Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 23 (25.6.1937)
- Date
- 1937-06-25
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 4 jüdische mmm Nr. 23; .;;Ö|S(t E|R| R1E11jC|H Bas Ferienheim der Aguda 9• Jisroel• Jtigendgruppe Die Agudas-Jisroel-Jugendgruppe ersucht uns um Aufnahme folgender teilen; Ünser Ferienheim hefindet sich im heurigen Sommer wie im Vorjahr‘ wieder auf Gut Stollberg. Denen, die es bereits kennen, sei gesagt, daß!wir aus dem Vergangenen gelernt und vieles 2ur Erhöhung der Bequemlichkeit geändert haben. Jenen, die Stollberg noch nicht kennen, sei es in kurzen Worten geschildert: Stollberg ist ein kleiner Ort in der Nähe von Laaben, zirka 65 km Von Wien entfernt. Es liegt 700 Meter hoch. In der Nähe befinden sich der Schöpfei und der Aufstieg zum Oföhlberg, der ein einzigartiges Panorama bietet. Das Haus selbst hat geräumige Schlaf- und Speiseräume wie ein Bes-Hamidrasch. In unmittelbarer Nachbarschaft gibt es Wiese, Waid und ein Bad. Man lebt hier frei in echt jüdischem Milieu und kann so die richtige Ent- Spannung finden. Die fünf Mahlzeiten täglich werden unter besonderer Mühewaltung des langjährig bewährten Küchen- Personals gut und schmackhaft zubereitet. Die Jüngeren stehen unter besonderer Aufsicht, so daß auch die Ferienzeit nutzbringend erzieherisch ausgewertet (Wird. Agudas-Jisroel-Mädchengrtippe Mit dem vorwöchigen Vortrag des Herrn Sekretär M. Spitzer wurde die diesjährige Vortragsreihe b eendet. Die Leitung spricht auf diesem Wege allen Referenten den herzlichsten Dank aus. Rosa Klein geb. Löwy ~/y In der Blüte ihrer Jahre verschied ganz plötzlich in Wien, nach einer Operation, Frau Rosa Klein aus Kobersdorf. Erst vor einigen Monaten verehelichte sie sich mit dem hochangesehenen Oberlehrer, Herrn Ignaz Klein in Kobersdorf. Der jähe Tod entriß sie einer ihr Hebgewordenen Umgebung, einer ihr treu anhänglichen Familie. Die Verblichene war die würdige Tochter des allseits bekannten und beliebten Schliach Zibbur der Adas Jisroel Schiffschul, Beer Löwy. Sie selbst übte Wohltätigkeit und Krankenfürsorge in hohem Maße.!Die große Beliebtheit der Verblichenen kam in dem Mitgefühl der ganzen Gemeinde und deren Teilnahme bei der Leiwajoh zum Ausdruck. Bei der Kwuroh sprachen Herr Rabbiner Schenk und der Gatte der Verblichenen. חנצב*ה Eine antisemitische Partei in der Tschechoslowakei In Präg werden Flugblätter verteilt, die zum Beitritt und zur konstituierenden Versammlung einer neuen politischen Partei unter dem Namen ״Nationale radikale Partei״ einladen. Die Partei, die das Wirtschaftsleben, ■das bürgerliche Selbstbewußtsein und die allgemeine Moral auf Grund von ,Rassengesetzen (so heißt es in dem Flugblatt) heben will,!will einen kompromißlosen, fanatischen Kampf gegen die Weltherrschaft des jüdischen Imperialismus, gegen den Liberalismus und gegen den marxistischen Bolschewismus führen. Als Gründer der Partei zeichnen auf dem Flugblatt drei itn politischen Leben bisher vollkommen unbekannte Personen: tög. Wenzel Koula, ein pensionierter Major namens Emu Sourek und a!9 Geschäftsleiter Hugo Tuskäny. BEKIZZUR... — BuStino: Heber Initiative von Frau Dr. P. Krauaz, ist Schabbos P. Korach eine Beth Jakob- Schule gegründet worden. Der Unterricht ist bereits in vollem Gange und die Schülerinnen, rund fünfzig an der Zahl, lauschen mit großer Aufmerksamkeit den lehrreichen Vorträgen der Leiterin der Schule, Frl, Löwenthal, Frankfurt a. M.. —, Chust: Am vergangenen Schabbos weilte der Sohn des Wischnitzer Rebbe s. 2. 