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Jüdische Presse · 1937-05-14 · 18 (14.5.1937) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
18 (14.5.1937)
Date
1937-05-14
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nf. 18; ״Armen deines Volkes“ Vorbehalten bleibt, ist nicht nur eine unvergleichliche soziale tnstitutiön, sondern auch eine ergebühgsvöile Huld igüäg ö-ttes, der da spricht: ״Mein ist die ganze Erde!״ Darüber hinaus ist Schmitto der Ausdruck des ״Ö lt oc hau ns“, des G-ttvertfauens, der Zuversicht, daß der, der eigentlich uns während der sechs Arbeitsjahre ernährt hat, uns auch im siebenten, da unsere Hände feiern, nicht verlassen wird. Dürfen wir gerade jetzt, da G־tt unsere tausendjährige Sehnsucht zu erfüllen beginnt, es an dieser Huldigung fehlen lassen? Können wir gerade jetzt, in der schweren Pionier* und Kampfzeit, des Vertrauens zu ihm entraten? Man komme nicht mit wirtschaftlichen Argumenten! Wenn die Zerstörungen, die der arabische Terror an* gerichtet hat, Zu verschmerzen sind, werden auch die zweifellos annehmlicheren Kosten eines Schmitto-Jahres zu tragen sein. Das jüdische Volk, das gern und freudig für die materielle ״Erlösung“ des Bodens auf kommt, wird auch — wenn es Von den zuständigen Stellen dazu aufgerufen wird — für dessen geistige Erlösung, die der ״Sabbath der Sabbäthe“ darstellt, zu haben sein. Im übrigen mag die heuer in Palästina zu erwartende u n* gewöhnlich reiche Ernte — die die palästinensische Presse jetzt schon als ״Rekordernte" bezeichnet — als Vorbedeutung im Sinne der Verheißung gewertet werden, die da lautet: ״ich werde meinen Segen Über euch gebieten int sechsten Jahr . * Es gilt, eine Bewährungsprobe abzulegen vor der Welt, die die Heimkehr des jüdischen Volkes mit kritischen Äugen betrachtet. