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Jüdische Presse · 1937-11-05 · 38 (5.11.1937) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
38 (5.11.1937)
Date
1937-11-05
Page
– (sequence 3)
Language
German
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■״. ׳ .ך,;״.׳ ׳:; ־■׳ :״ ׳,. ׳■׳•״־׳;; . Wie es heißt.beabsichtigt er, sieh am 5. November wieder naelt Palästitta zu begeben, Neee Terrorfalle. . Am Margen des Sonntag, 31. Oktober, ist iit der Jaffas Straße in Jerusalem der 20 jährige aus Persien stammende jüdische Arbeiter Rafaet Nimdar von einem Araber angeschossen und schwer verwundet worden. Er wurde in bedenkiichem Zustande ins Krankenhaus gebracht. Von einem der von dem Attentäter abgegebenen Schüsse wurde auch ein zufällig vorbeigehender Araber getroffen und lebensgefährlich verletzt. Er erlag später seinen Verletzungen. Obwohl der Ueberfall am hellichten Tage verübt wurde und die Straße sehr belebt war. gelang es dem Attentäter, zu entkommen. Ueber die Altstadt von jentsalern wurde vorübergehend der Ausnahmezustand verhängt. Bei den am* Freitag in Jerusalem durch arabische Terroristen überfallenen vier Juden, von denen einer ge- ' tötet und drei verletzt wurden, handelt es sich um vier Mitglieder des Brit Trmnpeldor (Betar). Der Distriktskommissar hatte angeordnet, daß das Begräbnis des Todes- Opfers des Ueberfalles, des 52 jährigen in Palästina geborenen marokkanischen Juden Aron Älkavitz. am Spätabend des Samstag stattzufinden habe. Trotz der vorgerückten Stunde und des schweren Unwetters, das über Jerusalem niederging, hatten sich tausende Juden auf deih Fricföhof eingefunden. Ungefähr zur selben Zeit, als der Ueberfall auf die Betarim erfolgte, wurden beim St. Stephens-Tor jüdische Insassen eines Autos beschossen. Obwohl die Häuser in der Umgebung des Tatortes von stärkeren Polizeiabteilungen gründlich durchsucht wurden, konnten die Tater nicht festgenommen werden. Mehrere Araber sind im Zusammenhang mit dem Ueberfall auf das Auto der Palestine Potash Company, bei dem der .jüdische, Arbeiter,Mordechai Zlotnicki getötet־, wurde, verhaftet worden. Sie sollen gestanden haben, Mitglieder der berüchtigten arabischen Bande zu sein, die ihr Unwesen im Süden Palästinas treibt und von syrischen Arabern angeführt wird. Auf die Oelleitung in Transjordanien, sind drei An-;schlüge verübt worden. Die •von Palästina nach Aegypten führende Straße ist behördlich gesperrt worden. Die Maßnähme wurde getroffen, um die Aktion des nach Südpalästiria entsandten Militärs zu erleichtern, das die Nester der Aufständischen im Negew äuszukundschaften hat. Dem Dorf Scheich Danun an der syrischen Grenze wurde eine Kollektivstrafe von 100' Pfund auferlegt, weil Fellachen aus diesem Dorf an ,einem Ueberfall auf eine Polizeipatrouille teilgenommen haben. In das Dorf Samirja ist strafweise eine sieberiköpfige Polizeipatrouille gelegt worden. In Nablus wurden die städtischen Behörden aufgefordert, ein Verzeichnis aller erwachsenen Einwohner vorzulegen, damit die Kosten für die Erhaltung von 26 Hilfspolizisten von. ihnen eingezogen werden können. ‘."Wegen Durch- Schneidens von Telephondrähten in ,der, Umgebung von Jerusalem wurden 30 Fellachen verhaftet und nach Akko gebracht. Während der Säuberungsaktion, die englisches Militär in der!Gegend von Nablus durchführt, kam es zu Zusammenstößen mit bewaffneten