen Erfolges auch mit einem großen moralischen Plus für die Beth Jakob-Idee, der sie neue Freunde und Verehrer eintrug. Von den mitwirkenden Damen sind hervorzuheben: B. Bernfeld, M. Braun, M. Friedmann und W. Porges. .־ Aehnliche Feiern wurden von den Frauen- bzw. Mädchengruppen der Agudas Jisroel in Bratislava, Komarno und anderen Städten veranstaltet, die von gutem Erfolg be-A gleitet waren. Gemeindewahl in Sahy. Am 21. v. M. fand in Sahy die Wahl der neuen Leitung der orth. isr. Kultusgemeinde statt, bei der folgende Herren in die Gemeindeleitung gewählt wurden: Martin Berczeller zum Präses, Alex. Breiner als Vizepräses, D. Berczeller als ג Kassier und E. Deckner und A. Gansei zu Steuerkommissionsmitgliedei-n. x ׳ Trailerfall: Alexander Adler!TT Vor kurzem verschied plötzlich in Sahy Herr Alexander Adler und wurde unter besonders starker Beteiligung beerdigt. Herr Rabb. Ph. Weiss hob in seinem Nachrufe die testamentarische Verfügung hervor, daß aus seiner Hinterlassenschaft ein Altersversorgungsheim errichtet und erhalten werde, jedoch ausschließlich für Schomre Schabbos. Es sprachen noch Oberrabbiner Deutsch aus Balassagyarmat und Oberrabbiner Deutsch-Mikufa. 5 תנצבה 2uf Jahreavevaammlunff des Vereines Thitevlh ‘Bachuvim Als Rabbi Jochanan b. Sakkui von dem siegestrünkenen Imperator als besondere Gnade sich erbat, es möge Jabne, die kleine unscheinbare Stadt und die Talmudsehule dort geschont und erhalten bleiben, mag der stolze Rome! wohl den alten, rückständigen Juden belächelt haben. Was konnte ihm, dem Beherrscher der weltbeheri-sehenden, nnermeßlich reichen Roma die enge Judengasse in Jabne mit ihrer Judenschule bedeuten! Und doch, nach 1900 Jahren noch bewundern wir dankbar den Seherblick des g—tt* liehen Weisen. Jabne mit seiner Schule hat die Thora, hat das Judentum gerettet, und nicht nur gerettet und erhal*. ten, es hat auch allen den folgenden Jahrhunderten zeigt, wie und wodurch der Bestand des Judentums gev sichert werden kann, wie es befähigt werden konnte, geistig stark und sittlich hoch durch die Jahrtausende der Golns zu kommen. Durch die Schule in Jabne würde nichL nur die Thora gelehrt und erhalten, es wurde auch ge-נ zeigt, wie die Thora gelehrt und gelernt werden muß. Das starre Wort, die Lehrsätze sollten nicht mechanisch auswendig gelernt werden. Nein, dadurch ,soll der Geist der Lehre weiter übertragen und durch selbsttätiges, unablüs* siges Forschen immer neue Quellen geistigen Lebens er* schlossen werden, Der ׳Funke, der dem gesprochenen . Worte des Meisters entsprang, sollte in der Seele des; Schülers den Feuerbrand der Begeisterung entzünden, der ihn dann befähigte, immer neue Generationen von Schü*

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