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Jüdische Presse · 1937-06-04 · 21 (4.6.1937) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
21 (4.6.1937)
Date
1937-06-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 21 Zahnpasta! $aknbelag. I wmm WM mehreren Stellen des Landes ist es zu Gefechten gekommen. Bei Akko ist es der Polizei gelungen, den berüchtigten libanesischen Bandenführer Ismain Ubd el Chak I ausfindig zu machen, der seit dem Ausbruch der Unruhen an der syrisch-palästinensischen Grenze sein Unwesen | trieb. Bis kam zu einem bewaffneten Zusammenstoß, bei dem der Bandenführer fiel.; Politischer Schwebezustand schädigt die Wirt schaft Auf der Generalversammlung der Anglo^Palestina Bank in London äußerte sich der Vorsitzende, L. Istorik, Über die Zusammenhänge zwischen politischer Lage und Wirtschaftskonjunktur in Palästina. Er sagte, solange keine endgültige und mehr oder weniger zufriedenstellende Politik in Palästina festgelegt worden sei, müsse das Land in einem Zustand der Ungewißheit bleiben, was sich sehr ungünstig auf die Investitionsfreudigkeit und den Geschäftsverlauf im allgemeinen auswirke. Diese Ungewißheit und die in ihrem Gefolge auf tretende S t a g n ation beherrsche das Bild und es gebe wenig Hoffnung für eine Belebung, bis ein zufriedenstellendes politisches Arrangement getroffen worden ist. Wenn nur eine feste Entscheidung getroffen würde, die Verpflichtungen des Mandats loyal und ohne Schwanken durchzuführen, so würden die meisten Schwierigkeiten, die jetzt groß erscheinen, verschwinden oder sich als nicht vorhanden erweisen. Man würde dann sehen, daß das Land imstande ist, eine sehr große Einwanderung aufzunehmen, die in Zukunft wie in der Vergangenheit der Hauptfaktor für eine Entwicklung und Prosperity des Landes sein wird. Die Lage in Brest-Litowsk Die Direktoren des Joint Distribution Committee, Dr. Bernhard Kahn und David!Schweitzer, sind aus Brest-Litowsk, wo sie die Verteilung der ersten Hilfsgelder in der Höhe von 20.000 Dollar geleitet hatten, nach Warschau zurückgekehrt. Bei einem Presseempfang für die Korrespondenten der amerikanischen Zeitungen in Warschau erklärte Dr. Kahn, daß in Brest- Litowsk mindestens 1200 jüdische Geschäfte und Wohnungen demoliert wurden. Was in Brest geschehen sei, könne man nicht nur Vernichtung von Hab und Gut, Sondern regelrechte Plünderung nennen. Mehr als 20 Prozent der 22.000 Seelen zählenden jüdischen Einwbhnerschaft von Brest haben beträchtlichen Schaden erlitten, weitere tausende Juden kleinere Vermögensverluste. Dank der ersten Hilfeleistung durch den Joint sei es gelungen150 ,׳ jüdische Geschäfte, darunter mehrere Bäckereien, wieder in (Betrieb zu setzen und ׳so die Versorgung der, jüdischen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen. Dr. Kahn erklärte weiter, daß ihn besonders die Brutalität, mit der die Pogromhelden vorgegangen sind, erschüttert habe. Zahlreichen jüdischen Familien habe man sogar ihr letztes Hemd geraubt. Der agudistische Senator Trokenheim hat an den Ministerpräsidenten und Innenminister Slawoj Skladkowski eine Interpellation wegen der Vorfälle von (Brest- Litowsk gerichtet. Sie schüdert die Untätigkeit der Behörden, wobei das sonderbare Verhalten des Wojwoden hervorgehoben wird. ׳Senator Trokenheim fragte den Ministerpräsidenten, ob er gegen den Wojwoden