Araberbanden in der Nähe von Tulkarem. Im Züge der Nachforschungen sprengten die Truppen mehrere Häuser in die Luft. ", Am Montag, wurde ..'wiederum die Telephonleitün’g, zwischen Jenin und iNablus unterbrochen. Die. Behörden haben den Gemeinderat in Jenin auf die, Folgen' aü'fmerk- . sam gemacht, die sich bei der Wiederholung ähnlicher Sabotageakte, .ereignen, Lönnjen. , yj, ,;ן';ו Staatssekretär Schmidt, verhandelt mit Polen auch über‘ Teilung Palästinas? Wie der Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur erfährt, wurde der österreichische Staatssekretär des Aeußeren, Schmidt, anläßlich seiner Reise nach Polen angewiesen, mit der polnischen Regierung über Fragen der Teilung Palästinas in Fühlung •zu treten. Insbesondere handelt es sich um die Sicherung der Heiligen Stätten, an denen sowohl Oesterreich als auch Polen als katholische Staaten ein besonderes Interesse haben. Zur Sicherung dieser Stätten soll zwischen Polen, Oesterreich und Ungarn ein besonderes Uebereinkommen getroffen werden, welches bei der vorzunehmenden Teilung im Völkerbund durch die Repräsentanten dieser drei Staaten einheitlich vertreten, werden soll; Das Zustandekommen eines diesbe- Er öffnete dieselbe, packte den Inhalt aus und Reb Jakow konntesich vor Ueberraschung kaum fassen: Diamanten und Brillanten — ein fürstliches Vermögen! Nachdem der Eigentümer nach genauer Inventur feststellte, daß der redliche Finder nichts entwendet hätte, zahlte er dem noch immer fassungslosen Reb Jakow den gesetzlich bestimmten Finderlohn aus — eine sehr hohe Summe,"dankte ihm für seine Ehrlichkeit und empfahl sich mit den besten Wünschen. Nun erst gewann Reb Jakow das!Gleichgewicht, wieder, steckte den ׳Haufen Geld ein, bestieg einen Wagen und begab sich zu einem der Hamburger Rabbiner, dem er den Sachverhalt schilderte und sich Rat behufs entsprechendem Logis und ritueller •Verpflegung erbat. Der Rabbiner bezeichnpte ihm ein vornehmes Hotel unweit der Synagoge und des rituellen Restaurants. Reb Jakow ließ sein Gepäck hinbringen und nachdem er sich gehörig installiert hatte, kam ihm der Gedanke, dem Manne, der ihn! eine solch hohe Summe auszahlte, einen Besuch abzustatten. Er begab sich also nochmals ins Fundamt und erkundigte sich um Namen und Adresse des Mannes. Er erhielt zur Antwort, daß es sich um den Diamantenhändler Israel Sarasohn aus Amsterdam handle, der zurzeit im Hotel X. in Hamburg wohne. ׳ iReb Jakow begab sich dorthin. Aber irä Hotel war der Name völlig unbekannt. Reb Jakow, den die Geschichte ein wenig rätselhaft anzumuten begann, bat den Portier, im Fundamt anzufragen, ob nicht ein Irrtum in der Adresse vorliege. Dieser erhielt jedoch die Auskunft, daß der Verlustträger das Hotel X, als sein Logis ängab. Verzweifelt stand Reb Jakow da; die Geschichte kam ihm immer merkwürdiger vor und er drängte in den Portier, ihm gegen ein gutes Trinkgeld die Adresse des (Herrn Sarasohn ausfindig zu machen. Der Portier sah im Gästebuch nach und stellte fest, daß im Hotel zufällig ein anderer Diamantenhändler aus Amsterdam wohne — dieser werde vielleicht Bescheid wissen. Als Reb Jakow diesem seine Angelegenheit vortrug, erklärte er dezidiert, er kenne persönlich alle Diamanten■! händler und -Makler in Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen — aber einen Israel Sarasohn gebe es unter diesen nicht. # Er sah auch