1״ der Wischewer Raw, in Chust, Wohin von der ganzen Gegend Chassidim in großer Anzahl strömten. Aus diesem Anlasse fand in Chust auch eine Konferenz der karpathorussischen Agüdas Jisroel statt, bei welcher über die Reorganisation der Aguda-Bewegung und die bevorstehende Kenessio Gedaulo eifrig diskutiert wurde. — Tornala: Unter Mitwirkung von Herrn J. Koth- Bratislava, wurde hier eine Jugendgruppe der Agudas Jisroel ins Leben gerufen, der sich bereits die religiösen Jugendlichen in großer Zahl angeschlossen haben. In die provisorische Leitung wurden gewählt: J. Friedmann, Präses, M. Fodor, Kassier, J. Weinstein, Sekretär. Dr. Hugo Roth;ע״ף In Bratislava verschied nach kurzer, schwerer Krankheit, im Ater von 48 Jahren der hervorragende Frauenarzt Dr. Hugo Roth s. A. Dr. Roth, der seit 1923 vorerst im alten jüdischen Spital, dann ■im neu er bauten als Primarius die Abteilung für Gynäkologie leitete, erfreute sich uneingeschränkter Wertschätzung und Beliebtheit in allen jüdischen Kreisen. Besondere Liehe empfand er für das Judentum, für das er immer stolz und mutig eintrat. Als Gründer des Verbandes slowakischer Juden und als Mitglied der Slovenskä Liga, hatte er sich oft mit antisemitischen ׳Behauptungen auseinanderzusetzen. ׳Sein Werk ״Osudy“ (Schicksale), das ebenfalls diesem Thema gewidmet ist, erlangte im slowakisch lesenden Publikum eines ganz besonders guten Namen. Die zahlreiche Beteiligung an dier am vorigen Dienstag stattgefundenen Lewajoh, gab beredtes Zeugnis für die Verehrung und Beliebtheit, die Dr. Hugo Roth genoß. Frau M. Donath;-״,־y In tiefe Trauer versetzte die Gemeinde S a 1 a das plötzliche Hinscheiden von Frau Moritz Donath s. A., eine der besten und frömmsten Frauen des Ortes. Die Verblichene war die unermüdliche Vorsitzende des Frauenvereines, wo sie Wertvolles leistete. Sie war sets Mutter der Armen und nahm die Bedürftigen immer in ihren!Schutz. Se. Ehrw. Herren Oberrabbiner Strasser, Rabbiner Ehemthal und: der Gatte der Verblichenen hielten bei der Lewajoh rührende Hespedim. ,תנצב׳ד Ungarn (Von unserem Korrespondenten) — Die Schass-Chewra der Budapester orth. isr. Kultusgemeinde nahm am T. Juni in feierlicher Weise Ahschied von ihrer Synagoge, die das älteste jüdische G-tteshaus der ungarischen Hauptstadt Ist und qich im sog. Baron Orczyschen Haus, welches jetzt abgerissen wird, befand. Vor Beginn des Maariv-G-ttesdienstes hielten die Herre» Gemeindepräsident A. v. Freudiger, Ghewravofsteher M. Klein und Rabbiner gtißmann Ansprachen; sie hoben verschiedene ergreifende Momente aus der Vergangenheit der i4ljährigen Synagoge hervor. An der tleberführung der Thorarollen in das neüe Vereinslokal nahm eine große Menschenmenge teil. — Die antisemitische Kampagne hält in Ungarn unentwegt, an. In den letzten Tagen!waren besonders Päpa und Hödmezövärsärhely Schau- Plätze judenfeindlicher Umtriebe. In Päpa wurden judenhetzerische