einzuschreiten׳ gedenke und auch den Starosta sowie alle für den . Fortgang der Ausschreitungen verantwortlichen Beamten izur Rechenschaft ziehen werde. Weiter wird der Ministerpräsident gefragt, ob den Opfern des Pogroms sofortige Hilfe gewährt werden würde, damit sie imstande seien, ihre wirtschaftliche Existenz aufrechtzuerhalten. Der 47jährige jüdische Uhrmacher, ßaruch Silberberg, der während des Pogroms von Brest-Litowsk lebens- ]gefährlich verletzt worden war, ist in der Nacht zum 30. Mai im Warschauer jüdischen Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Silberberg hinterläßt eine Frau und zwei kleine Kinder. ־1־ Die Jüdische Gemeinde in Tientsin (China) hat der!Gesellschaft ״Ort“ einen Betrag zur Hilfeleistung für die Juden in Brest-Litowsk zur Verfügung gestellt, Die polnischen antisemitischen Zeitungen stellen im str. orth. כשי כשר str. orth. RESTAURANT RAUSRITZ Annag. 18 Unter Leitung des bewährten Restaurateurs J• Auerbach Bestellungen für HOCHZEITEN werden in und außer Haus aufs feinste ausgeführt. Pension von S 8 aufwärts (Tel. 946/8). Achtung!• לההיר מכשול mein Vöslauer Betrieb ist bis auf weiteres geschlossen C Zusammenhang mit. den Geldsendungen aus Amerika für die Pogromopfer. von Brest-Litowsk in zynischer Weise fest, daß als Ergebnis des Brester Pogroms das polnische Finanzministerium einen Zufluß von Devisen erhalte. Griechenland und seine Juden u' . In einer der jüdischen Presse übergebenen׳ Erklärung stellt der griechische Minister für Presse und Touristik, Nicol au dis, fest: Die jüdische Welt kann über die Lage und Stellung unserer jüdischen Mitbürger vollkommen ruhig sein. Wir hegen kein rassisches oder nationales Vorurteil. Wir kennen die Juden׳, 'bewundern ihre Eigenschaften und sehen in ihnen ein den Gesetzen gehorsames, friedliches, loyales und ־ ihren! Wohnländern ׳׳ ergebenes Element. Die griechischen Juden weisen diese Merkmale in Vollkommenheit auf. Mit Zufriedenheit verzeichnen wir ihren׳ Beitrag zu dem Fortschritt Griechenlands. Wir kennen keinen׳ Unterschied zwischen ihnen und den Christen. Wir behandeln sie auf der.<Grundlage vollständiger Gleichstellung mit. den!christlichen Bürgern:• alle haben die gleichen Pflichten und erfreuen sich der gleichen׳ Rechte. Zum Silberputzen kaufen׳ Sie die feinste Putzpasta, denn Süber ist kostbar. Aber noch kostbarer sind Ihre Zähne. Auch diese sollen ,glänzen in ihrem schönsten Elfenbeinschmuck, mit ihrem wunderbaren Schmelz. Wählen Sie auch für Ihre Zähne die richtige Pasta, die gründlich reinigt, ohne den Schmelz der Zähne zu beschädigen. Odol-Zahnpasta ist das feinste Pulver in Pastaform. Nur eine solche Pasta erfüllt die Anforderungen, die Sie an ein ideales, Zahnreinigungsmittel stellen können. ODOL-Zahnpasta wirkt außerdem erfrischend und belebend. . ׳ Ein Sendschreiben der Karaiten an die Falaschas (Beitrag zur Geschichte beider Sektenj Das Interesse, das das abendländische Judentum den exotischen Zweigen unseres Volkes oder den Sekten unserer Religion überhaupt entgegenbringt, wendet sich seit Jahren in besonderem Maße den Falaschas in Abessinien zu. Dieses Interesse xcurde durch■ den italienischen Feldzug und die Eroberung dieses Landes nur noch gesteigert. Zur Diskussion, die jetzt über die schwarzen Juden im Gange ist, sei hier nun eine Reminiszenz, die mehr als vierzig Jahre