im Verzeichnis der!Mitglieder der Diamanteubörsen in Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen usw. nach — nirgends war dieser Name zu finden. Reb Jakow verbrachte das •Neujahrsfest in Hamburg und begab sich dann direkt nach L. zu seinem Rabbi, ihm die rätselhafte Geschichte erzählend. Der ׳Rabbi dachte ein wenig nach und meinte: ■י־י־י, Ja. was gibt es da viel zu denken: Israel Sarasohn ייי■ das ist Roch der Name meines Großvaters, Rabbi Israel ben Sarah, des heiligen BaaLSchem.., zügliehen Üebereinkommens iZtrfseiten den drei Staaten soll auf Anregung des Vatikans erfolgt sein. Diese drei Staa* ten sollen sieh für die Teilitttg Einsetzen und England im Völkerbund diesbezüglich unterstützen, jedoch unter der Voraussetzung, daß die Wünsche dieser Staaten bezüglich der absoluten Sicherung der Heiligen Stätten Jerusalem, Bethlehem und!Nazareth berücksichtigt werden. (Eine Be. stütignug dieser Meldung von; 'Zuständiger Stelle liegt nicht vor.) . /* \ ‘ ' יי ■ Die Drahtzieher der arabischen!Agitation in Palästina. tm »Vendetniaire« macht George Herald beachtenswerte genaue Angaben über die nichtarabischen Drahtzieher der arabischen Propaganda in Palästina. Danach werden die Araber in ihrem Kämpf gegen die Juden und die Engländer nicht nur von^ Italien unterstützt, das in Bagdad eine regelrechte militärische und diplomatische Akademie für die junge arabische Intelligenz unterhält, sondern vor allem von drei Persönlichkeiten, die aus einem persönlichen Fanatismus heraus die arabische Sache unterstützen. Der eine von ihnen ist Fawsin Eddin el Kawalschi (Fauzi Bey el Kaukgdyi? die Red.), ein ehemaliger türkischer Offizier, def seit Jahren im Dienste der verschiedenen Mächte im v,Orderen Orient gegen das Eindringen der kommunistischen Propaganda kämpft. Er hat die Beziehungen zwischen dem abgesetzten Mufti von Jerusalem und den italienischen Propagandisten vermittelt. Neben ihm ist ein Amerikaner tätig, Charles Crane, Sohn des »Badewannenkönigs« yon Chicago, früher im diplomatischen Dienst der USA..fiind deren offizieller Beobachter in Palästina, heute fanatischer Anhänger der arabischen UnabhängigkeitsSew'pgung und deren hauptsächlichster Finanzier. Crane, dem man fast immer in Begleitung des arabischen Agitators Antonius (ein Deckname) sieht, war mit diesem erst kürzlich in Rom. wo er mit maßgebenden Persönlichkeiten des italienischen Kolonialministeriums verhandelte. Dejr dritte ist der etwa 50jährige deutsche Asienforscher ,Franz Ludwig Schweller, tler seit Jahren unter clen Arabern wie einer ihresgleichen lebt, verehrt und von Legenden »msponnen. Er heißt »der deutsche Lawrence« und die Araber sagen von ihm, er sei ״ der einzige Ungläubige, der »keinen Krieg führe und das Geld verachte«. Schweller soll sieh in der Tat gegen Gewalt ausgesprochen haben: er vertraut der Wirkung der Propaganda. Er unterhält Beziehungen zu Tbn Saud und redigiert selbst einen großen Te)l der arabischen Agitatiortsschriften. LPA ih.n*!(:*/׳ -)Mi n-•<?;7'■ ,ג<־f׳• i'jj Franzbranntwein und jetzt auch Zahn-Grem e Die Vorgänge in Polen Das Hochschul-Ghetto. ׳ m .ןן, •י!. , ' •־.■.