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Jüdische Presse · 1937-10-01 · 33 (1.10.1937) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
33 (1.10.1937)
Date
1937-10-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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mit Eisenstäben bewaffneten Huligans zusammen, die jüdisehe Passanten tibetfielett «nd rtiecterscltht^en. Die Hitli* Sans ^tttürntneften die Fenster der Synagoge in der Ctzy^ bowska, sowie zahlreicher jüdischer Häuser und Läden. Im Sächsischen Garten, der in den letzten Tagen wiederholt der Schauplatz von Ueberfällen auf Juden war, wurden zahlreiche Juden blutig geschlagen. Zu vereinzelten Ausschreitungen kam es auch in der Zeläzna-, Panska-, Wielka-, Siena-Straße und in anderen Teilen der Stadt* Im Hinblick auf die sich täglich wiederholenden Aus* schreitungen in der Hauptstadt und auf die immer erregtere Stimmung, hat sich der Warschauer Wofwode Jaroscewicz nach Rücksprache mit dem Premierminister Sladkowski entschlossen, mit den schärfsten Mitteln gegen die Ruhestörer vorzugehen. Durch Maueranschlag wurde eine Kundgebung veröffentlicht, in welcher Personen, die bei antisemitischen Ausschreitungen angetroffen werden, angedroht wird, daß sie vor Sondergerichte gestellt und je nach der Schwere der Tat im Schnellverfahren mit Zuchthaus von 1 bis 10 Jahren bestraft werden. Außerdem wurden die ordentlichen Polizeistrafen verdreifacht, Als weiteres Mittel zur Aufrechterhaltung der Ordnung und zur Verhinderung von Ausschreitungen wurde allen Zeitungen verboten, Nachrichten über diese zu bringen. Die Verbreitung des Wochenblattes »Falanga«. Organ einer jugendliehen polnischen Nationalistengruppe, die eine besonders heftige antisemitische Propaganda entfaltete, wurde verboten. In ßielitz ist noch immer nicht volle Ruhe eingetreten. In den Synagogen fanden an den Sukkot-Feiertagen keine Gottesdienste statt, da die Juden aus Furcht vor weiteren Ueberfällen ihre Wohnungen nicht verlassen. Inzwischen fahren antisemitische Hetzagitatoren fort. Gerächte von jüdischen Ueberfällen auf Polen zu verbreiten. In Czenstochau nahmen Huligans eine katholische Demonstration, an der etwa 60.000;Personen teilnahmen, zum Anlaß für antijüdische Ausschreitungen. Jüdische Passanten wurden überfallen; zivei von ihnen wurden in schwerverletztem Zustand ins Krankenhaus, gebracht. — Im Städtrat von Czenstochau brachte •die nationaldeinokratische Fraktion den Antrag ein, mit Rücksicht auf die f Bedeutung der Stadt für den polnischen Katholizismus alle Juden aus ihr zu entfernen. Der Wortlaut des Antrages wurde durch Maueranschläge bekanntgegeben. In der Sitzung des Stadtrates verlangte der Sprecher der Nationaldemokraten, daß ein früheres Gesetz, demzufolge Juden der Aufenthalt in einem Umkreis von zwei Meilen verboten wird, wieder in Kraft treten soll. Die Abstimmung über den Antrag wurde von dem Vorsitzenden mit der Begriindung abgelehnt, daß er verfassungswidrig sei. : In vVolomin, Distrikt Warschau, begossen Huligans. die Synagoge und eine Anzahl jüdischer Häuser mit Petroleum und zündeten sie an. Nur mit Mühe konnte ein größerer Brand verhindert werden. Weitere Ausschreitungen ereigneteu sich in Radom, wo die Huligans zahlreiche Fensterscheiben jüdischer Häuser zertrümmerten, und in dem Städtchen Trestina. * In Czyste wurden jüdische Frauen, die ihre von Huligans verletzten Angehörigen im Hospital besuchen wollteil, von einer Bände Huligans angegriffen. Die gleiche Baude griff eine jüdische Beerdigungsprozession, die aus dem Hospital kam, an. Im Distrikt Czyste wurden in den letzten Tagen im Zusammenhang mit den antijüdischen Exzessen 200 Personen verhaftet, davon fast die Hälfte Juden. Die Versicherungsgesellschaften, die infolge des unaufhörlichen Einschlagens von Auslagenfenstern in jüdi-!sehen Geschäfte große Verluste erlitten haben, weigern siöh,<•GlasVersicherungen " von 1 jüdischen Kunden ■ anzunehmen. ׳ ־ ' ׳ ׳ י In einem Dorfe in der Nähe von Sniatyn veranstalteten Huligans schwere antijüdische Exzesse, die jüdische Frau Buk wurde sehr schwer verletzt. . In der Stadt Gologora griffen Huliganbanden jüdisehe Passanten