zurückliegt, beigetragen. Damals, vor Jfl Jahren also, erhielt das geistige Oberhaupt der karaitischen Gemeinde in Petersburg, Nissim Ben David Bockhizob eine von der englischen Bibelgesellschaft herausgegebene Flugschrift zugeschickt. Sie enthielt u. a. auch die Zahl der Sprachen und Dialekte, in welche die Bibel übersetzt xcurde. Uxiter den xmgefähr 820 axigeführten Idiomen befand sich auch die Sprache der Falascha oder Kar a, deren sich die abessinischexi Juden bedienen. Der Name ״Kara“ xnutete den Karaiten-Geistlichen xoie etwas Verxoandtes an uxid erxceckte in ihm die Verxnutxmg, daß er es hier mit einem dexi Karaiten ׳uerwandten Stamm zu tun habe. Er setzte sich mit den übrigen Karaiten-Gemeinden ins Einvernehmen und es xcurde beschlossexi, den Versuch zxi machen, mit den abessinischen Juden eine Korrespondenz axizukniipfexi. Axich die Unterstiitzuxig des Generals Leo n tief f wurde gesichert, der infolge seiner häufigen Expeditionexi in die afrikaxiischexi Kolonien einen persönlichen uxid politischen Einfluß auf Kaiser Mexielik besaß. Der Krieg zwischen den äthiopischexi Stäxnmen xixid den italiexiischexi Schutztruppexi beeinträchtigten bald den russischen Einfluß in Aethiopiexi, so daß man von einer Interventioxi Leontieffs Abstand nehxnen mußte. Bockhizob hatte es sich jedoch in dexi Kopf gesetzt, eine Verbindung xnit dexi Falaschas herzustellen und sandte schließlich einen Brief an sie. Der Brief wurde an den daxnaligen französischen Generalkonsul in Abessinien K. Mondon-Vediaullex adressiert und dieser gebetexi, das ixi hebräischer und französischer Spx'ache verfaßte Sendschreiben der Karaiten an das geistige Oberhaupt der Falascha gelangexi zu lassexi. Das Schreiben hatte folgenden Wortlaut: ״Mit Hilfe G-ttes, im russischexi Reiche, in der Hauptstadt Petersburg, Sonntag, den 21. Kislew 5656, Friede sei xnit Euchj liebe Brüder, Söhne Abrahams, Isaaks und Jakobs, möge Euch der G-tt Israels segnen, Amen! Wie habexi gehört und in Büchern gelesexi voxi uxiserexi Brüdern in Abessixiien, derexi x'eligiöse Prinzipien uxid Grundideen den heiligexi Gesetzen Mosis entnommen sixid, die xmseren Vätern axh Berge Sixiai von Moses, dexn Diexier G-ttes, gegeben wurden. Wir haben auch gehört, daß Ihr Euch ״Falascha“ oder ״Kara“ xienxit, was xms vermuten läßt, daß Ihr bloß an das mosaische Gesetz glaubt, ohne dexi xnündlich überlief ex'ten Gesetzen, welche die große Masse der Juden gleichfalls als eixie Emanation des Hirnxnels ansieht — weshalb sie auch als Rabbiniten, d. h. Befolger des rabbinischen Schrifttums, des Talmuds und der Mischna, bekaxmt sind — Glauben zu schexikexi. Wir xoitnsehen Euch zu sagen, daß xoir auch Judexi sind, obgleich xoir das ausschließliche Gewicht auf das geschriebene Gesetz legen; wir xoerden ״Karaiten“ oder ״B’nai Mikx'a“ genanxit, da wir bloß Axihänger der Bibel ohne jede Zugäbe oder Erweitex'img sind, Wir zählen hier in Rußland ungefähr 10.000 Seelen. Unsere Ansiedlung in diesexn Lande datiert auf 2000 Jahx'e zurück, also noch auf die Zeit vor der Zerstöruxig des Tempels in der Heiligen Stadt Jerusalexn. Als unsere Vorfahren Palästina verließen — so lesen wir in dokuxnexitaxischexi Aufzeichxiungen — waxiderten sie über Persien und ließexi sich auf der Halbinsel Krixn dauerxid nieder. Damals xoaren die Chazarexi der herrschende Staxnm. Uwe Vorherrschaft hielt xiicht