־\ «. r , In den Kreisen der fortschrittlich gesinnten, polnisehen Professoren wächst der' (r‘,I(Viderstand gegen die Ghettositzordnung an den Hoclischulen. Dieser Tage fand eine Beratung der Professorender. humanistischen Fakultat statt, in der sich die Teilnehiper gegen die ungerechte Verordnung des Rektors der ‘Warschauer Universität wandten. In derselben Sache ist. eine Sitzung der Professoren der medizinischen Fakultät einberufen worden. Man erwartet, claß eine Resolution, gefaßt werden wird, in der das Rektorat an (gefordert wird, : die Ghettositzordnung abzuschaffen. Diese Verordnung muß übrigens noch durch den Universitätssenat bestätigt «Werden. Wird sie vom Senat abgelehnt, dann muß der Rektor die entsprechenden Konsequenzen ziehen. •’ Der hervorragende Philosoph ,‘Prof. Tadeusz Kotarbinski hat, als nationaldemokrati^che Studenten in seiner Vorlesung die Juden-zwingen',wollten, die Bänke,auf der linken Saalseite einzuiiehmen, , erklärt, er appelliere an diejenigen, die noch ein Gewissen ’haben. Wäre er ein junger Mann, dann würde er sich jetzt aktiv an die Seite der jüdischen Studenten, stellen, um die polnische Kultur von der Schande zu befreien, die die] Ghettositzordriung über sie ,gebracht habe. Als auf der1 humanistischen Fakultät während einer Vorlesung des Soziologen Prof. Czarnowski Rufe laut wurden, daß die Judeiä auf den linken Bänken Platz nehmen sollten, erhob siclv der Professor und erklärte in starker Erregung, er werde die Einführung eines Ghettos in seinen Vorlesungen nicht dulden, solange er Universitätsprofessor sei. Die jüdischen Studenten forderte er auf, alle freien •Plätze, ohne Rücksicht auf die Numrnern, einzunehmen, In Lublin ist eine »Woche Ales polnischen Akademikers« proklamiert worden. Aus diesem Aalaß demonstrierten Studenten in den Straßen unter dem Ruf -»Tod den Juden«. .£! In der nationalradikalen Zeitung »ABC« wird die Einführung von Ghettobänken apch in den höheren Schulen verlangt. Das Blatt beruff sipjr dabei auf eine soeben vom Warschauer Schulkuratbriujn veröffentlichte Erklärung, daß die Sitzordnung in 'dep,.,Klassen dem pädagogisehen Ermessen der Lehrer überjpssen bleibe. Im Hinblick darauf, daß dip, jüdischen Mittelschulen während des Proteststreikes ^espjUps?en waren, hat das Schulministerium die Schulleitungen aufgefordert, die Namen׳ der Eehrer anzugeben. während. des Streiks nicht zum Unterricht gekommen, sind. ז . Der Rektor der Universität Lemberg, Prof, Kulszynski, hat sein Amt niedergelegt., Der Universitätssenat hat seinen Rücktritt vorläufig nichi.j&ur Kenntnis genommen. Prof, Kulszynski hat sich zu s.eiheaL Schritt infolge schwerer judenfeindlicher Ausschreitungen an. der Remberger Universität veranlaßt gesehen, per Rektor hatte, den engeren Senat einberufen, um über die Sjtrafmaßnahmeu gegen die nationaldemokratische .Studentenschaft zu beraten. Als es sich zeigte, daß ein Teil der Mitglieder des Senates gegen derartige Maßnahmen war, erklärte der Rektor seinen Rücktritt, Prof, Kujszynski hatte sich gegen die Einführung des Hochschulghlttos ausgesprochen und wurde deswegen von den nationalistischen Studenten in Flugblättern bekämpft.; In der Vorlesung׳ des Prof. ״Suchardt auf der chemM scheu Fakultät wurden jüdische^;Studenten von Nationaldemokrateu überfallen und mit f1Ejisenstangett mißhandelt. Drei jüdische Studenten wurden^sb sfihwer verletzt, daß sie ins Krankenhaus gebracht werde» mußten, An einem von ihnen. Abraham Bnmnwasser, mußte sofort eine Ope* ratiott vorieuommeu werden. Sieift, Zustand ist Iebettsg^- fähriichi Der Rektor» Prof. JÄ dir ZeugA der