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Jüdische Presse · 1937-06-25 · 23 (25.6.1937) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
23 (25.6.1937)
Date
1937-06-25
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Seite 3 Nr. 23 JÜDISCHE PRESSE lmv«s wocins mm ag«1 WodiciMj Der englische Innenminister Sir Samuel H oar e teilte im Unterhaus mit, daß er sich veranlaßt gesehen habe, während der nächsten sechs Wochen sämtliche Demonstrationszüge der britischen Faschisten zu verbieten, da zu befürchten stand, daß es, wie im Oktober 1936, zu Zusammenstößen mit politischen Gegnern kommen könnte. .9 Im Städtchen Klock, Kreis Wilna, brach ein großer Brand aus, der mehrere hundert Häuser zerstörte. Die Synagoge und zahlreiche jüdische öffentliche Gebäude brannten vollständig nieder. Viele jüdische Familien sind obdachlos. Laut den von der Palästina-Regierung veröffentlichten Ziffern wurden im ersten Vierteljahr 193t von J u de n insgesamt 6200 Dunam Boden zum Preise von 85.500 Pfund, d. h. durchschnittlich 13,8 Pfund per Dunam, bei Arabern gekauft. #/n B et h Josef fand die feierliche Zeremonie des Friedensschlusses zwischen den jüdischen Kolonisten und den Anführern der umliegenden Beduinenlager statt. Bekanntlich wurde vor kurzem in der Nähe von Beth Josef ein Beduine von jüdischen Hilfspolizisten erschossen, der in jüdisches Gebiet eingedrungen war und dort auf jüdische Polizisten mehrere Schüsse abgegeben hattet 9 Im Gebiet des Tel-Aviver Hafens wurde eine Reihe neuer Arbeiten mit dem Zwecke der Erweiterung des Hafens in Angriff genommen. Unter anderem ist mit dem Bau von sechzehn neuen Hafenbooten begönnen worden, die demnächst dem regelmäßigen Ver- :kehr übergeben werden sollen. 9 Der Warschauer Aerzteverband hat sich in einer Sitzung gegen den Beschluß des gesamtstaatlichen Aerzteverbandes, den Ar ierparagraphen einzuführen, ausgesprochen. Gegen diese Stellungnahme haben nun 20 nationaldemokratische Aerzte protestiert. Sie behaupteten, daß die Entscheidung keine Rechtskraft habe, weil sie mit Hilfe der Stimmen der neu zugelassenen jüdischen Mitglieder herbeigeführt Wurde. Bei einem Ehrenbeleidigungsprozeß in Königsberg erklärte der Gerichtsvorsitzende, es sei heutzutage ein schwerer Schimpf für einen Arier, als Jude bezeichnet zu werden. Der Angeklagte, der einen Geschäftskonkurrenten jüdischer Abkunft verdächtigt hatte, wurde verurteilt. In einer vor kurzem abgehaltenen gemeinsamen Sitzung der Fachausschüsse für Religionsunterrichi, Zeremonial- und Wirtschaftswesen bei der Pester (nedlogen) Israelitischen Gemeinde, wurde die Mitteilung gemacht, daß im Jahre 1936 9 0 0 Austritte aiis der Jüdischen Gemeinde erfolgt sind. Die Sitzung befaßte sich eingehend mit den zu ergreifenden Mitteln, 11m der Austrittsbewegung entgegenzuwirken. In einer Berliner Rektorenkonferenz wurden folgende Richtlinien für den Religionsunterricht auf gestellt: 1. In der Grundschule darf keine Geschichte aus dem Alten Testament durchgenommen werden. 2. Das, Judentum darf. nur. in den beiden . oberen Schuljahren historisch behandelt werden. 3. Die zehn Gebote sind das mosaische Gesetz, daher ist es nicht notxoendig, sie zu lernen. 