an; verschiedexie Völkerschaften fiilirtexi Kriege gegexi sie, sie wurden schließlich niedergerungen und büßten ihre Unabhängigkeit ein. Natürlich habexi die Verfolgungen, Unterdriikkuxigexi und Grausaxnkeitexi, denen unsere Nachbarn ausgesetzt waren, auch auf unsere Vorfahrexi eine, wenn möglieh noch schärfere, Rückwix'kung geübt. Ixi dexi letztexi hundert Jähx'en, seitdem (las russische Reich seixie Adlerflügel über das Land ausbreitet, scheint das Morgenrot der Erlösung xnit Pracht und Glanz über uxis. Wir besitzexi alle bürgerlichexi und x'eligiösen Rechte in dexnselben Maße wie die übrigen Nationexi dieses großen Vaterlandes, Wir werdexi niemals belästigt, noch überfallen, xioch! werdexi xmsere Privilegien und Freiheiten eingeschräxikt. ■ (Fortsetzung folgt.) VOSWo € 114• %n Woche 9 Am frühen Morgen des 23. Mai wurde in der Nähe von Rechoboth die Leiche des achtjährigen jemenitischen Knaben Meschiitam Jechia auf gefunden. Die Leiche wies Wiirgespuren auf. Spät nachts verhaftete die Polizei eine des Mordes verdächtige Person. 9 Nach der Statistik des polnischen Landwirt- Schaftsministeriums ist der Konsum von Rindfleisch im Mai in Polen um 40 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des vergangenexi Jahres gefallexi. In den vorangegangenen Monaten betrug der Konsumrückgang 25 Prozent. Eine der Hauptursachen der rückläufigen Ent- Wicklung ist das neue Schächtgesetz, durch das die Menge des für rituelle Schlachtung zulässigen Viehs eingeschränkt worden ist; 9 Der aus dem Przytyker Prozeß bekannte antisemitische Anwalt und nationaldemokratische Führer Adv. Koxcalski wurde wegen Unterschlagung von Klientexigeldern und Veruntreuung verhaftet. 9 Der Verband der jüdischen Kriegsteilnehmer Axnerikas veranstaltete einen Gedächtnisg-ttesdienst für die Kriegsgefallenen, dem eine Parade von 4000 jüdisehen Kriegsteilxiehmern voranging. Anläßlich der Gedenkfeier richtete Präsident Franklin D. Roosevelt axi den Verbaxid eine Botschaft, in der er die ״stolzexi Leistungen der Juden im Dienste des Vaterlandes“ hervorhob. Der Synagogexiwart der S ch aar e j - T e f illa- •Synagoge in New York, Alexander Kindermann, ein Katholik, der den Brand gelegt hat, durch den diese reich ausgestattete Synagoge des New-Yorker Westexis axn 27. März zerstört wurde, ist zu einer mehrjährigexi Gefängnisstrafe verurteilt worden. Ixi H o jow bei Zloczow in Ostgalizien sind ixi der Nacht zum 30. Mai der 78jährige Josef Bester und seine gleichalterige Frau Zisel voxi unbekannten Huligaxxx ermordet worden. Nach der Mordtat zündeten me Mörder das Haus des Ehepaares an. 9 ״Popolo d’Italic“, das offizielle Organ der Faschistischen Partei, veröffentlicht einexi Artikel, in dem die italienischen Juden auf gefordert werden, öffentlich zu erklären, daß sie sich mit dem internationalen Judentum nicht identifizierexi, sondern sich lediglich als italienische Bür g er bekennen. In dem Artikel wird jede Unterstützung des Zionismus aufs schärfste verurteilt uxid verlangt, daß der Kampf der Juden gegexi dexi Nationalsozialismus eingestellt werde, da er unvereinbar sei mit der freundschaftlichen Einstellung Italiens zu Deutschland. Eine ähnliche Stellung nimmt die ״Tribuna“ ein. O In einer vom italienischen Minister für Volksbildung veröffexitlichten Erklärung heißt es, daß es in Italien keinen offiziellen Antisemitismxis gibt. Es wird ausdrücklich ei'klärt, daß Zeitungsartikel, die sich mit der Judenfrage befassen, keinesfalls als Ausdruck der Meinung der offiziellen Kreise Italiens anzusehen sind, sondern die persönlichen Ansichtexi des Autors darstellen. 