Flugschriften verbreitet und eine Aktion zum Boykott der jüdischen Kaufleute, Aerzte, Anwälte eingeleitet. In Hödmezöväsärhely kam es zu wüsten Schlägereien, so daß sogar der Freitagabendg-ttesdienst unter Polizeischutz abgehalten werden mußte. In der Haupt- Stadt selbst hat die Polizei judenfeindlich gerichtete Organisationen innerhalb der Mittelschüijugend aufgedeckt. — Die jüdische Presse beklagt sich über das offizielle Radio, welches am verflossenem Dienstag mit einer dummen antisemitischen Sendung jüdische Typen karikierte. Rumänien (Von unserem Korrespondenten) — Die Landeszentrale der Orth. Isr. Organisation für Siebenbürgen hat in ihrer Sitzung vom 9. Juni beschlossen, den vom Kultusministerium angeordneten Landeskongreß für den 29. und 30. Juni einzuberufen. In der Zwischenzeit wird eine rabbinische Delegation versuchen, das Kultusministerium von der Ueberflüssigkeit dieses nochmaligen Landeskongresses zu überzeugen. — König C a r o 1II. von Rumänien weilte diese Woche in Klausenburg, wo er zum Ehrendoktor der Universität promoviert wurde. An dem Empfang des Königs im Stationsgebäude nahmen in Vertretung der in dieser Stadt bestehenden jüdischen Kultusgemeinden die beiden Vorsitzenden teil. Es fiel allgemein auf, daß der König in seiner-*Doktor-Rede folgende Feststellung machte: ״Wir leben in einem Zeitalter, in welchem der nationale Imperativ mit besonderer Kraft in Erscheinung tritt.“ Der Vorsitzende der Aistra (einer rumänischen Kultur- Organisation), Prof. Iuliu Moldovan, erklärte in seiner. Begrüßungsrede: ״Die Fiktion der Gleichheit muß verschwinden!“ יעקב האפף פערל אונפדארפער בן מהדר משה דל בת מהדר שלמה זלמן נ*י ניטרא מא1ושים פרעסכורג Jenö Goldschmied Erna Kalisch Sopron Galanta Verlobte בשם הברא מגירות .עטרת שבת* דישיבחנו אנו מביעים ברכוחנו הלבביות ׳לודב ההדב בחד*ת מוכתר בנימוסין, כליל המעלות והמרות הרב מדי, יוסף מאיר מיללערני׳ ■שהי׳ גבאי דהברחנו, לרגל התבחרותו לרב בקיק נאדאש <על ימין אביו הגאון ■שליט׳א). יהי׳ דרכו צלחה ויוכה לעבוד עבודה פורי׳ להרמה קרן ההורה והדה הנכאים דחברא מגירות דישיבה הרסה פרעטבורג יצ׳ו I & J EU Holstein früher Westend, jetzt Gaststätte AiMa I 3 Minuten zum Kurpark. Streng rituell, unter Aufsicht I der Adas-Jisroel-Schiffschul Wien. I Wiener Küche! Günstige Pensionsarrangements in ■ Zimmern mit jedem Komfort (fließ. Wasser usw.) Best- ■ eingerichtete Thermalbäder. Mäßige ׳Preise! Gefl. B Anfragen an.G. Wolf, Hofgastein, Haus Anderka. | WELTKURORT FRANZENSBAD heilt Frauen*, Herz*, Stoff* Wechsel*, Rheuma*Krankheiten י Billige Pauschalkuren! 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Uhr Min. 2 25 2 6 49 6 45 7 30 7 55 בשבח: מנחה בעעדק . . .. 6 15 6 15 8 30 8 30 3 30 _ — 4 00 5 00 8 .55. 8 45 5 15 _ - 6 00 6 00 7 30 8 25 7 45 מנחה?תענית . . . . . . . Eigentümer, Herausgeber, Verleger und Schriftleiter: David T ü r k l (für den ״Jüdisch-orthodoxen Preßverein“), Wien, II״ Malzgasse 12 a. ,Für den Inhalt verantwortlich im Sinne des Preßgesetzes: Mendel Geldwerth, Wien, .11״ Große Pfarrgasse 3. •— Verantwortlicher Redakteur für die Tschechoslowakei: Siegfried«. Frommer, Bratislava, Zochgasse 22/XIV/II. —י Druck: Druckerei־«־ und Verlags-A.-G« lg« Steinmann״ Wien, IX,. Universitätsstraße 6/8«-