Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 31-32 (17.9.1937)
- Date
- 1937-09-17
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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mmm am Kiitthenlifit« . g,;9»«l»? 3***־־ Herbst*I»torfcl»a1c׳v S 9.80/ 12.14.50/19 ,־.*, #.* ’ Velourhut *Apeiinil Borsallno 11nti£&£ft$A II. TaliorstniBe 39 . . ׳ ' ' XIV. Seehihattsiftrai 39; XVII. Knlv«rlenbe1*ifÄAs8e 34 tMäü mmmm -*ijlüid&ädäUm sondern für alle MenfÖhen nhseres/ gemeinsamen. Landes gekennzeichnet sein Wird, Der Premierminister des Australischen Staatenbnndes Joseph A. Lyons erklärt in seiner ״ Botschaft an die Juden des Staatenbundes: Ich freue mich über die Gelegenheit, den Juden meine guten Wünsche zu übermitteilt. Die jüdische Bevölkerung bildet zahlenmäßig nur einen kleinen Teil der Bevölkerung von Australien, aber ihre Führer haben einen hohen Standard der Bürgerschaft aufgestellt, den zu erreichen die ganze jüdische Gemeinde bestrebt ist, Der Gouverneur des Staates New-York, Herbert H. Lehman, schreibt: Wieder ein Jahr ist vergangen. In we-, nigen Tagen werden wir wieder das Jüdische Neujahr feiern. Wir amerikanischen Juden haben Ursache zu tiefer Dankbarkeit für die Segnungen des Friedens* und für das Privileg, in einem Lande zu leben und zu arbeiten, das allen seinen Bürgern religiöse und politische Gleichheit garantiert. Diese großen Privilegien führen hohe Yerant- Wörtlichkeit mit sich, die —■ dessen bin ich gewiß — wir als Juden stets erkennen und im vollsten Maße, unserer Fähigkeiten erfüllen werden. In dem traditionellen jüdischen Geist müssen wir unser gutes Geschick als eine Gabe betrachten, die wir mit unseren weniger glücklichen Brüdern in diesem Lande und in anderen Ländern zu teilen haben. Unsere Unglückliehen Glaubensbrüder im Ausland besonders bedürfen unserer Hilfe und Ermutigung. Sie sind niedergedrückt unter dem Gewicht von Fanatismus, Haß und Intoleranz, wie es solche in der Geschichte der Welt niemals vorher gab, und die ein treues und patriotisches Volk in die Tiefen von Elend und Verzweiflung geführt haben. Sie bedürfen unserer Hilfe wie nie zuvor. Wir können in unserer Pflicht ihnen gegenüber nicht versagen. Wir müssen be-, weisen, daß wir die Privilegien, die uns in diesem gesegneten Lande zugefallen sind, würdigen, indem wir denen helfen, die weniger glücklich sind als wir. Ich wünsche Ihnen allen ein sehr glückliches und zufriedenes Neues Jahr. Weltkongreß!gegen Rassismus und Antisemitismus in Paris. Vom 10. bis 12. September tagte in Paris die internationale Konferenz zur Bekämpfung der Rassentheorie und des Antisemitismus. An dieser Konferenz nahmen Vertreter aus fast allen Ländern der Welt teil. Großbritannien war durch 189, die Vereinigten Staaten durch 40 und Frankreich durch 50 Delegierte vertreten. Zahlreiche Vertreter entsandten die׳ britische Katholikengruppe und die jüdischen Organisationen. Der von der »Liga zur Bekämpfung des Antisemitismus« vorbereitete־ Kongreß, der den Titel »Weltkongreß gegen den Nazismus, den Rassismus .;und’ den Antisemitismus« trug, soll die Antwort der fortschriftlichen Welt auf den Parteikongreß in Nürnberg sein. H. Grün, IL, Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier nir feine Herrengarderobe. Kalenderreform nach Einspruch des Heiligen Stuhles zurückgestellt. Die beratende