9 In einem Erlaß des Reichs- und Preußischen Arbeitsministers heißt es: ״Mitglieder der Staatszio- ■nis tischen (revisionistischen) Organisa- Hon e. V. werden als Bevollmächtigte und Beistände jüdischer Antragsteller bei den Versorgungsbehörden zugelassen, wenn sie von dieser Organisation mit der Vebernahme von Vertretungen jüdischer Antragsteller allgemein beauftragt sind.“ Dieser Erlaß bedeutet, daß ■neben dem Reichsbund jüdischer Front- Soldaten auch Mitglieder der Staatszionistischen Organisation als Bevollmächtigte und Beistände jüdischer Antragsteller auftreten können. 9 Das Präsidium der sowjetischen Regierungs- .kommission für die Ansiedlung von Juden auf dem flachen Land (Komzet) hat in einer Sitzung unter dem Vorsitz Chutzkajews beschlossen, während der nächsten fünf ■Jahre 100.000 Juden, d. h. 25.000 jüdische Familien, in Biro B i d s ch an anzusiedeln. 9 Vor dem Richter in S af e d hatten sich 13 Juden und 10 Araber wegen ille g al er Einwanderung mach Palästina zu verantworten. Sämtliche Angeklagten wurden zu zwei Monaten Gefängnis und nachfolgender Deportation verurteilt. 9 Unter dem Kommando General John Dills fanden in der Gegend von Hebron umfangreiche M anöver statt, bei denen Panzerautos, Tanks, Flugzeuge und technische Truppen (Radio, Telegraph) eingesetzt wurden. 9 Auf der Tagung des Internationalen Arbeitsamtes wies der Vertreter Kubas, Senor A. Eskabar, darauf hin, daß die Südamerika 11 i s chen Länder unter einem Mangel an gelernten Arbeitern leiden, während in Europa Ueberfluß an solchen Arbeitern besteht. 9 Wie bereits gemeldet, haben der polnische Aerzteverband und die Vereinigung der Restaurateure bei der polnischen Vereinsbehörde eine Statutenänderung im Sinne der Einführung des Arierparagraphen eingebracht. Die Verwaltungsbehörden haben den Antrag abschlägig beschieden. r 9 Abraham Merezhin, der Mitbegründer der früheren ״J evsekzia“ (Jüdische Sektion der Kommunistischen Partei), der später wegen seiner Tätigkeit im ״Komzet“ (Regierungskommission für die Ansiedlung von Juden), dessen Vizepräsident er war, den Beinamen ״Vater der jüdischen Kolonisation in Sowjetrußland“ erhielt, wurde nach Sibirien, verbannt. Er wird beschuldigt, trotzkistischer Agent zu sein. 9 Die vatikanischen Behörden haben das Buch ״Die Rassenlehre“ (״Razzismo“) des Italieners Q. Gogni auf den Index gesetzt. Als Grund für das Verbot wird angegeben, daß die von dem Autor vertretenen rassischen Theorien, die sich auf den ״arischen Gedanken“ stützen, nicht mit dem christlichen Dogma zu vereinbaren seien. H. Grün, XI., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe., Stachelbeer-Marmelade passiert. 1% kg reife passierte Stachelbeeren werden mit dem Inhalt einer Doppel■׳ Packung O p e k t a Trocken ä K5 350 bestreut und 1 Minute brausend gekocht, Dann gibt man 1,15 kg Zucker dazu, kocht 5 Minuten brausend durch und füllt sofort randvoll in Gläser. Die dritte Kenessio Gedaulo Der tschechoslowakische Gesandte in London, Jan Masaryk, hat der Exekutive der Welt-Aguda mitgeteilt, daß die tschechoslowakische Regierung zu der Eröffnung der III. Kenessio Gedaulo, die in der Zeit vom 18. bis 23. August in Marienbad tagen Wird, einen Vertreter entsendet. Der Vertreter der tschechoslowakisehen Regierung wird ■in ihrem Namen eine Begrüßungsansprache an den Kongreß halten. Es werden auch Anstalten