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Jüdische Presse · 1937-09-17 · 31-32 (17.9.1937) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
31-32 (17.9.1937)
Date
1937-09-17
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr,' '31/52! PPPP^if Me 5 Ä8i Üttsefe Pflichten ttath der Keiiessio Die Feierstunden der Keitessio sind verrauscht. Vorüber sind die festlichen Tage der großen Bilanz und der heilig-ernsten Vornahme, an denen die Agudas jisroel- Weltorganisation vor G־—tt und Menschen über ihre Vergangenheit Rechenschaft abzulegen und ihr Znkunftsprogramm zu entwerfen hatte. Verklungen sind die feierlichernsten Töne des großen g? S i 11 j 1 S ש H der thoratreuen jüdischen Volksgemeinschaft, die einstweilen den Namen »Agudas jisroel« führt. Die Tage runden sich schon *zu einem Monat, seitdem unsere Weltorganisation mit der schweren, weil verantwortungsvollen, Bürde dev Resolutionen die Schwelle des festlich geschmückten iVIarienbader Kongreßsaales verließ, um an die wochentägige, harte Arbeit ihrer Verwirklichung zu schreiten. Nach den Tagen der Buße, der seelischen Einkehr, Rechenschaft und Besinnung, schreitet der Jude an die Errichtung seiner Lebenshütten im Angesicht G—ttes: die durch Menschenhand vollendete g—ttumfriedete Sukko — H D ת ה ת כ נ פ י ד ת ה — ist die Frucht, die aus dem tränengetränkten Boden der Tschuwo und der guten Vorsätze emporblüht... Die Kenessio Gedaulo hat den alten Aufgaben der Agudas Jisroel eine Reihe neuer hinzugefügt. Die Erfiillang dieser neuen Aufgaben erfordert eine erhöhte funktiohelle Aktivität der Organisation. Und dies nicht nur ihres Weltapparates, sondern auch ihrer Landesverbände. Das intensive und erfolgreiche Funktionieren des Appa- ־ rates der Weltorganisation hat eine normale, fleißige und lebenserfüllte Tätigkeit der Landesorganisationen zur Voraussetzung. Stehern ja die einzelnen Landesorganisationen zur Zentralstelle des Weltverbandes in demselben Verhält- •nis, wie die einzelnen Organe eines Körpers zum Zentrum seiner Blutzirkulation: zum Herzen. Erschlafft dieses zentrale Organ des lebendigen Organismus in seiner Funktion, so ist der gesamte Körper gefährdet. Andererseits ist aber seine gesunde Funktion von der Intaktheit der anderen Organe des Körpers abhängig. Es kann ihnen ihren Lebenssaft nur dann zufiihren, wenn ihre Zellengewebe und ,Blutgefäße in unbeschädigter Lebenstätigkeit dastehen. Wenn nun unsere Weltorganisation mit frischen Impulsen und verjüngten Kräften an die Arbeit der Verwirklichung ihres Programmes geht, da ist es auch Pflicht der slowakischen und podkarpatskarussischen Landesorgani^ation, sich auf ihre zukünftigen Aufgaben zu besinnen. Ja wir möchten uns anmaßen zu sagen: sich auf ihre Existenz zu besinnen. Und wir hoffen, daß es uns nicht iibelgenommen Werden wird. Wir entsinnen uns in diesem .Zusammenhang einer Aeußerung des unvergeßlichen Neutraer Raw, R. A. A. Katz s. Z. 1.: »Ich bin Organisation»- Präses ohne Organisation...« Und in der Tat! Unsere slowakische Landesaguda zeichnet sich innerhalb des Weltverbandes vielleicht am glänzendsten durch ihre — Untätigkeit und• Funktionsschlaffheit aus. Was an Agudas Jisroel in unserem Lande merkbar in die Erscheinung tritt, ist bloß die Jugendorganisation. Diesem Zustande muß ein Ende gemacht werdeu. Unser orthodoxes Baale Batirn- Publikum muß sich endlich einmal aus seiner Verhängnisvollen Trägheit in bezug auf Agudas Jisroel aufraffen, zu regelrechter agudistischer Arbeit. Es geht nicht an, daß man von der Existenz eines agudistischen Baale Batim- Publikums erst anläßlich der in langen Zeitabständen stattfindenden Landeskonferenzen Kenntnis erhält. Es müssen in allen Orten, in denen Jugendgruppen