technische Kommission des VöLkerbundes für Verkehr und Transit hat ihre XX. Tagung geschlossen. Die Frage der Kalenderreform ist von der Kommission im Hinblick auf die von religiöser Seite, insbesondere auch vom Heiligen Stuhl, erhobenen Bedenken zurückgestellt worden. In einem Kommunique wird hierüber mitgeteilt: Die Kommission hat die von 52 Staaten dem Sekretariat eingesandten Antworten zur •Frage der Vereinfachung des gregorianischen Kalenders und der Festlegung der beweglichen Feiertage zur Kenntnis genommen. Aus diesen Antworten geht hervor, daß bei den befragten Regieriingen annähernde Uebereinstimmung nicht besteht und auch nicht herbeigeführt werden wird. Es wurde auf die Tatsache hingewiesen, daß die Organe des Völkerbundes stets der Ansicht waren, daß die Meinung der religiösen Autoritäten in Betracht gezogen werden soll. Die meisten orthodoxen und protestantischen Kirchen haben bereits erklärt, daß sie nicht gegen die Festlegung der beweglichen Feiertage sind, aber daß dies nur unter Zustimmung aller christlichen Kirchen gescheheri solle. Nach Mitteilungen, die der Kommission von einigen ihrer Mitglieder gemacht wurden, hat der Heilige Stuhl, nachdem er bekanntgegeben hat. daß er keinerlei Aenderung des Datums der beweglichen Feste zustimmen könne, in diesem Jahr eine festere Haltung angenommen und bei gewissen Regierungen Vorstellungen erhoben, wobei betont wurde: 1. daß die Festlegung der beweglichen Feiertage einen wesentlichen Bestandteil der Kalenderreform bilden soll, .daß aber diese Festlegung einem Oekumenischen Konzil unterbreitet werden soll: 2. daß, was die Reform des gregorianischen Kalenders betrifft, die Einführung von Blankotagen zu einer Unterbrechung der Kontinuität der Wochen führen würde, was mit jahrhundertealter Ueberlieferung unvereinbar sei. Aus diesen Gründen glaubte die Kommission, daß für den Augenblick keine Vorkehrungen zur Einberufung einer Konferenz für eine Reform getroffen werden sollen, die anscheinend keine Aussicht hat,, angenommen zu werden, und daß infolgedessen diese Frage bis auf weiteres von ihrer Tagesordnung abgesetzt werden soll. Der bekannte Schriftsteller S. SCHACH NO WITZ, Rabbiner Dr. J. POLLAK sprechen in einem von derAgudas Jisroel veranstalteten VORTRAG am Mittwoch, den 32. September 1957, um präzise 1/?9Uhr abends, im Festsaal des Hotel »Continental«, Wien, II., Taborstraße 4, über das Thema: »Was brachte uns die 3* ,.־«». K,c?nc.sslo diciclcxulo? ^4 Aiijr j. Äft alle örtsgfnppen der AgtrtlÄs JisiNJfel, ihre Leiter und MitgHfeder tmä alle Ffetuide der Agudas jisroel* v; Ö1e. dritte Ktenessfb Gedaülo.׳\in Marienbad hat der gfflfeen Welt ernent did; Stifltfil|^de|;%Äanisiertert Ortho*• י aoxie zu allen bedetttnngsvötleht״?p^Biett der Gegenwart verkjündet, zugleich aber hat;sle^den schweren ernsten ,des thorätreueft ^ndisfehenkVolkes um die EntwiekliihgAöes jüdischen LeBlÄis in Fiez Jisroel und in der 0iäsjjft?fa einrtrueksvolfitfkÄüsdrüek verliehen, und sie hat betfeiftüngsvpllö - Besehtöiife gefaßt, die darauf gerichtet sind/;•■dfd orgittis!e!te Ädfjbhharbelt auf allen Gebieten des öffentlichen und privaten Lebens auf feine gesunde Grundläge zu stellen. . * , Diese Beschlüsse lögbft aär Agüdistischen Gesamtheit eine schwere Verantwortung atibv * : An uns allen ist es, .dieser Verantwortlichkeit gerecht zu "Werden und die Funken der Begeisterung, die von der Tribüne der K. G. in alle jüdische Herzen gesenkt worden sind, nicht wirkungslos Versprühen zü lassen, sondern sie in ernste Arbeit umzusetzen. Rafft euch auf Brüder, wo ihr auch wohnen möget, ihr alle, an die der!Ruf der Kenessio gelangt. Stärket die Aguda-G ruppen überall und mehret die Zahl ihrer Mitglieder; gewinnet alle, die die Tho.ra als Richtschnur ihres Lebens betrachten״ Winket mit aller Kraft fair die Stärkung cles religiosen Erziehungswesens. Tretet überall den mannigfachen Mißständen auf den verschiedenen Gebieten des religiösen Lebens entgegen, und schließt die Reihen, um für den Aufbau eines wahrhaft religiösen jüdischen Lebens im Heiligen Lande zu wirken. Keren Hathora und Keren Hajischuw müssen die beiden starken Grundsäulen werden, tfuf denen das Gebäude der Agudas Jisroel ruht; diesen beiden Fonds muß die. Möglichkeit gegeben werden, um der Thora und des Heiligen Landes willen ihr weitgestecktes Programm zu verwirklichen. Die Kenessio Gedaulo hat die gewaltigen Kräfte offenbart, die im Schoße der in der Agudas Jisroel organisierten religiösen Judenheit geborgen sind: es gilt diese Kräfte zu nutzen und sie zur Ehre G—ttes und seiner Thora im praktischen Leben zu bewähren. An euch, an eurem Wirken und an euren Taten wird es liegen, daß dieses Ziel erreicht wird. Rettet die Thora und ihre Institutionen. Rettet unser Land iind seine Heiligkeit. Rettet unser Vqlk und seinen originalen religiösen Charakter. Stärket die Organisation durch Werbung und gewissenhafte Abführung der Pflichtbeiträge. Werbet für Keren Hathora und Keren Hajischuw. Stärket die Bande der Einheit und Liebe unter allen G—ttesfürchtigen, auf daß sie in engster Verbundenheit für alles was uns hoch und heilig ist, eintreten. Freunde! Die K. G. hat den Weg vorgezeichnet, der von «ns zu gehen ist. Möühte ihr, Rttf überall ein williges Öhr finden zn, Ehlen ttiüj;• sein<&>Th0fä. Namens der Mäitezes Chachmei Hathauro: Cftajhn Öser GrodMin^M Namens des Zentralrates: Aron Lewin Namens des Waäd Hapöel: Jacob Rösehheim Völll ' Xlfö€51t431*ti&cll (NMHNINIMailBM S. R, L a h ׳d a u : »Sturm und Drang 1m Zionisnius«* —• Rückblick eines Zionisten. Vor» mit und «m Theodor Herzl. Mit zahlreichen Porträts, Illustrationen und Brief-Faksimiles, Wien, Verlag »Nette Natiönal-Zeitung«, 1937, 8Ö, 540 Seiten. . ״ Den aktuellsten und daher wichtigsten Teil dieser Lebeiiserinnerungeh eines ,Mannes, der seit seiner Jugend im öffentlichen Leben tätig war, bilden die Kapitel, die sich mit den Uranfängen des Herzl-Zionismus befassen. Der Verfasser stand ja an der Wiege des politischen Zionismus, leistete die ersten propagandistischen und organisatorischen Arbeiten, ebnete publizistisch dem ersten Zionistenkongreß den Weg, wirkte an der Formulierung des »Basler Programmes« mit, gehört somit zu den Pionieren der Bewegung und zu ihren Wegbahnern — aber er hatte einen großen Fehler: er war nicht nur Rufer und Dränger, sondern nahm die ganze Aktion wesentlich ernster, als gar manch andere Mitläufer Dr. Herzls, die, um sich das Wohlwollen des Führers zu erhalten, vielfach auf die eigene Meinung verzichteten und jede taktische Schwenkung mitmachten. Die Wege Dr. Landaus und Dr. Herzls mußten sich trennen und die frühere intime Zusammenarbeit wurde von einem — zunächst grundsätzlichen, dann aber persönlichem Kampf abgelöst, der seinen Ausklang vielfach in der Presse, in Öffentlichen Polemiken und in den Tagebüchern Herzls fand. Dr, Landau bringt in seiner flottgehaltenen Schrift reiches Tatsachenmaterial, Originaldokumente usw. zur Geschichte jeher Periode, so daß. dieses auch für denjenigen eine Fundgrube darstellt, der politisch anders eingestellt ist. Der »Blick hinter die Kulissen«, der hier vielfach eröffnet wird, gibt manche Aufschlüsse über Entwicklungen, die bisher nicht ganz aufgeklärt waren. Alles in allem: Ein interessantes, wertvolles Buch auch in den anderen Abschnitten, die gleichfalls reiches historisches Material enthalten. K. Verband der Sabbathfreunde »Schomre Schabbos« Wien II., Im Werd 6 Tel. Ä-46-0-15 Anläßlich des Schulbeginnes erinnern wir daran, daß es den Schuldirektionen und einzelnen Lehrern seitens der obersten Schulbehörde verboten ist, auf dlie <. jüdischen Schulkinder einen Zwang zur Verrichtung von Handarbeiten an Sabbathen und jüdischen Feiertagen, wie Schreiben, Zeichnen usw. auszuüben. — Falls sich in einzelnen Fälj len Schwierigkeiten ergeben, sind wir zu jeder Intervention gerne bereit. Statt Karten 1 ב״ה *Hföallzner Schenk und tau laden hÖßich gut!בר מצוד Utes Sohnes גבריאל, weiche אי׳ה שבתק' פ' האזינו הבע״ ל fia. Sept. 1 um 7 cdlhv feiz/5, im SBelhause Talmud *lohoza, JT., ,z/TZalggasse 16, slalfßndel. הרשלן ^ddl/iz nadunilfags im *Xoumsaat der *Coatmud *^oltoza, JT., 'Efflaizgasse Z6. ■ ■■ Renee Kohn Max Adler Seitica n. M. Trnava Verlobte Klnderfräuleixi wird zu 2 Buben (3% Jahre und 10 Monate alt), gesucht. Ausführliche Offerte nebst Angabe von Referenzen und Gelmltsanspriicken, wie auch Lichtbild, sind zu senden an: Frau Samuel Deutsch, Subotica (Jugoslawien). Streng orth. Wiener Fortbildungsheim für Mädchen unter Leitung erstrangiger Lehrkräfte. Eröffnung 3. Oktober 1937. Vervollkommnung in deutscher Sprache, fremde Sprachen, Haushalt, Gewerbe, Vorbereitung zur Musik- Staatsprüfung usw. Erstklassige Verpflegung und Wohnung. Mäßige Preise. Auf Wunsch Prospekt. Auskunft und Anmeldung: Mimi Schiff, staatl. geprüfte Lehrerin, Wien II., Schiffamtsgasse 17. Junger Mann oder Mädchen, ev. Kinder, werden in streng jüdischem Haus zu günstigen Bedingungen in ganze Pension' genommen. Samuel Weiss, Wien II., Haidgasse 4/24. Suche intelligentes orthodoxes jüdisches Kinderfräulein für zwei größere Buben für Nachmittag. Feigelstock, Wien II., Obere Donausträße 67. 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Sukkoth: Haschkama 6.45, Schachris 9,30; Mincha 4.—; Maariw 6.25; Mittwoch—Freitag (Chol Hamoed): Schachris 6.—; Mincha 6,—. — Freitag: Mincha 5.40. — Samstag (Chol Hamoed): Haschkama 6.45; Schachris 9.30; Mincha 4.—; Maariw 6.25. —י Sonntag (Hascharm Raba): Haschkama 5,45; Schachris 6.■״■״; Mincha 5;45. — Montag u, Dienstag (Scliemini-Azeret und Simchat Thora); Haschkama 6.45; Schachris 9.50; Mincha 4.—; Maariw 6.23. Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David T ii r k 1 (für den »Jüdisch-orthodoxen Preßverein«), Wien, II. Bezirk, Malzgass^ 12a. Für den Inhalt verantwortlich im Sinne des Paßgesetzes: Mendel Geldvverth, Wien IL, Große Pfftwgass.e־י'.3־. Verantwortlicher Redakteur für die Cechoslovakei: Siegfried Frommer, Bratislava, Zochgasse 33/XIV/IL Druck: Melantrich A- G., Wien IX״ Pramergasse 6,