an, verletzten mehrere, der Jude Klein und seine Frau , wurden schwer verletzt. Tn. Osmiana und Nowawileika. griffen Huligans die jüdische Bevölkerung an und fügten mehreren Juden erhebliche Verletzungen bei. 20 Nationaldemokraten wurden als die Anführer verhaftet. In Andzejewo, Distrikt Bialystok, haben Huligans;schwere, antijüdische Exzesse verübt; zahlreiche Fensterscheiben an Wohnungen und Läden wurden zerschlagen, andere Wohnungen und Läden ganz demoliert, mehrere Juden wurden verletzt, einige von ihnen sehr schwer. < Im Dorf Wyeszchowice bei Tarnow in Ostgalizien 'wurden die Häuser von drei jüdischen Familien durch Huligans vollständig niedergebrannt. Der Warschauer Schülinspektor Adam Bialecki; der eine Jüdin zur Frau hat, mußte infolge der antisemitischen Hetze gegen ihn sein Amt niederlegen. ׳ Der Gouverneur von Wilna verfügte die Niederreissung aller jüdischen Sukkot-Hütten mit der Begründung, daß diese die Stadt verunzieren. das hMstiM-hßtöm Der Beschluß des Völkerbundrates In der öffentlichen Sitzung des Völkerbundrätes vom 16. September legte der Vorsitzende des vom Rat eingesetzten Palästina-Komitees, Außenminister Antönescu, eine Entschließung vor, die einstimmig und ohne Diskussion angenommen wurde. Der Rat vertagt danach seine Entscheidüng־ und Stellungnahme zum Palästinaproblem auf unbestimmte Zeit, »bis er in der Lage ist, das Problem in seiner Gesamtheit zu behandeln«. Er betont, daß bis zu diesem Zeitpunkt das bisherige Mandat, über Palästina in Kraft bleibt und daß die englische Regierung eine Prüfung des . Einwanderungsproblems vorzunehmen habe; er erklärt sich damit einverstanden, daß die Britische Regierung die entsprechenden Maßnahmen zur Einwanderungsfrage trifft. Die Entschließung hat folgenden Wortlaut; . ».Im Hinblick auf die Erklärung der Regierung des Vereinigten Königreiches vom Juli 1937 über die Schlußfolgerungen der Kgl. Kommission für Palästina, im Hinblick auf die vorläufige Meinungsäußerung der Mandatskommision an den Rat, im Hinblick auf die von dem Vertreter des Vereinigten Königreiches in der Sitzung des Rates vom 14, Septembei1937 ־ abgegebene Erklärung und der Aussprache über die Verfassung Palästinas, die in der gleichen Sitzung stattfand, in Anbetracht der von der Regierung des Vereinigten Königreiches geäußerten Absicht, das Studium des Verfassungproblems Palästinas fortzurühren und sich besönders auf die Lösung durch eine Teilung des •Gebietes zu konzentrieren, ' indem der Rat an die von dem Vertreter des Vereinigten Königreiches in dieser Hinsicht über die Einwanderungsfrage abgegebenen Zusicherungen erinnert, ist der ■Rat damit einverstanden, daß die Regierung des Vereinigten Königreiches ‘׳die besagte Prnfun'g vornimmt und die damit zusammenhängenden Maßnahmen trifft. f שנה הכאה פניי! :»«<1.1. ^4, jAp jnwftftftnnflmiy!'<־« חיז fco- UL ülfflSl 5®®®pn! Xmm. wsm Das mi kommende 3ahrin JERUSALEM mwi מיט ״לשנה הבאה בירושלים״ איזט תפלת נעולה בעענדעט, גרוים זיי דיא פריידע, דער נמר; חתימה טובה, יעדער איילט צו׳ הויזע, דיא פאממיליע איזט פאלקאממען פעחאמעלט, אום גאך .24 שטוגדיגען פאסטען, דאם נאכטמאהל צו נעגיםסען. עם שמעקט זעהר נוט דאס נעבאקטץ וועלכעס מיט כשר "צערעם" נעבאקען ווארדע, אוגד דיא שפייזען וועלכע מיט "אמענא" כשר פפלאגצען מארנארינע הערגעשטעלט זינד. כשר 100% Pflanzenfett OMEGA . כשר PftÄHllHflAMMIHl *SCHICHT OMEGA reine Pflanzenmargärine Beide für Milch- und Fleischspeisen Indem er ferner unterstreicht, daß das Mandat vom 24. Juli 1922 bis zu anderweitiger Entschließung in Kraft bleibt, vertagt er eine Betrachtung des Kernproblems, bis der Rat in der Lage ist, sich damit in seiner Gesamtheit zu befassen, und behält sich seine Entscheidung und Stellungnähme in der Zwischenzeit völlig vor.« % Kopf! HeT BACKPULVER und VANILLIN ZUCKER. Agudas Jisroel will am Aufbau des Judenstaates teiinehmen. Ueber die Ergebnisse der letzten Kenessio Gedaulo wurde in London in einer unter dem• Vorsitz des politisehen Sekretärs der Aguda, H. A. Goodman,' abgenaltenen Versammlung berichtet. Der Vorsitzende hielt dem verstorbenen Präsident-Befreier der Cechoslovakei, Thomas G, Masaryk, einen von den Anwesenden stehend angehörten Nachruf. H. A. Goodman erklärte, niemand habe sich bei der Einberufung der Kenessio vorgestellt, daß die Frage des geplanten Judenstaates einen der wichtigsten Verbandlungsgegenstände bilden werde.’ Trotzdem sei es in Marienbad und nicht 1n Zürich gewesen, wo die Stimme des historischen jüdischen Volkes zu hören war. Der Redner wies auf die dringende Notwendigkeit hin, in, diesem Augenblick einig zu sein. Die Aguda habe sich wiederholt bemüht, eine Kooperation der verschiedenen Orgänisationen herbeiznführen. Der von ihr gemeinsam mit der Neuzionistischen Organisation gemachte Vorschlag, eine Tablekonferenz einzuberufen, sei jedoch von der Jewish Agency nicht einmal beantwortet worden. Das Colonial Office habe versichert, daß die Ansichten der Aguda und ihrer Anhänger in Palästina von der neuen Palästina-Kommission gehört werden würden. Es. sei bedauerlich, daß es jetzt wieder zu einer Zersplitterung in Parteien kommt, während die Gegner der Juden geeint sind, Schuld daran seien diejenigen, die die Orthodoxie unter das Joch eines weltlichen Nationalismus bringen wollen. Der Präsident der Aguda*Weltorganisation, Jacob Rosenheim, stellte fest, daß alle Delegierten in Marieubad sich darin einig gewesen seien, daß der Judenstaat nur auf religiöser Basis und unter Mitwirkung der Aguda aufgebaut werden kann. Es sei bedauerlich, daß von einem Teil der jüdischen Presse die Kongreßbeschlüsse fälschlich so dargestellt wurden, als werde in ihnen die Errichtung des Judenstaates abgelehnt. Die Meinung der Idealisten, die eine religiöse Entwicklung für den Judenstaat erlioffen, habe sich gegenüber der Furcht der Realisten vor Behinderung der Orthodoxie in Palästina durchgesetzt. Beide Anschauungen kämen in den Beschlüssen des Rabbinischen Rates und der Kenessio zum Ausdruck. Die Resolution der Kenessio Gedaulo zur Teilungsfrage im Kolonienministerium. Der politische Sekretär der Agudas Jisroel, H. A. Goodman, hat dem Unterstaatssekretär im Kolonienmiuisterium die von der Kenessio Gedaulo zur Frage der geplanten Teilung!Palästinas gefaßten Resolutionen überreicht. Es verlautet, daß der Aguda Gelegenheit geboten werden wird, vor der endgültigen Entscheidung über das Palästinaproblem und das Schicksal des TeiLungsplanes ihre Stellung offiziell darzulegen. Die Juden bilden 29.3% der Bevölkerung Palästinas.!Nach amtlicher Schätzung betrug die Bevölkerungszahl Palästinas Ende Juni 1937 1,316.767. Die Nomaden und Angehörigen der Armee sind hiebei nicht miteingerechnet. Die Zahl der Gesaratbevölkerung ist somit seit Ende März um 624 gestiegen. Daß diese .Zahl so klein ist.״ ist .darauf zurückzuführen, daß Ende Juni zahlreiche Touristen außerhalb des Landes weilten. Die natürliche Vermehrung der Bevölkerung im zweiten Vierteljahr 1937 betrug 6046; es wurden 12.416 Gebarten und 6370 Todesfälle verzeichnet. Der Verlust durch — zum größtenteil saisonbedingte — Ausreise betrug 5422, Die Gesamtbevölkerung am 50. Juni setzte sich aus 809.394 Mohammedanern (61.5% der Gesamtbevölkerüng), 386.084 (29.3%) Juden, 109.769 (8,3%) Christen und 11.520 sonstigen Personen zusammen. Und jetzt auch Alpa-Zahncreme. Sie ergänzt den Alpa-Franzbranntwein in seinem Dienste an Gesundheit; Schönheit und Hygiene. Sie wurde mit aller Sorgfalt her* gestellt, damit sie dem bewährten Namen Alpa Ehre mache und sich des Vertrauens, das man dem Namen Alpa ent? gegenbringt, würdig erweise. — Alpa nimmt seine Aufgabe» seine Sendung ernst. Und deshalb verspricht Alpa auch nichts, das in den Wirkungsbereich des Arztes fällt und das eine Zahncreme niemals zu leisten vermag, -י- Der Arzt heilt kranke Zähne, er entfernt den Zahnstein! Alpa* Zahncreme verhindert das Zersetzen der Speisereste und bewahrt. die Zähne vor dem Krankwerden. Alpa-ZahncrAme bewirkt einen reinen wohlriechenden Atem und, erfrischt angenehm. Sie ist auch ausgiebig, schön gesohmeidig und schäumt kräftig. Sie hat alle Eigenschaften, clie! man von einer guten, feinen Zahncreine verlangt und die eine wirklich erfolgreiche Pflege der Zähne und der Muftdhöhle verbürgen, Alpa-Zahncreme verdient es, daß Sie einen Versuch mit ihr machen.

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