A'orhanden sind, auch regelmäßig funktionierende sogenannte »Ortsgrruppen« gegründet werden, deren Mitglieder zu den Statuten und zu monatlichen Beiträgen verpflichtet werden, damit schon endlich einmal das Kuriosum eines in der Luft schwebenden Landesvorstandes aufhöre.; Der erste Schritt zur Reorganisierung unserer Baale- Batim-Agudo wäre die schleunige Einberufung einer agudistischen Landestagung (wie uns bekannt ist. wird eine solche schon ■für die Chanukkozeit vorbereitet. Anm.d. R.), auf welcher alle einschlägigen Fragen durchberaten werden sollen und durch die Einsetzung einer geeigneten Leitung die Durchführung dieser Reorganisation garantiert werden würde. Eine festgefügte Baale Batim-Organisation könnte dann mit Erfolg an die Lösung der bei der Kenessio festgelegten agudistischen Aufgaben herangelien. Zu diesen Aufgaben zählen vornehmlich die auf dem Gebiete des Chissuk Hadass. Gerade auf diesem Gebiete hat die slcfwakische Orthodoxie schon einige Schulung und Erfahrungeii hinter sich. Vor dem Weltkriege gab es in unserem Lande die »Machsike Hadass«-Vereinigung, welche unter der leitenden Mitarbeit des Neutraer Raw s. Z. 1. — der auch eine Zeitung dieser Vereinigung redigierte — nicht unbedeutende Erfolge für den Chissuk Hadass aufzuzeigen hatte. Ep müßte, also von weiten Kreisen unserer orthodoxen Oeffentlichkeit die Resolution der Kenessio Gedaulo freudig begrüßt werden, welche neben der Einsetzung eines Ressorts für Chissuk Hadass beim Waad Hapoel auch die Einsetzung eines solchen bei den Landeszentralen lind jeder Ortsgruppe fordert.־״ In der reorganisierten Ortsgruppenorganisation würde die alte »Machsike Hadass« zu neuer und noch prächtigerer Blüte Wiedererstehen. Außer den Aufgaben des Chissuk Hadass mit allen seinen Zweigen: Schmiras Schabbos, Familienreinheit, Tefeilin und Mesusos u. a. wie auch eines gut organisierten Schomre Schabbos-Verbandes mit gutfunktionierenden Arbeits'vermittlungsstellen, harrt auch der hier ländischen Agudas Jisroel die heilige Pflicht,, für einen thoratreuen jüdischen Jischuw in Erez Jisroel, mit größerer Hingabe und Intensität als bisher, Sorge zu tragen, Abgesehen von der großen Bedeutung der Mizwo der Ansiedlung unseres Väterlandes und der Rettung seines Heiligkeitscharakters, ist ein starker thoratreuer Jischuw in Erez Jisroel von ausschlaggebendem Gewicht auch für das jüdische geistige Leben in der Gola. Erez Jisroel lebt in der Seele des Juden als der Mittelpunkt des jüdischen Seins. In einem un* bewußten seelischen Prozeß orientiert sich die Psyche der jüdischen Massen in religiös-geistiger Beziehung an dem jüdischen Leben in Erez Jisroel, Ein festgefügter orthodoxer Jischuw ist mittelbar eine geistige Lebensfrage des Golajudeptums. Bekommen Sie ganz unerwartet das Wort »Alpa« zu hören, so denken Sie völlig unbeabsichtigt an Kraft, Schönheit, Jugendfrische und Gesundheit, Woran mag das liegen? Uebereinfach: die gesundheitsfördernde Wirkung des Alpa^Franzbranntweins hatte dies zustande gebracht, — Alpa-Zahncreme ist nun auf dem Markte erschienen. Auch sie will und wird, der Gesundheit, Schönheit und Hygiene dienen. — Alpa-Zahncreme entfernt fäulniserrejjende Speisereste und beugt somit dem.. Entstehen von Zahnstein vor. Sie ist von hochwertiger Beschaffenheit, ausgiebig, schäumt gut, enthält besondere aromatische Zu- Sätze und bewirkt einen frischen wohlriechenden Atem, Sie stärkt das Zahnfleisch, festigt somit die Zähne, Lassen Sie es, bitte auf einen Versuch ankonimen! Nach Gebrauch werden Sie sich zu der Ansicht bekennen: Alpa erfüllt — was der Name Alpa verbürgt. Keine Zahncrenje der Welt könnte jemals einen Arzt ersetzen. Zahnstein" entfernt der Arzt ״־י■ fäuiniserregeude Speisereste die Alpa-Zahncreme, \ Wf[ן|ןצעיק בפכות תשבו שבעת ימים ff rd־.