getroffen, um die Uebertragung der Eröffnung»- Sitzung durch den Rundfunk ■zu erleichtern. Die Stadtverwaltung von Marienbad hat einstimmig beschlossen, für die Kenessio Gedaulo den Kursaal, Räume der Bürgerschule und eine größere Anzahl von Zimmern in verschiedenen Hotels für die Sitzungen der Kommissionen und für die Gäste kostenlos zur Verfügung zu stellen. Den Teilnehmern des Kongresses wird eine Reihe von Begünstigungen gewährt werden, so eine SOprozentige Ermäßigung auf , sämtlichen tschechoslowakischen Bahnen und Erlassung der Zahlung der Kurtaxe. Es werden mehrere tausend Delegierte und Gäste erwartet. Der Wilnaer Gaon, Rabbi Chäim Oser Grodzienski, hat an die religiöse Judenheit der ganzen Welt den Appell gerichtet, die Bestrebungen der agudistischen Bewegung izu fördern. Gleichzeitig setzt sich der Gaon für die Beteiligung der religiösen Judenheit an der Kenesisio Gedaulo ein. * Imposante Kenessio-Gedaulo- Kundgebung der Wiener Aguda Mittwoch abends fand im großen ■Saal des Hotel Kontinental eine von der Wiener Aguda einberufene Jubiläumsversammlung statt. Der Raum konnte die Zahl der Erschienenen gar nicht fassen, so daß der Saal bald nach Eröffnung polizeilich gesperrt werden mußte. .,Nach Begrüßungsworten des Vorsitzenden, Medizinalrates Dr. Reiniger, richtete Se. Ehrwürden Herr Oberrabbiner Fürst unter stürmischer Zustimmung der Versammelten an die Orthodoxie den Appell zur Einigkeit auf dem Boden der Agudas J i s r o e 1. In meisterhaften Reden schilderten — oft von begeistertem Beifall unterbrochen — Herr Rabbiner Eckstein, Sered, und Herr Dr. Max Cohen, Baden, Wesen und Werk der Aguda. Die Kenessio Gedaulo,, die Heerschau, Bilanz und Wegweiserin zugleich werden soll, erfordert den vollen Einsatz der ganzen Kraft des thoratreuen Judentums, um eine den Intentionen ihrer Initiatoren entsprechende Manifestation zu werden. Die Thora ruft, die jüdische Geschichte ruft, die Gedaulim der Zeit rufen. Wer kann da die Gefolgschaft verweigern? Tief ■beeindruckt von dem Gehörten!Zollten die Zuhörer den Rednern enthusiastischen Dank. Sie nahmen das Bewußtsein mit. nach Hause, daß in diesen ent* scheidungsvollen Tagen jedem einzelnen seine Aufgabe zugewiesen ist, der er sich nicht entziehen dürfe. * Die Landesorganisation der Agudas Jisroel in Frankreich, hat gemeinsam mit der Ortsgruppe Paris eine Konferenz der westeuropäischen Aguda-Landesorganis ationen für den 13. Ab nach Paris einberufen. Hauptziel dieser Konferenz ist es, einen engen Kontakt und eine weitgehende Kooperation innerhalb des westeuropäischen Judentums herzustellen, gemeinsame Postulate an die Kenessio^ Gedaulo zu formulieren, •wie auch eine A r b ei 13 g e m e i ns ch af t der Westeuropäisehen Aguda-Or.ganisationen zu konstituieren. * Die geplante Reise des Präsidenten der Welt- Aguda, Jakob Rosenheim, nach Polen unterbleibt vorläufig, da seine Anwesenheit in London jetzt, wo die Veröffentlichung des Berichtes der Kgl. Kommission für Palästina erwartet wird, unbedingt erforderlich ist. KIRSCHEN nun Marmelade kochen! 