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Jüdische Presse · 1937-11-12 · 39 (12.11.1937) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
39 (12.11.1937)
Date
1937-11-12
Page
– (sequence 3)
Language
German
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mmm *vollauf, wm den Verlust für unser verwaistes Geschlecht «nefröeßtteK erstheine« tu. lassen» 4 . ׳Rabbi Simon Satin, der jetzt int Alter ton 01 Jahren dahingegangen ist, entstammte einet hervorragenden rab* binischen Familie. Er war Urenkel des Darmstädter Lan* desrabbiner und Frankfurter Raws, des »Mäharsehesehaeh« und ein Enkel des Sarospataker Raws, des »Maharamsche* schach hoadhron«, Seine Jugend verbrachte er zu .Füßen des Preßburger Gaons, des Schewet Sofer,. woselbst er lauge Jahre hindurch im Hause des Rabbi D. Lakenb.ich als sein Lieblingsschüler lebte. Vor 3? Jahren heiratete er die Tochter des alten Mederer Räws und entfaltete in der Gemeinde eine segensreiche Tätigkeit. Er wirkte sodann in Gute als Raw und wurde schließlich im Jahre 3680 auf die Stelle seines damals verstorbenen Schwiegervaters berufen, die er 11 Jahre hindurch treu und segensreich bekleidete. Der!Niftar hinterließ eine Witwe mit mehreren ünversorgten Kindern. Die Lewajoh fand am Freitag mittags Unter größter Beteiligung der Baale ßatim der umliegen־ den Ortschaften und deren Rabbonim' statt. Infolge der vorgerückten Stunde zu Schabbos konnten nur einige Hespedim gehalten werden, und zwar durch seinen Schwiegersohn, R’M. Schmuei Lustig, der die ׳Leitung des Preßburger Waisenhauses .innehat, den anderen* Schwiegersohn, R’ Pinkas Goldberger, der die rabbinischen Agenden in der ׳Gemeinde versieht, weiters (Rabbiner Unsdorfer, Bratislava, namens der Zentralkanzlei und die Oberrabbiner Leb.ovits, Komarnö und Rabb. Katz, Dun. streda. תנצבה Moritz Reichmann. ך׳ ל Aus Nove Mesto n. V. kommt die Trauernachricht vom Hinscheiden eines ihrer hervorragendsten Baale Batim, des Herrn Moritz Reichmann ן״ל. Herr Reichmann, als der Gründer der orthodoxen Gemeinde in ,Nove Mesto und unermüdliche Kämpfer für die Interessen der Orthodoxie, hat sich auch um das Fortbilden der Gemeinde un־ sterbliche Verdienste erworben; Er gehörte auch der Reprüsentanz der orth. Landeskanzlei an. Seine sterblichen Ueberreste wurden aus Prag, wo er verschied, nach Nove Mesto n. V. gebracht, wo er Sonntag nachmittags unter sehr großer ■Beteiligung neben dem vor 106 Jahren hier wirkenden Oberrabbiner. Rabbi Dawid Deutsch s. Z. 1. zur Kwuro gebracht wurde. תנצבה Radioreportage über, die jüdische Geschichte Preßburgs. Auf Veranlassung der Bratislavaer orth. Kultusgemeinde wurde am vergangenen Donnerstag, halb 5 Uhr nachmittags, im Bratislavaer Rundfunk eine Reportage unter dem Titel »Aus dem Preßburger ׳Ghetto« in slowakischer Sprache gesendet. In einer ca. % Stunde dauernden Sendung wurde in der Art eines Gespräches einer Gesellschaft durch Fragen und Antworten ein historischer Rückblick über.die Geschichte des Judentums in ׳Preßburg unter besonderer Berücksichtigung seiner Führer und Gebräuche gegeben.. Mit der Wirkungszeit des Chassäm •Sofer begann man auch einen Bericht über die Entwicklung der Preßburger Jeschiwo zu geben, die in einigen Zeiten von rund 500—400 Bachurim besucht wurde, um schließlich bei dem heutigen Stand derselben zu landen. Hier wurde die Notwendigkeit des projektierten Jeschiwo- Internats besprochen, das für die weitere Fortentwicklung der Jeschiwo ungeheuer vieles beitragen wird. Dieses Internat, das mit der 100. Wiederkehr des Todestages des Chassam Sofers s. Z. 1. fertig . dastehen soll, hat überall .und in, allen, Kreisen ,vollstes: Verständnis1 gefunden und , wurde,schließliclvder Wunsch ausgesprochen, daß-, öSüauch \ planmäßig verwirklicht wird.: ׳׳;׳: AVie wir erfahren, soll diese Sendung auch in den anderen Landessprachen gesendet werden. Es wäre nur an gezeigt, wenn das jüdische Publikum darauf rechtzeitig aufmerksam gemacht werden würde, da die slowakische Sendung überhaupt nicht bekanntgemacht wurde und es auch infolge der ungelegenen Stunde nur wenigen möglieh war, sie zu hören. östeueick Trauerleier der Union österreichischer Juden für Felix M. Warburg. Unter massenhafter Beteiligung eines überaus distingirierten Publikums, darunter des Oberrabbiners Taglicht, des Ehrenpräsidenten der Union österreichischer Juden Dr. Jakob Ornstein, des Vizepräsidenten der Kultusgemeinde D1־. Josef Ticho, einer Reihe jüdischer Universiiätsprofessoren, Künstler und Schriftsteller, fand hier eine von der Union österreichischer Juden veranstaltete Trauerkundgebung für Felix M. Warburg statt. Die Gedenkrede hielt Präsident Regierungsrat Dr. Hermann Oppenheim, der die unvergänglichen Verdienste Warburgs am die Gesuintinteressen des Judentums würdigte. »Mit Warbürg ist nicht nur«, sagte Dr. Oppenheim, »ein repräsen- ,tativer Jude Amerikas gestorben, sondern auch einer der hervorragendsten Juden der Gegenwart.« Schiurplan der Lerngemeinsckaft »Mekor Chajim«, Wien II., Große Schiffgasse 1. %11 שבת קודש Uhr vorm.: Sidrohvortrag. Sonntag von 5—6 Uhr nachm.: Vorträge über interessante Themen. Montag von 8—9 Uhr abends: Vortragender: Herr Rabb. Salomon Baumgarten: הובות הלבבות/ משניות Dienstag von 8—9 Uhr abends: Vortragender: ׳Herr Lehrer jakob Eisenberg: תפלה, חומש רש״י Mittwoch von 8—9 Uhr abends: Vortragender: Herr Sekretär Moritz Spitzer: עין יעקב* מם, תענית Donnerstag von 8—9 Uhr abends: Vortragender: Herr David Kaüsch: דינים/ חומש לש״י Täglich im Lokal des Mekor Chajim von?—8 Uhr abends: Vortragender: ׳Herr Arthur Feigelstock: מם, סנהדדין Täglich im Beth Hamidrasch, nm 8 Uhr abends: Vortragender: Herr Leser Breuer: מם׳ חולין Täglich im Schilfschul 50 Minuten vor שחלית Vortragender: ■Herr Arthur Feigelstoqk:מס׳ בבא מציעא Der Sekretär der »Adass Jisroel«, Herr Markus Spitzer hat dieser Aktion folgende Einführungswarte gewidmet: Wenn die Verpflichtungen, die der •Name Jude Dir auferlegt, Wert für Dich haben, wenn Du durchdrungen bist von dem Bewußtsein, welche Aufgaben Dir Deine Dämmerstunde — Plauderstunde, Ist’s draußen kalt und neblig, wird's erst so recht gemütlich, wenn daheim im Ofen ein lustiges Feuer prasselt und wir zum Tee ein gutes Oetker-Backwerk knabbern. Viele neue Rezepte und Anregungen zum Backen im Haushalt enthält das neue illustrierte Oetker-ßezeptbuch, Sie erhalten׳ diese er• probten Oetker-Rezepte kostenlos bei jedem Kaufmann oder über Verlangen auch direkt von der Nährmittelfabnk Dr. Oetker in Brünn, Stellung als jüdischer •Dötee Bestimmu«! als jüdischer Vater! stellt# wirst Du dasBedürfnis empfinde«, Dich über!«halt und Wert der . Wllpf! תולה m be* lehren; so wird es Dir ermöglicht sein, g—ttgefällig Deine Tätigkeit mit Deinem Körper; Gemüt und Geist, ja mit Deinem Genuß, Deinem Wort und Tat Dich in den DiettSt des Ällerheiligste« zu stelle«. »Mekor Chajim« bildet jene Gemeinschaft, in der wir uns alle ohne Unterschied der gesellschaftlichen Stellung und sozialer Schichtung, ob Gelehrter oder Lernbegieriger, Kaufmann oder Gewerbetreibender, ob Begiiterter oder Minderbegüterter zusammenschließett. Wir treten heuer in daS‘ vierte Jahre des Bestandes unserer Lerngemeinschaft/ Du■ wirst bei uns mit ganzem freudigen Herzen erwartet um sodann geeint mit Dir in seeliger!Freude an der Erweiterung unserer Gemeinschaft mitzuarbeiten. In unserem. »Ahawas Chesed« und »Mattan Besesser« tritt das Auf und * Ab, die Wechselseiten des Lebens gemahnend und warnend vor uns und