< י!••/■ זיעבען (ל> טאגע ווירד אין דיא סובה נעשפייזט, עם;שמ?נקען זעהר גוט דיא שפייזען ר.רעץ דיא פאביליע זיך קלאהד בעוויסט איזט, דאפס דיעזעלבען מיט דען פארציגליכעם פערלאסליך בשר "צערעם" אונד "אמעגא" פפלאנצען פעטט העדגע־־ שטעלט ווירדען, דאהער איזט יעדע יודישע הויזפרוי בעשטרעבט דאמיט איהרע פאנדליע שמחת יו״ט צו בערייטען אונד פערלאנגען דאם °/1000 דיינעם "צ־נרעם" שפייזעפעטט כשר אונד •אמעגא" פפלאנצען מארגארינע. 100% Pflanzenfett iiiiiUi OMEGA כשד PHANttHHAMttWl SCHICHT OMEGA reine Pflanzenmargarine Beide für Milch m₪M₪₪₪uB₪₪₪₪₪mm1 und Fleischspeisen?▼▼▼?^▼▼▼▼▼▼^▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼VTVTVVTVVVVVVVfTVVVVVVVVTVTVVVVTTVVVVVVTTVTVVVVT▼▼▼▼▼ Auch die Institution des Keren Hathora dürfte unser unmittelbares Interesse nicht unberührt lassen. Wenn auch unsere Jeschiwos in dem »Machsike Jeschiwos«-Ve1־ein ein tüchtiges Finanzinstrument besitzen, so sind es doch die Beth Jakob-Schulen, deren Zahl in unserem Lande stetig zunimmt, und die Lehrerinnenausbildungsanstalt in Bratisiava, die heuer ihre Vollendung erfuhr, die Gegenstand der Fürsorge des Keren Ilathora sind. Wir wagen es, uns der Hoffnung־ hinzugeben, daß der begeisterte Appell, den unsere großen Thorarepräsentanten an alle tnoratreuen Jehudim richteten, sie mögen, sofern ihnen die Erhaltung und Förderung der Thora am Herzen liegt, aktiv in die Reihen der Agudas Jisroel eintreten, auch bei unseren Jereim nicht an taube Ohren und einen stumpfen Sinn gelangt ist. Denn: ראוייץ כל ישראל לישב בסוכה אחת Es ist durchaus möglich, daß sich die thoratreuen Glieder des jüdischen Volkes in der Hütte des sie einigenden G—ttvertraucns unter einem gemeinsamen Organisationsdach zusammenfinden können, über welches die schützende G—ttesliand gebreitet ist. Selig Weiss. מ Mitteilungen der Beth Jakob-Lehrerinnenausbildungsanstalt in Bratislava. Trotz der verhältnismäßig kurzen Zeit ihres Bes tandes, hat sich diese Anstalt dank der bewährten Leitung der ehern. Dozentin der Wiener Anstalt, Frl. Eva Landsberg, die Anerkennung aller Kreise der jüdischen Gesellschaft erworbeu und erfreut sie sich größter. Popularität. Es kam daher nicht überrascht, daß die seitens der Schulleitung veröffentlichte Verlautbarung־ bezüglich Ausbau dieser Anstalt freudig aufgenommen wurde, was die zahlreichen Anfragen und Anmeldungen, die bei der Schulleitung eingelaufen sind, deutlich beweisen. Die Leitung hat auch schon die nötigen Vorkehrungen getroffen, daß sämtliche Schülerinnen in einem hiezu separat zu eröffnenden Internat unter Aufsicht der Bet Jakob-Lehrerinnen gemeinsame Wohnung und unter bewährter Leitung der 'üche vorzügliche Verköstigung finden werden, Der Preis für die gesamte Pension (Wohnung und Verköstigung, 5 Mahlzeiten täglich) beträgt Kö 575.— monatlich, der für Logis allein Kö 120.—. * ■ Der Unterricht an der Beth Jakob-Anstalt, die nunmehr bereits zwei Kurse umfaßt, wird i. i. H.. am Dienstag,’ den 5, Oktober א' דר״ח מרחשון begonnen werden. Die Schülerinnen müssen sich zwecks Erledigung der verschiedeueu mit der Aufnahme verbundenen Formalitäten mindestens schon tag^ vorher bei der Schulleitung melden. * Ein Erez Jisroel-Vortrag bei der Bratislavaer Agudo- Jugendgruppe. Auf Einladung der Agudas Jisroel-Jugeudgruppe in Bratislava sprach der von der Kenessio Gedaulo kommende, dort *weilende Leiter der Poale Agudas Jisroel in Petach Tikwa und Mitglied der P.AJ.