ÄttssBhtei* tungett war» schritt nicht ein. , . ‘ Nach dem Proteststreik gegen das Hochschulghetto waren die jüdischen Schüler der Handelsschule in Wafrf?: schau vom weiteren unterricht süspeudiert worderi. DeiL yorgeladenen Eltern erklärte der Direktor, er sei bereif*i die Schüler wieder aufzunehmen, jedoch unter der Bedih* »ung, daß sie sich den Anordnungen des pädagogischen Rates fügen. Daraufhin gaben die Eltern zur Antwort, daß die Schüler sich solchen Anordnungen nicht fügen würden, falls sie für die Juden beleidigend sind. An sämtlichen Warschauer Hochschulen wifhle ein Aufruf der nationaldemokratischen Studenten gegen die fortschrittlich gesinnten Professoren und die jüdischen Studenten, die das Hochschulghetto nicht akzeptieren Wollen, verteilt. Vielfach kam es zu Zusammenstößen. Der nationaldemokratische »Dziennik Narodowy« gibt bekannt, daß die antisemitische Studentenschaft beschlossen habe, die jüdischen Studenten zum Sitzen während, der Vorlesungen zu zwingen und demonstratives Stehen' zu verhindern, In Krakau forderten die nationaldemokratischen Hörer der Handelsakademie ,die sofortige Einführung des Hochschulghettos. Jüdische Studenten wurden schwer mißhandelt. Prof. Zobinski nahm die Juden in Schutz, andere Professoren nahmen für die Nationaldemokraten Partei. Der Rektor der Universität Wilna gab bekannt, daß die Sitzordnung in den HÖrsülen die gleiche bleiben wird wie im Vorjahr. Dies wird als Einführung der Ghettobänke anfgefaßt, da zu Ende des vorigen Studienjahres jüdische Studenten vielfach auf Ghettobänkan sitzen mußten. Bei einem Ueberfall auf jüdische Studenten wurden:/ zehn von ihnen verletzt. ( 'm »‘4 Die täglichen Pogrome. w In der Ortschaft Mlawa im Kreis Warschau ist es am Markttag zu blutigen Ausschreitungen gegen die jüdisehen Händler gekommen. Fünf jüdische Markthändler wurden schvver verwundet. Fast alle haben Verletzungen am Kopf erlitten. Die Stände der jüdischen Händler wurden umgeworfen, die Waren vernichtet. Fünfzehn Nationaldemokraten und drei Juden verhaftet. Eine Abordnung der jüdischen Bevölkerung von Mlawa kam nach War-, sChau, um beim Ministerpräsidenten Skladkowski Beschweule zu führen.; :!ז־ In einem Vorort von Warschau haben Huliga'hs11|i.atlf׳ den jüdischen Bäcker Abraham iRosensteiiv'^yiftShTfei'e' Schüsse abgegeben, von denen einige träffeW3 Rö§änstein wurde in hoffnungslosem Zu^ap.cl! instK1׳ankenhaus ge- In Drohobycz.i Galizie.nl;,-mißhandelten Huligans den jüdischen KaufitianfaTBernard Rappaport schwer. Rappnport ringt anit!dem Tode. In Lemberg wurde der polnische Richter!:Strzelecki blutig geschlagen, weil er.irrtümlich für־ einem!Juden gehalten wurde. In mehreren Orten Ostgali-: ziehs ,griffen Huligans jüdische Häuser an imd zertrüm-. -N merten die Fensterscheiben. ' ־״ 'V:i? Der Bürgermeister von Posen, WiecköWski, ver-, ׳׳,׳ ׳; sandte ein Rundschreiben an alle städtischen Angestellten, . in dem. er allen städtischen Beamten, die bei Juden kaufen,. , - jüdische; Aerzte aufsuchen oder sonstigen Verkehr mit ’ i. Juden haben, mitteilt, daß sie keine Aussicht auf Beför- : derimg haben. Da sich das Einschlagen von Fensterscheiben in den ־',£■£ kleinen Städten in Polen immer wiederholt, ist die -jüdi- s'chiöMBe^ölkeriiiig in'lzahlreiöheh!Orten' dazii' üü^rgegartgen, Scheiben aiis Zelluloid lind anderen durchsichtigen Stoffen ] einzusetzen; ׳ ״ ■ ■-■׳:. Das Lodzer Kreisgericht verhandelte über die Berufung der Nationaldemökratin Helena Slodowicz, diet wegen eines beleidigenden Zwischenrufes gegen Marscha'll Pil-' . ־y] sudski bei einer Versammlung in der Lodzer Philharmonie; zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden war. Auf die Beteuerung hin, daß sie lediglich gerufen hat: »Warum schlachtet man nicht alle Juden ab?