findet die Harmonie der gegenseitigen Hilfsbereitschaft ihre praktisehe Bedeutung und Tatwerduhg. Komme, besuche unsere Schiurim; im Kreise des Judentums soll die g—ttliche Lehre ׳תולה הקדושה der Boden sein, auf dem Dein Geistesleben erblühen soll, der den Sammelpunkt unserer aller bilden möge. Von Freundeshand wird Dir dieser Schiurplan liebevoll gereicht, der Dich die Mahnung ergehen läßt, das Leben sei nur ein ח,ל\ם יעוף ein fliehender Traum, darum verleihe Deiner Lebenszeit Inhalt, Festigkeit und Ewigkeitswert indem Du zumindest eine Stunde im Tage dem Limud Hathora weihst. , י Agudas-Jisroel-Mädchengruppei Wien II. Der dieswöehige Schabbol&Vortrag findet um '/all Uhr in der »Wienea«, II., Obere I|onaustrafie 91, statt. 200 Jahre jüdische Musik. ץ/, Bei der am 2. Dezember ,^1937 im Großen Musikvereinssaal stattfindenden Maccal^aerfeier des Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs 'whfd unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Dr. Kurt Pahlen unter Mitwirkung namhafter Solisten ein Konzert \mter dem Titel »200 Jahre jüdischer Musik und Musik jüdischer Komponisten.« durch das Svmphonieorchester des ß.J.F. zur Aufführung gebracht. \ Franzbranntwein und jetzt auch Zahn-Creme Ein Jahr Kreditkassa ^Ahaväs'.Chessed«.; ,; , i ‘, Wenn die! Theorie, daß* clie'^Begleitumstände, um das Werden eines Menschen seine geistige Gestaltung dauernd beeinflußt, auch auf das Gemeinschaftsleben anwendbar ist, so darf gesagt werden, düjß die Umstände, aus denen der »Mekor-Chajim« hervörgegangen ist, glückliche gewesen sind. Gilt dies schon l'ür, die Lerngemeinschaft als solche, so ganz besonders für.׳die ihr angegliederte Gemilas-Chessed-Kreditkassa, der,‘en Wirkungsbeginn nunmehr ein Jahr zurückliegt. Was in diesem einen Jahrp geleistet wurde, ist so viel und so schön, daß es einem größeren materiellen Rahmen reichlich Ehre machen würde. Ist die Tatsache selbst, daß Kredite vollkommen zinsen- und spesenfrei gewährt werden, in unserer bedrängten Zerf״ schon an sich etwas Einzigartiges, so ist die Art, wie .fliese Kredite gewährt werden, einfach unübertrefflich. ,Unkompliziert, ohne große Vorbereitungen, wird gegen ausreichende Sicherheiten Kredit ein geräumt und innerhalb sehr kurzer Fristen auch ausgezahlt. Einige Tatsachen zur Illustration: Ein Kleinkaufmann, der im Besitze kleiner aber guter Kundenrimessen ist und mit denen er mangels einer Bankverbindung nichts anfangen kann, wandte sich auf der Flucht vor Wucherern, die seine Situation kennend, ihn schamlos ausniitzen wollten, an die Geniilas-Chessed-Kassa. Durch zwei kurze telephonische Anrufe wird festgestellt, daß sowohl die Akzeptanten als auch der Einreicher kreditfähig sind und innerhalb sechs Stunden hat der Kaufmann, dem vielleicht durch die pünktliche Erfiillung fseiner Verpflichtungen der gute Ruf gerettet wurde, das' Geld abzugsfrei ausgezahlt. Ein zweiter Fall: Ein Kleingewerbetreibender, der einen größeren Auftrag bekommen hat, und nur die Mittel braucht, um •die Materialien entsprechend zu beangaben, bekommt das Geld gegen Zession cles Auftrages ausgefolgt und innerhalb acht Tagen ist das Geschäft abgewickelt und eine bürgerlichei-Existenz nicht nur gerettet, sondern fundiert worden, weil der Mann in weiterer Folge durch seine pünktliche Erfüllung bei seinen Lieferantep Kredit genießt und so größere Arbeiten iibernehmen kann. Ueberflüssig zu sagen, daß der Aufgabenkreis der Gemilas-Chessed-Kassa in umgekehrter Proportion zu denen, die ihn erfüllen helfen, täglich im Wachsen ist. Vielleicht werden diese wenigen Zeilen einige, die von der Not der Zeit verschont geblieben sind, daran erinnern, daß auch sie durch eine Einlage,; deren vollständige Sicherheit durch eine gewissenhafte Leitung