-Zentrale in Erez jisroel, Herr Sch. Moses am Schabbos Schuwo nachm, im dichtgefüllten Heime über das Thema »Erez Jisrpel und die Kenessio«. Redner sprach über‘ die gegenwärtige Lage in Erez Jisroel im allgemeinen und der der Poale Agudas Jisroel-Organisation in R J• im besonderen. Er wußte von der beispielgebenden bis an Aufopferung grenzende« Festigkeit und Messiras Hanefesch zu berichten, mit denen die roalim trotz Not und Entbehrungen den Prinzipien der Agudas Jisroel treu bleiben, Er ruft aber zur tatkräftigeu Tätigkeit für die Poaiiuv auf und ruft mit eindringendem Pathos ans: »Wie lange noch wird auf Rechnung dieses Messiras Hanefesch, der von einem anderen v@rlaugt wird, diesen nicht die richtige helfende‘Hand geboten?« Ueberhaupt— sagt Redner — wird unser Einfluß bei der neuen Konstellation in Erez Jisroel nur davon abhängig sein, inwieweit wir Taten werden aufweisen können, weshalb auch die Kenessio Gedaulo zu einer intensiven und erfolgreichen Tätigkeit für den Keren Hajischuw aufgerufen hat, welchem Ruf sofort gefolgt werden muß, sollte man dem Bestehenden noch rechtzeitig zur Erhaltung verhelfen wollen. Mit einem dringenden Appell an die agudistische Welt in unserem Lande, die Poalim, die wahreu Pioniere der Thora und des Golusjudentums in Erez Jisroel, die nach Erez Jisroel geschickt wurden,' um ein jüdisches Leben zu gründen, nicht im schwersten Augenblicke im Stiche zu lassen, schloß Redner seine mit großer Begeisterung aufgenommenen Ausführungen, * Das Jeschiwo-Internat in Bratislava. Allen Anzeichen nach soll das von seiten des geistigen Leiters der weltberühmten Jeschiwo in Preßburg, Sr. Ehrw. Plerrn Oberrabbiner A. Schreiber sclilito schon vor einiger Zeit angeregte Internat für die altbewährte Jeschiwo doch schon seiner Verwirklichung nähergebracht werden. Auf Grund einer sinnvollen Anregung, soll dieses Werk bis zur 100. Wiederkehr des Todestages des großen Chassam Sofer (26. Tischri 5700), der den Grundstein zu dieser Jeschiwo gelegt hat, von wo unzählige Weltgrößen der Thora hervorgegangen sind, errichtet und an demselben eröffnet werden. Verschiedene Vorbereitungen wurden von seiten des Komitees ehemaliger Talmidim dieser Jeschiwo schon getroffen, etwas Konkretes hat aber erst. der vergangene Roschhaschono gebracht, an dem der gute Anfang gemacht und in der großen Synagoge von Bratisiava allein nahezu Kc 20.000,— gespendet wurden, um den nun schon alten Plan endlich einmal Wirklichkeit werden zu lassen. Und so gibt es zum Hoffen Anlaß, daß dem noch weitere große Spenden folgen werden, die dazu beitragen werden, dieses g—ttgefällige Werk bald zu realisieren. . * Vom Jüdischen Spital in. Bratislava. Das Kuratorium des Jüdischen Spitals in Bratislava ersucht uns um Veröffentlichung folgenden kurzen Appells: »Alle edelherzig gesinnten Mitmenschen, ׳unsere Freunde und Gönner, die bisher noch keine Gelegenheit oder Möglichkeit hatten, das Jüdische Spital in Bratislava dieses erhabene und schöne Werk der Humanität, durch eine Erhaltungsspende zu unterstützen, werden inständigst e ז gebeten: Benutzen Sie die herannahenden Sukkos-Tage, um dem Jüdischen Spital beim Aufruf zur heiligen Tliora eine angemessene Spende zu widmen oder überweisen Sie uns noch jetzt Ihre Roschhaschono- bzw, Jom Kipur- Spende auf unser Postscheckkonto Nr. 122.154, Der Allmächtige möge jeden! Spender, um des großen Verdienstes; willen — armen Kranken geholfen zu haben — seine edelherzige Tat durch ein glückliches und segensreiches Jahr ׳ lohnen.« Rosch-Hasehana-Botsclmiten au die Juden. Der Präsident der Vereinigten Staaten FwnkUh D. Roosevelt hat an die Juden Amerikas anläßlich des Jüdr׳- scheu Neujahrs folgende Botschaft genehteti In hohaF Würdigung der Bedeutung der Feier von Rosch Hasclvana möchte ich meine ernste Hoffnung zum Ausdruck bringeu, daß das beginnende Neue Jahr durch wachsende Prosperität und Glück nicht nur für unsere jüdischen Mitbürger, M0

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