Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 28 (27.8.1937)
- Date
- 1937-08-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nf. 28. Machne Jisroel ist ift der Annahme erworben worden, daß eine Teilung in Parzellen einen wirtschaftliehen Erfolg der einzelnen Besitzer ermöglichen würde. Diese Annahme hat sich als falsch erwiesen, denn der Mangel an Wasser läßt nur eine extensive Bewirtschaftung zu, bei weichet selbst 100 Dunam für die Erhaltung einer Familie nicht reichen. Es muß gefordert werden, daß den Bodenkäufern von Machno Jisroel die Beträge Zuriickbezahlt* und daß die nötigen Kapitalien, etwa noch £ 4,000.— investiert werden, um eine Hitjaschwuth größeren Ausmaßes zu ermöglichen. Den Poalim des Heiligen Landes sei gedankt für den Mut und die Aufopferung, mit der sie auch während der Unruhen in exponierter Stelle durchgehalten haben. Unsere Poalim warten auf die Hilfe, die Agudas Jisroel ihnen zu gewähren hat. Der Kenessio Gedaulo bleibt schließlich die Lösung von organisatorischen Fragen Vorbehalten, wie insbesondere auch die Regelung des Verhältnisses zwischen Sochnuth und Poal.im-Grganisation und eine klare Abgrenzung der Kompctonzen. Man muß Dank wissen den Führern des alten Jischuw, die heldenmütig dafür gekämpft haben, daß das G—tteswort über Erez Jisroel herrsche (Beifall), denn das G—tteswort herrscht über Erez Jisroel, oder es wird uns zum Schicksal; es herrscht, auch wenn noch viele Empörer sich gegen es auflehnen. Was uns fehlt, ist die positive Sammlung der Menschen und ihre Erziehung. Das aber können nur die Führer des neuen Jischuw erreichen. Was dem Misrachi nach den Worten des Raw Amiel nicht gelangen ist, eine natürliche Vermehrung seiner Gcsinnungstnenschen zu erreichen, das muß uns gelingen. Die unbeschreibliche Sorge um die geringsten Mittel für die Deckung des täglichen Bedarfes, die jede Aufbauarbeit lähmt, muß endlich aufhören. Es gibt kein »palästinazentrisch« innerhalb der Agudas Jisroel, schloß Dr. Breuer seine mit nicht enden wollen dem Beifall aufgenommene Rede. Unser einziges Zentrum ist G—tt und seine Thora. Die Rettung der Thora aber liegt in Erez Jisroel. Zeigen wir uns des Weckrufes der Geschichte würdig. Die Wende kommt auf alle Fälle. Sorgen wir doch für eine Wende zum Guten. Rabbi Mosche Blau (Jerusalem): Ursachen vieler Meinungsverschiedenheiten innerhalb der palästinensischen Aguda ist neben der ständig herrschenden Geldknappheit die in vielen Dingen zutage tretende Unklarheit. Die Kenessio Gedaulo soll Klarheit schaffen hinsichtlich der agudistischen Erez Jisroel-Prinzipien, Klarheit in bezug auf das Verhältnis der orthodoxen Gemeinde zum Waad Leumi, Klarheit hinsichtlich des Verhältnisses zum Misrachi uncl Poale Misrachi, Klarheit schließlich auch in bezug auf Keren Kajeineth und Keren Hajessod. Der Redner erklärte, daß er sich der großen Bedeutung der Poalim-Bewegung im Heiligen Lande bewußt ist und daß ihn Genugtuung und wahre Freude ob der aufopfernden Bereitschaft unserer Poalim erfüllen, die Sehmittogesetze unter allen Umständen zu beachten. (Beifall.) Darob darf aber nicht der religiöse Chinuch in Erez Jisroel übersehen werden. Nur ein geringer Prozentsatz der Kinder besucht religiöse Schulen. Die Jeschiwaus leiden unbesch l eibliche Not. Hier muß Agudas Jisroel rasch und ausg'iebig helfen. Zur Frage des jüdischen Staates will ich mich heute nicht äußern, setzte der Redner fort, so lange die Entscheidüng des Rabbinischen Rates noch nicht bekannt ist. Können wir aber hinwegsehen darüber, daß unsere heiligsten Stätten, Jeruscliolajim und Chewron, in den Judenstaat nicht mit einbezogen werden sollen? Können wir hinwegsehen über die Gefahr, die der jüdische Staat für Thora und Sohaibbos und für die religiöse Erziehung unserer Kinder bilden würde? Was Agudas Jisroel im Heiligen Lande erreicht hat, konnte sie immer nur mit Hilfe der Regierung erreichen. Kann man übersehen, daß die Zionisten uns selbst das Recht auf Einwanderung durch Jahre hindurch geraubt ' haben? Vorläufig steht nur ein kleiner Teil der jüdischen Bevölkerung des Heiligen Landes, schloß Rabbi Blau seine Ausführungen, auf dem Boden des G—ttesglaubens. Sorgen wir doch dafür, daß unsere Menschen ins Heilige Land kommen, damit1 so die Befürchtungen, die wir heute noch hegen, verschwinden. Uebei־ Sochnuth der Agudas Jisroel im Heiligen Lande berichtete Rabbiner ITenoch Sicnkiewicz: Die Tätigkeit der Sochnuth erstreckte sich vor allem auf die Alija. Die Agudas Jisroel hat in den letzten Jahren 6 Prozent aller Zertifikate angewiesen erhalten, doch wurde auch dieser Anteil bei jeder Schedule von der zionistischen Organisation mit Unrecht gekürzt. Die Sochnuth hatte weiter die Interessen der glaubenstreuen Judenheit bei den Instanzen der Regierung zu vertreten und sie bemühte sich, in Zukunft Zertifikate direkt von der englischen Regierung zu erhalten. Wichtig wäre eine endgültige Regelung der Sprachenfrage in den Schulen des alten und neuen Jischuw. Der Teilungsplan ist als eine sehr schlimme Geseiro anzusehen, für deren Abwendung wir zum Allmäcln tigen beten müssen. In einem Appell für verstärkte Erez jisroel-Arbeit und zur Einheit unter allen Führern und Gruppen der Agudas Jisroel klangen die Ausführungen des Redners aus. Herr Benjamin Münz (P.A.J.) betonte, daß innerhalb der Poale absoluter Frieden und Einstimmigkeit herrschen. Die Poalim anerkennen die Leistungen des alten Jischuw. Der Redner berichtete weiter, daß die agudistische Poalim- Bewegung in der letzten Zeit eine .Reihe öffentlicher Arbeitsaufträge erhalten und eine eigene Jugendorganisation »Esra« für die agudistische Erziehung für ihre Mitglieder gegründet habe, Die Kupath-Milwo in Tel Aviv hat während der kurzen Zeit ihres Bestandes 3000 Pfund umgesetzt. Die Kupath-Choliiu mußte leider geschlossen werden, clu ihr die Subvention des Keren Hajischuw aus Mangel an Mitteln entzogen wurde. Im ganzen betrug das Budget der P.A.J. in der Berichtsperiode 9884 Pfund. Agudas Jisroel hat bis heute zu wenig für das Heilige Land geleistet. Es gibt kein zionistisches Monopol auf Erez jisroel, aber wir müssen unsere Arbeit vervielfachen. Die Poalim erheben folgende Forderungen an die Kenessio Gedaulo: Bildung einer aktiven Leitung und Abgrenzung der Kompetenzen innerhalb der agudistischen Instanzen des Heiligen Landes. Einfluß auf das Direktorium des Keren Hajischuw und Klarheit darüber, ob Agudas Jisroel für du: Hitjaschwuth sorgen kann oder nicht. Gründung einer Chinuch-Zentrale und Ermöglichung einer Einflußnahme auf die Auswahl des Olim in geeigneter Form. Schließlich verjüngen die P.A.J. eine organisatorische Stärkung der Agudas Jisroel in der ganzen Welt, weil nur eine starke Aguda die Basis für eine ,erfolgreiche Erez Jisroel-Arbeit abgeben kann. Die P.A.J, haben eine Liga des religiösen arbeitenden Palästina gegründet, weil die Mittel, die ihnen vom Keren Hajischuw zur Verfügung gestellt worden sind, zu gering waren. Sie sind ohne weiteres bereit, diese Liga wieder aufzulösen, wenn ihre Forderungen Erfüllung finden. Herr I, M. Lew in wies auf die Kompliziertheit einer Kenessio Gedaulo hin, die ein ausgiebiges Maß von Sawlo-. nus von allen Mitgliedern י fordert, Die Kenessio Gedaulo ist in Zeiten schwerster Not zusammengetreten und sie muß der jüdischen Oeffentlichkeit zu sagen wissen, was diese Zeit bedeutet und was die g—ttliche Yoraussehung uns durch sie befehlen will. Wir stehen vor einer der größten Yersuchungeu des jüdischen Volkes, Werden wir sie bestehen? Es beginnt der entscheidende Kampf des orthodoxen Judentums, der Kampf um die agudistische Idee, die in 25jährimmem mm gern Bestand unserer Organisation doch noch nicht in allen religiösen Kreisen erhört wurde. Mit Zion und Jeruscliolajim ist Mißbrauch getrieben worden. Das Heilige Land wurde zu einem Konglomerat dev verschiedensten nationalen Kulturen, doch wirkliches Judentuitf findet man am allerwenigstem Wer glaubt, daß mit der Medina-Jehudith unser zweitausendjähriget Traum in Erfüllung gehen soll, dem rufen wir ein nachdrückliches »Nein« entgegen. Das jüdische Volk ist das Volk G—ttes. Das muß Agudas Jisroel jetzt vor aller Welt zeigen. Die Vorwürfe, Agudas Jisroel hätte für Erez Jisroel nichts getan, sind unbegründet. Agmlas Jisroel war sich der Bedeutung des Heiligen Landes immer bewußt. Es fehlte ihr bloß das Geld und die technischen Voraussetzungen, 11m die gleichen Erfolge wie andere Organisationen erzielen zu können. Man darf im übrigen nicht vergessen, daß ein großer Teil des neuen Jischuw das Werk von einzelnen Personen ist, nur haben die Zionisten es verstanden, diesem ganzen Werk ihren Stempel aufzuprägen. Agudas Jisroel muß jetzt eine Wirklichkeit werden. Eine Wirklichkeit, die über Menschen verfügt, eine Wirklichkeit, die mit dem Messiras Nefesch ihrer Anhänger rechnen kann. Ein dreifacher Ruf geht von dieser Tribüne aus: Ein Ruf an den Kreis unserer engeren Gesinnungsgenossen zur Sammlung ihrer Kräfte und zu geschlossener Zusammenarbeit an dem Aufbau unserer Bewegung. Ein Ruf an unsere im anderen Lager stellenden Glaubensbrüder, zurückzukehren zu G—tt und seiner Lehre. Man kann ein Land nicht bauen, wenn man die csH tragende Seele zugleich vernichtet. Das jüdische Volk will ein religiöses Erez Jisroel und nicht G—tt behüte noch einmal von seinem Heiligen Boden vertrieben werden. Der dritte Ruf geht an die Völker der Erde, daß sic das eigentliche jüdische Volk, die glaubenstreue Judenheit, nicht übersehen. Dr. Buxbaum (Jerusalem): Die Gegensätze, über die hier gesprochen wurde, sind rein sachlicher Natur uncl keinesfalls unüberbrückbar. Die Kenessio Gedaulo muß alle Meinungsverschiedenheiten bereinigen. Machne Jisroel ist wohl auch für intensive Bewirtschaftung geeignet, >40—50 Dunam können eine Familie c 111־ ul teil. Aufgabe des Keren Hajischuw kann es nicht sein, ein religiöses Keren Kajeineth zu werden. Die Agudas Jisroel hat mit ihrem Keren Hajiscliuw die Religiosität und damit das Heilige Land zu rctten. Agudas Jisroel soll mit ihren Kibbuzim zeigen, was ein wirklich jüdischer Staat bedeutet. Raw Per low (Loczinice) forcierte eine verstärkte Arbeit für Erez Jisroel uncl besonders für den Chinuch. Herr Schiff als Vertreter der Zehe Agudas Jisroel in Jerusalem meinte, daß die Poalim sich auf ihre eigene Aufgabe, die Lösung der sozialen Probleme uncl die Zeirim sich auf die Erziehungsarbeit beschränken sollten. ,Herr Redakteur Rogowy trat für die Schaffung eines religiösen Chaluzismus, der in einheitlich jüdischer Weltanschauung und ausgeprägt jüdischen Lebensweise seinen Ausdruck finden soll, ein. , Jakob Katz (Haifa) forderte geistige Führer für die Poalimgruppe im Heiligen Lande und die Proklamierimg einer großen Hilfsaktion für die agudistisclien Kibbuzim. Zum Schluß sprachen noch M. Krongrad (Warschau) und N. Kl ein Ich rer (Jerusalem). * Sonntag Vormittag fand die Fortsetzung der Erez Jisrocl-Dcbatte unter dem Vorsitz des Herrn Senator T rocken 11 e i m (Warschau) statt. Als erster ergreift Herr S. Z. Moses (Pctach Tikwa) das Wort: Bei aller Anerkennung der Leistungen der Orthodoxie in Erez Jisroel müßte doch festgestellt werden, daß es ihr nicht gelungen sei, in den Jischuw, Hachodosch einzudringen.‘■ Erst die Poale Agudas Jisroel habe den Beweis erbracht, daß die Agudas Jisroel׳ auch1 produktive5Arbeit leisten kann. Trotzdem hat die Orthodoxie diesen Poalim nicht das genügende Verständnis entgegengebracht. Man kann mit Ruchnijot den Hunger der Poalim nicht stillen. Der Redner stellt die konkrete Forderung, den Poalim in Erez Jisroel geistige Führer zu stellen uncl schließt mit der Erklärung, daß die P.A.J. in Erez Jisroel mit keiner nichtugudistischen ürg־anisation ein »Iiaskem« schließen will. Sil her st ein (Tel Aviv) spricht von der Lage in Erez Jisroel. H. A. Goodman (London): Wir waren unangenehm iiberräscht, von den Delegierten Erez Jisrocls so traurige Berichte entgegennehmen zu müssen. Jeder scheint im Namen des ganzen Jischuw die Tätigkeit des anderen scharf kritisieren zu müssen. Es ist nicht wahr, daß der Peel-Bericht unser Anrecht auf Erez Jisroel nicht zugibt, denn gleich auf Seite 2 dieses Berichtes proklamiert die Kgl. Kommission das Anrecht des jüdischen Volkes auf Erez jisroel, das der Menschheit den Gedanken des »einzigen unsichtbaren G—ttes« gegeben hat* dessen Zeiige di€ Bibel, unsere (des englischen Volkes) Bibel ist. Hier ist klar das Anrecht der Thoratmie auf E, J. niedergelegt; denn keiner ist mehr berechtigt, den Anspruch darauf Zit erheben, der legale Nachfolger dieses jüdischen Volkes Zit sein als die organisierte und überhaupt thoratreue Jitdenheii Es kann nicht in Frage kommen, daß die Agudas Jisroel, die in Erez Jisroel zwar nur eine Minorität bildet, aber immerhin ein Achtel der Bevölkerung zu ihren Mitgliedern zählt und noch darüber hinaus Anhänger haben dürfte, von der englischen Regierung und von den Völkern der Erde übersehen wird. Zweifellos werden bei eventuellen Verträgen die Rechte der Thoratreuen des Landes und der Cola Berücksichtigung finden. Zu den gegen die Exekutive erhobenen Vorwürfen und zu dem Gerücht, Agudas Jisroel hätte mit den Revisionisten geheime Verträge geschlossen, erklärte der Redner: Wir haben es für gut befunden, auch mit Organisationen, die uns geistig fernstehen, gemeinsam eine negative Aktion durchzuführen, um das scheinbare Monopol der Zionisten über Erez Jisroel zu brechen, Keinesfalls aber ist jemand berechtigt, Verträge mit anderen politischen Organisationen zu schließen, ohne vorerst die Zustimmung der Kenessio Gedaulo, die allein darüber zu entscheiden hat, einzuholen. Zum Teilungsplan äußert der Redner seine private Meinung dahin, daß der Teilungsplan abzulehnen sei. Abzulclmen schon aus ökonomischen Gründen; denn das kleine Erez Jisroel wäre nicht in der Lage, große Massen von Juden aufzunehmen. Schon heute weist es eine Bevölkerungsdichte von 140 Seelen pro Quadratkilometcr auf. England nennt sich das Volk der Bibel und wird sicherlich das Verständnis aufbringen, nicht (las eigentliche Volk der Bibel in seinem Kampfe um das Land der Bibel unbeachtet zu lassen. Die Zionisten haben das Heilige Land verkauft, aber cs kommt immer mehr zum Ausdruck, daß sie dazu nicht berechtigt waren. Wir fordern ganz energisch, daß man uns als gleichwertige Partner zu den Verhandlungen heranzieht. Jeder, der mittut, das Monopol der Zionisten zu brechen, ist gerne gesehen. Wir fordern, daß das Mandat in Erez Jisroel durchgeführt werde. Für den Teilungsplan haben wir nur ein entschiedenes Nein aus religiösen, ökonomischen und politischen Gründen. Sejindeputierter M. Münzberg (Lodz): Wir leben in einer Zeit, die uns ernste Probleme bringt, die wir mit der Gerechtigkeit der Thora lösen müssen. Ich wußte im voraus, daß die Meinung der Vertreter jeden Landes zur Frage der Teilung von Erez Jisroel ein Spiegelbild der dortigen Verhältnisse sein wird. Jeder wird nach dem Verhältnis der Zorans in seinem Lande zu dieser Frage Stellung nehmen. Ich schließe jede Illusion, die man so gerne Geulo nennt, aus, aber , ich muß wegen der Verhältnisse, die im Judentutn herrschen, und der Not, die die Massen leiden, zu der Schaffung eines jüdischen Staates »Ja« sagen. Dagegen müssen wir entschieden gegen eine Thoraloslgkeit des jüdischeu Staates protestieren. * Ich bin sicher, daß cs den Thoratreuen in Erez Jisroel nicht ärger ergehen wird, als in anderen Ländern. Es ist immer unsere Krankheit, daß wir zu allen Dingen zu spät kommen. Die Ablehnung wäre einem Verrat der hgudistischen Idee gleichzustellcn. (Heftiger Widerspruch.) Wie können wir die schreckliche Not unserer Brüder nnberiieksichtigt lassen? Wir müssen die Sicherung bieten, daß die Regierung des jüdischen Staates nicht, wie man die Befürchtung bereits ausgesprochen hat, eine marxistische Lahre werde. (Zwischenruf: Uns wird man nicht fragen.) Wir sagen nicht »Nein«, wie der Misrachi. der nach gerechtfertigten Vermutungen eine vorgeschriobene Komödie gespielt hat und wenn einzelne Mitglieder des Rabbinischeu Rates zum Plane »Nein« sagen, dann darum, weil sie in ihrem Land. ■»Isc.11־ tachas gafnau utachas teenosau« leben. (Heftige Entrüstung־ im Saale.) Wir. haben es in Polen geeint, wenn wir uns zu den Fragen positiv stellen, dann können wir Erfolge aufweisen. Das Fernbleiben ist unser Unglück. Wir sind erbittert gegen das Vorgehen der Zionisteu, aber wir müssen auch denen den Vorwurf machen, die »Nein« sagen: Ejn attem jodim b‘zoroson schel Jisroel«. Dr. Falk Schlesinger (Jerusalem): Es ist nicht richtig־, die Lage von Erez Jisroel so schwarz zu schildern. In keinem Lande ist Agudas Jisroel im öffentlichen Leben ein solcher Faktor wie gerade im Heiligen Lande. Die Rei-' billigen, die sich innerhalb der Agudas Jisroel abspieleii, sind nicht derart, daß sie nicht beigelegt werden können. Kultusgemeindc-Präsidcnt Maz'-ur (Warschau): Wir unterstellen uns der Entscheidung־ der Moezes Geclole Hathora und sind davon überzeugt, daß die wirklichen Grenzen Erez Jisroels nicht die sind, die die englische Re-, gierung vorzeichnen will, sondern die, die die Thora uns 1 nennt. Zur Meinungsäußerung in dieser Frage ist nur der DAS IST DAS ECHTE כ Hilf N E R O L Die ■E r z e u g u n g s t e h t u n t e r A u fs I eh t S r. E h rwürde n d e s Herrn Bezirks r a b b ine r s S. E h re n f e I d :z e Matter s b w r g.