9 Die von M us s er t geführte holländische Nationalsozialistische Partei hat bei den Wahlen zur zweiten holländischexi Kammer vier Sitze erx'xmgen und zieht damit zum ersten Male in das holläxidische Parlament ein. Das Ergebnis dieser Wahl bedeutet keineswegs einexi Sieg des holländischexi Hakexikreuzlertums, sondern eine empfindliche Niederlage, denn die Mussert-Pai'tei, die bei dexi Gemeindexoahlexi im Jahre 1935 294.000 Stimmexi auf sich vereinigte, hat es diesmal zu kaum 171.000 Stixnmen bx'ingen können. Von dexi jüdischen Kandidaten der verschiedenen Parteiexi wurdexi sieben gewählt. 9 Der Prozeß gegexi die fünf Huligans, die sich vor dexn Lomzaer Gericht wegen Teilnahxne an dexi antijüdischen Ausschreit ungen in Niekute im Distrikt Sokolow-Mazowiecki zu verantworten hattexi, endete xnit dexn Freispruch aller fünf Angeklagtexi. Als Folge der seiner zeitig exi Ausschreitungen waren 15 jüdische Familiexi gezwungen, die Stadt zu verlassen. 9 Die Ueberschxcemmungskatastrophe in Polen hat zwölf jüdische Opfer gefordert. 9 Die Zionistische Exekutive hat beschlossexi, den diesjährigen Zionistenkongreß für den 8. August nach Zürich einzuberufen. 9 Unter dem Vorsitz des fraxizösischen Abgeordxieten und Pax'iser Stadtrates M. Dar quier de P ellop oix, des Gxilnders des reaktionärexi und antisemitischen ״Natioxialclub“, dessexi heftige Angriffe gegexi L60n Blum im vergangexiexi Jahre im französischexi Pax'laxnent großes Aufsehen erregt hatten, wurde in Paris ein ״a ntijüdisches Ko xnit e e für Frankreich“ geschaff exi. 9 Der High Commissioner hat seine Zustimmung zur geplanten Trockenlegung einer Fläche von 250 Duxiam am Strand von T el - Aviv ex'teilt. Auf dem gewonnexien Gebiet sollen moderne Heilaxistalten, Stx'andbäder, Hotels u. a. errichtet werdexi. 9 Die japanischen Behörden haben sämtliche S amxnelaktionen für Palästina verboten. Man nimmt an, daß das Verbot auf die anti-jüdische Propaganda der deutschen Nationalsozialisten zurückzufühx'en ist. 9 Dem neuen englischen Kabinett Neville Chamberlain gehör exi zwei Juden an: Sir Höre B elisha, der bisherige Verkehx'sxninister, wurde zum Kriegsmixiister und der bisherige Staatssekretär im Luftfahx'txninisteriuxn, Sir Philip S ass o oxi, wurde zuxn Arbeitskoxxixnissär erxiaxixit, 9 Axiläßlich des Fx'onleichxiaxnsfestes wurde in zahlreichen Provinzstädtexi Polens den Juden der Rat ex'teilt, sich wähx'end der Zeit der Px'ozessionexi nicht in den Straßen zu zeigexi. In maxichexi Ortschaften habexi die Behörden die führendexi jüdischexi Persönlichketten und die Rabbiner persönlich dafür veraxitwortlich gemacht, daß Juden währexid der Fronleichnaxnsfeier xiicht auf den Straßen ei'scheixiexx. 9 Der Begründer der Individualpsychologie, Doktor Alfx'ed Adler, bekanntlich ,ein Jude, ist ixi Aberdeen in Schottland einem Schlaganfall auf öffexier Straße erlegexi, 9 In Ostrow-Mazowiecki ist es zu schwerexi judenfeindlichen Ausschreitungen gekommen. H. Grün, II., Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-Q6, Atelier für feine Herrengarderobe.

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