« sprach das Berufungsgericht die Angeklagte frei. Jüdische Gemeinde und Kaufmännischer Ve.rband der Stadt Rawa-Mazowiecka sandten eine Delegation an dfe jüdischen Zentralstellen in Warschau, in der diese ersucht ' ׳ werden, die Regierungsstellen darauf aufmerksam zu mä- ־ eben, daß die Judenheit der Stadt seit längerer Zeit furchtbarem Boykott-Terror ,ausgesetzt ist und daß es leicht zu einem Pogrom kommen könne, falls nicht rechtzeitig eingeschritten wird. ' ■ ,• •{■״־'* Im Kraszynski-Garten in Warschau begossen zwei /;•V Huligans das in seinem Wagen schlafende 4^»jährige jü-, dische Mädchen Mirjam Menake mit Petroleum, zündeten es an und flüchteten. Das Kind erwachte unter gräßlichem ׳ יי, Geschrei. Das Feuer konnte rechtzeitig gelöscht werden. Das Kind hat nur unbedeutende Wunden davohgetrageri; 1 Mm ,Sfr 'Af tstheduutowakei Semestereröffn-ung an der Preßburger Jeschiwo. Am vergangenen Sonntag hielt Seine Ehrwiirden Herr Oberrabbiner Schreiber ישליט״ א der geistige Leiter der altbewährten und weltbekannten Jeschiwo des »Chassam Sofer« zu Bratislava zu Beginn des Lernens im Haupt- , schiur die übliphe eindrucksvolle Pesichö. Es haben sich'1 nebst der vollzählig erschienenen Bachiirim, auch das BesH Din und eine Vertretung der Kphillö-Leitung, wie; auch eine größere Anzahl angesehener Baäle Batim, meist ehe-r malige Schüler der Jeschiwo, zu dieser feierlichen Eröffn־, nungsansprache im großen Schivirsaal eingefunden. Oberrabbiner Schreiber bespricht, an treffliche Worte der Thora und des Midrasch anknüpfend, die ungeheuer große Bedeutung der Vertiefung in die Geheimnisse und Lekreu unserer Thora, besonders für den jungen jüdischen Men- : sehen, der aus ihr Weltanschauung uud Richtlinien füy seine■ Lebensführung schöpfen?011, Redner kam auch auf den Wert der Machsike Thora zu sprechen, fienen der große Verdienst der Teilhaftigkeit an den Verdiensten des Thoralerners in Possuk und Talmud zugesprochen wurde. Nachdem er sodann den Bachurim; noch einige Weisungen für ihre Aufführung als Vortruppe des Judeutums gab,, begann er mit dem vortragön-im.Schiur des nunmehr beginnenden Wintersemanes, wonach diese schöne Feier schloß. Mazewo-Stellen tüi* Rabbi S. Lebowits s. Z. I. Dienstag תל לדלת 'S fand am Preßburger Bes Hachajim die Mazewo-Setzung für den vor einem Jahre heimgegangenen Dajou der Preßburger Kehillo, Rabbi Simon Lebovits s, Z. 1״ statt, Es fanden?ich hiezu das elu־■! würdige Bes Din und eine Abordnung des Gemeindeyor- Standes, wie auch viele Verehrer, des Verewigten an seK nem Grabe ein, um ihrem geliebten und geachtetem Kol- legeu bzw, geistigem Repräsentanten pietätvoll? Ehre Zn erweisen, Seine Ehrwürden Herr Oberräbbiner Schreiber ״ שלי0״אhielt ^ine längere Gedeukrede. i» welcher er der großenVorzüge Rabbi - S,: Lebcmts*1: ,%■;;.?״־,^;seihäsrgfö^ ßeii Thorawi?sen?, seiner besonderen Bescheidenheit, Anspruchsiosigkeit und Wahrheitsliebe gedachte undhervor-

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