gewährleistet ist, mithelfen können, Existenzen aufzurichten, die sonst rettungslos mitgerissen werden :und so arbeitswillige und •fähige Menschen vor dem grausigen Schicksal, Wohltätigkeit in Anspruch nehmen zu müssen, bewahren. Von der Agudas Jisroel Die Leitung der Histadruth. Olainith N’schci Uwenoth Agudath Jisrael teilt uns mit:; Wir berichten über die Gründung agudistisoher Gruppen in: Wien, Zürich, Jerusalem,,Kopenhagen. Die Gründüng weiterer Gruppen ist in Vorbereitung. Gemäß ihrem ■Prinzip, die Arbeit Schritt für Schrift, im Einklang mit ihrer finanziellen Kraft, aufzubauen, bat die Honuaj' in Zusammenarbeit roft Frau Dr, Breuer, Jerusalem, der Vorsitzenden der Pöatoth-Gruppen und Mitglied des engeren Vorstandes, die erste('ArbeitsYermittlungsstelle in Jerusalem für die dortigen Poaloth eihgeriehfeT, Diese Arbeitsvermittlung steht unter Leitung von Frl; Jocheweth Wolff, welche dreimal wöchentlich Sprechstunden abhält. mm .. ....... _״_ ,.״״ Wit# ehe sie ihre Foaloth schickt. Ffl. Wölff gibt dettPoalöth Schiurim und Unterteilt i« Iwrith nnd Imglfeeh» Äüttätet ser Arbeitsvermittkittpsteile soll allmählich der Mädeheftkibbttz entwickelt werde«, .Das ist ei« Mäddhe«*WöIffih«ii1*1 wo die Poaloth billige Schlafgelegenheit finden; ei« ffdl* sches Milieu haben tmd die Möglichkeit zur Weiterbildung durch gemeinsamen Unterricht uttd gemeinsame Sehiüfiftt gegeben ist. In derselben Weise soll gleichzeitig in Halfi begonnen werden, während der bestehende Mädchett*Eib% buz in Tel-Aviv ebenfalls einen k Zuschuß in der Höhe b#H kommt, wie ihn die Arbeitsvermittlungsstelle erfordert»; Dte Homiaj richtet nochmals an jede Agudistin und alle diejenL ' gen, die unsere Bestrebung in ihrem Wert erkennen, die dringende Bitte, durch pünktliche Zahlung des GruppU«* beitrages, Unterstützung der Groschensammlung und Re* nutzung der Ablpsungskarten, unsere materielle Kräfte ZU stärken, damit wir möglichst schnell unsere Arbeit vervtel* fachen können. — Außer dieser Erez Jisroel-Arbeit Wartet »Auhel Soroh« in Polen, die Berufsausbildungs-Schitle für die Beth Jacob-Schülerinnen nach der SchnientlassUttg, dringend auf unsere Hilfe. Ueber die Durchführung der Groschensammlung iltid Benützung der Ablösungskarten folgt in der nächsten Nummer Bericht. Eine ganze jüdische Arbeitergruppe bei Jerusalem niedergeschossen. Am Dienstag, den 9. November, wurde cler Jisclutw durch eine neue Schreckensnachricht erschüttert. Eine ganze jüdische Arbeitergruppe wurde in Migdal, 14 km von Jerusalem entfernt, von Arabern aus dem Hinterhalt beschossen. Sämtliche fünf Mitglieder der Gruppe, nämlich Puchowski, Bar Giora, Baumgarten, Olischewski und der sie begleitende jüdische Hilfspolizist Idzchak wurden tödlich getroffen. Sie waren alle Mitglieder der iKwuzah Baamalen und arbeiteten auf den Feldern in der jüdischen Kolonie Kirjat Anavim. Sie befanden sich gerade auf dem Wege zur Feldarbeit, als sie von den tödlichen Schüssen getroffen wurden. Der Ueberfall geschah so plötzlich, daß: der Hilfspolizist nicht dazu kam, von, der Waffe Gebrauch zu machen. Die alarmierte Jerusalemer Polizei nahm mit Hilfe von Spürhunden die Suche nach den Tätern auf.* In der Nacht auf Dienstag, 9. NovembeiV Wurde, die Telephonleitung zwischen Tel-Aviv und Haifa durchschnitten. An den Tatort wurden ,Truppön gesandt. Die Verbindüng zwischen beiden Städten wird über Jerusalem aufrechterhalten. Ostjuden-Razzia in Budapest. In den letzten Tagen hat in Budapest und Umgebung eine Polizeirazzia gegen zugewanderte Ostjuden mit zahlreichen Verhaftungen stattgefunden. Italien und der Wahlsieg La Guardias. ' Die »Wiener Zeitung« meldet aus Rom: Der triumphale Wahlsieg des Bürgermeisters von New-York La Guardia findet in der