27! kg Sauerkirschen, enlslelnt gewogen (brutto 374 kg) werden mit dem Holzstampfer zerdrückt odor In Hälften geschnitten und mit 2V. kg lucker 10 Minuten brausend rokocht. Dann röhrt man den 'nhatt einer Flasche Opekta ä K6 8;50 ein, ladt nochmals cufwallen und fallt sofort randvoll In Glaser In 10 Minuten mit /budtß Kritik und Betrachtung Die Reform Letzthin gab es bedeutsame Anzeichen dafür, daß die ■schon seit langem dahinsiechende Reform in ihren letzten Zügen liege. Man konnte die verhallenden Orgeltöne im Züricher Tempel — wo der dröhnende Rufer der Reform über Mehrheitsbeschluß der Gemeindemitglieder zum Verstummen gebracht wurde — für die letzten Stoßseufzer dieses von Anpassungssucht Und Selbst- Verachtung gezeugten Wechselbalges ■halten. Man konnte das Bekenntnis des Präsidenten der Zentralkonferenz der amerikanischen Reformrabbi־ n er, daß ״der Reformgedanke sich ■überlebt habe ■und seine Tage vorüber seien“, als die eigene Grabrede der unselig entschlafenden ■Reform auffassen. Und wenn es auch klar war! daß dieser Rück-Schritt ins Judentum nicht aus innerer Erkenntnis erfolgen würde, sondern lediglich unter dem Eindruck der kategorisehen Ablehnung durch eine Welt, die die unassimilierbare Rasse als Wesenselement entdeckt hat, so war doch andererseits die Umkehr als solche erfreulich. Die jüdische Geschichte kennt Beispiele genug für erzwungenes Sich-auf-sich-selbst-Besinnen, das Sich zuletzt in wahre und echte Hingabe wandelte. ״Pharaoh hat Israel dem himmlichen Vater zugeführt“, sagen unsere Weisen und: ,,Groß war der Augenblick, da König Achaschwerosob. Haman die Vollmacht gab.“ Und so ■hätte auch der 30. Jänner 1938, der Tag, an dem Hitler zum Reichskanzler designiert wurde, bedeutsam werden, hätten auch die Nürnberger Gesetze einen Wendepunkt im jüdischen Leben‘bilden können. Allein, wie ein anderes Wort unserer Weisen lautet, kehren die Frevler selbst an den Pforten der Hölle nicht um. Es können ihnen höchstens leise Anwand־ lungen kommen. Und so wurde, dieser Tage — trotz allem und nach allem! — in Amsterdam ein neuer Reformtempel mit allem dazugehörigen. Klimbim eingeweiht. Es gibt dort eine Orgel, einen gemischten Chor und einen Rabbiner, der ״dem ■Prinzip der Freih eit (!) in Praxis und Theorie“ huldigt. Auch die Zentralkonferenz der amerikanischen Reformrabbiner hat nach der Eröffnungsrede ■ihres Vorsitzenden alles vergessen und nichts dazugelernt und ״Thesen zur Frage der Mischehe ausgearbeitet“. Ja, selbst auf dem Boden des Heiligen ■Landes sprießt — wie aus einem Rundschreiben des Jerusalemer Rabbinats hervorgeht — die Giftpflanze ■der Reform, die anscheinend das Klima des Nationalismus ebenso gut verträgt, wie das der Selbstverleugnung. Gerade nach den Symptomen einer Wendung zum Besseren erweist sich die Reform als eine Hydra, der für einen abgeschlagenen Kopf ein neuer wächst und der auch die Herkulesarbeit Hitlers nicht den Garaus machen konnte. Die Rabbis des Satans Als der Bal-Schemtow geboren wurde— erzählt die chassidische Legende —, erfaßte den Satan angstvolle Unruhe. Er eilte zum Herrn der Welt und erklärte, sein Amt niederlegen zu wollen. ״Du hast die Welt nach dem Grundsatz des ^Gleichgewichtes eingerichtet‘, führte er bittere Klage. ״Das Prinzip des Guten und das des׳ Bösen sollten einander die Waage halten, Nun schickst du aber den Bai-Sehern auf die Erde und das Zünglein schlägt gewaltig nach!,rechts aus. Es ist ein verlorener Kampf, den ich ■kämpfen soll!“ Da ward dem Verzweifelten folgender Bescheid; ״An der Sendung des Barschem ist nichts zu ändern* I Doch soll dir kein Abbruch geschehen. Auch du wirst deine Rabbis haben. In ihrer äußeren Erscheinung, in ihrer Kleidung und ihrem ■Habitus werden sie ganz den Jüngern des Bal1־Schem gleichen — doch werden sie dein und nur dein sein.“ Dieser aussichtsreiche Trost beschwichtigte den Satan. Das ■Gleichgewicht war wieder hergestellt. Mit frischem Mut und neuer Kraft kehrte er zu seiner Arbeit zurück. An diese reizende Anekdote mußten wird bei der Nachricht denken, daß ■der Misrachi die Einsetzung eines r a ■b b i n i s c h e n Rates beschlossen hat, einer ״Moezat Harabanim“ als Gegenstück zur ״Moezas Gedole Hathora“, die die oberste Instanz der Agudas Jisroel ist und schlechthin alle Thora-Autoritäten der Zeit vereinigt. Gleichberechtigung der italienischen Juden wird gewahrt Das Präsidium des Verbandes der jtidisehen Gemeinden Italiens hat am 6. April seine Demission gegeben. Der Grund der Demission lag in den scharfen Meinungsverschiedenheiten zwischen den zionistischen und nichtzionistischen Mitgliedern im Zusammenhang mit einer Artikelserie des faschistischen Abgeordneten Prof. Orano, in welcher dieser den italienischen Zionisten Mangel an Patriotismus vorwirft. Bis zur Behebung der Krise sollte ein Regierungskommissär die Verwaltung der Angelegenheiten des Verbandes versehen. Inzwischen wurde die Polemik gegen den Z io nismus in der italienischen Presse immer schärfer. Die Regierung sah sich veranlaßt, durch eine Reihe von Erklärungen festizustellen, daß die antijüdische Kampagne in einem Teil der italienischen Presse nicht als Ausdruck der offiziellen Ansicht der Regierung zu betrachten sei, und hat nun, um ihr Vertrauen gegenüber dem Präsidium des Verbandes zum Ausdruck zu bringen, seine Demission nicht!zur Kenntnis genommen und das Präsidium eingeladen, bis zum Ablauf seiner 5jährigen Amfcsperiode, das heißt, bis 1938, im Amt verbleiben. Das Präsidium beschloß, der Aufforderung der Regierung Folge zu leisten, und erließ an die jüdischen Gemeinden Italiens einen Aufruf, sich seiner Führung anzuvertrauen und keine ■Zersplitterung der jüdischen Kräfte in Italien zuzulassen. * Der Besitzer eines großen italienischen Zeitungskonzerns in New York, Generoso Pope,!wurde anläßlich seines Aufenthaltes in Rom von Mussolini und dem italienischen Außenminister Graf Ciano in längerer Audienz empfangen. In einem Gespräch mit dem J.-T.-A.-Vertreter in Rom teilte Pope mit, es sei ihm versichert worden, daß den italienischen Juden die volle Gleichberech tigung gewahrt bleiben und daß die antijüdische Kampagne in der italienischen Presse abgestellt werden würde. Anti-Schächtgesetz nunmehr auch in Polnisch-Ober- Schlesien Das Polnisch-oberschlesische Parlament in Kattowitz hat die Einführung eines Gesetzes beschlossen, das die Beschränkung der Schechita (Sehächtung) vorsieht. Das Gesetz ist am 15. Juni in Kraft getreten; an diesem? Tage erlosch die Gültigkeit der deutsch-polnischen Genfer Convention betreffend Oberschlesien. Wegen dieser Convention konnte das Anti-Schächtergesetz, das in Polen bereits seit dem 1• Jänner 1937 in Kraft ist, in Oberschlesien bisher nicht erlassen werden, ■ 1§:• ־.'■ ■

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