faschistischen Presse ein freudiges Echo. Die Blätter bringen auch sein Photo und unterstreichen mit Genugtuung seine Wiederwahl! La Guardia genoß st.ets große Sympathien in Italien. ׳ Seine seiüeirzeitigen ״Auseinandersetzungen mit Hitler-Deutscliland •Würden von Italien vertuscht. In Italien ist man offenbar bestrebt, nicht störend auf die guten Beziehungen, die in! New-York zwischen den dortigen Italienern und Juden bestehen, einzuwirken. Dies ist auch ein mitbestimmendes Element, weshalb Italien die antisemitische, Einstellung glattweg ablehnt. Italien ׳und die Juden. Aus Rom wird berichtet: Nach einer kurzen Pause beginnt sich Italien nun wieder mit den Juden im Sinne des befreundeten Dritten Reiches zu beschäftigen. Herr Interlandi, der Leiter des römischen »Tevere«, hat sich zuerst in dieser für Italien, bisher nichT existierenden Frage spezialisiert, und er weist heute nach — wieder einmal —daß die Juden schlechte Italiener, unverläßliehe Kantonisten und in Wirklichkeit gar keine Italiener, sondern chauvinistische Zionisten wären. Italien hat seit Beginn der Unruhen in Palästina unzweideutig* gegen die Juden und Engländer dort Stellung genommen, und diese Politik muß sich nun auch zwangsläufig auf die italienir sehen Juden auswirken, die in Wirklichkeit so unzionistisch und unpolitisch als nur denkbar sind. Das Regno' hat sehr bedeutende Staatsmänner gehabt, und hat noch Minister, welche Juden waren und sind. Dieser immer wieder vorgetriebene Versuch einer Judenkampagne in Italien ist umso bedauerlicher, als er durch nichts ande-! res als politische Konvenienzen gerechtfertigt erscheint, Soeben ist in einer billigen Volksausgabe eine Neuauflage der »Protokolle der Weisen von Zion« in italienischer Sprache erschienen. Die neue Ausgabe ist durch ein längeres Vorwort eingeleitet, in welchem betont wird, daß •die »Protokolle« authentisch sind und den Beweis dafür erbringen, daß die Juden mit allen Mitteln die Weltherrschaft anstreben. Die antisemitische Zeitschrift »La vitai Italiana« schrieb gelegentlich der Ankündigung der Neuv ausgabe: »Es ist möglich, daß jemand, vergessend, was unsere Zeitschrift seinerzeit über die »Protokolle« geschrieben hat, sich auf den Prozeß berufen wird, den die Juden in Bern provoziert haben. Dazu behaupten wir nochmals, daß alles, was wir in diesem Zusammenhang veröffentlicht haben, ungeachtet der Manöver der verjudeten Presse der Wahrheit entspricht.« In der gleichen Nummer der genannten Zeitschrift wird der Verlag der »Italienischen Enzyklopädie« scharf angegriffen, weil er die Redigierung des Stichwortes »An? tisemitismus« dem jüdischen Gelehrten Alberto Pincherle, Professor für Geschichte der Religionen an der Uriiyefsitat Rom, übertragen hat. »Der Jude Pincherle«, schreibt »La vita Italiana«, »hat diese Gelegenheit natürlichh dazu ausgenutzt, um die Echtheit der Protokolle, die seit 25 Jahren die jüdische Rasse nicht ruhen lassen, zu leugnen und ihnen jeden Wert abzusprechen.« Errichtung eines Rabbiuersemiuars in. Prag. Der öechoslovakische Ministerrat genehmigte in seiner Sitzung am 4. November die Errichtung einer höh©Len) Lehranstalt für die Heranbildung von Rabbinern in Prag. New-Yorker Juden in hohe Verwaltungsstellen gewählt# Der bekannte Rechtsanwalt und. Präsident der Jüdisehen Pädagogischen Gesellschaft, Stanley M. Isaacs, ׳ ist hei den Wahlen der Stadt und des Staates New-York auf der Liste des wiedergewählten Bürgermeisters Fiorello La Guardia zum Präsidenteu der Stadtgemeinde Muuhattan" gewählt worden. Isaacs, der 55 Jahre alt ist, spielte in den letzten 20 Jahren im liberalen Judentum eine füb* rende Rolle, Er hat £i(?h auf dein Gebiete des jüdishheii

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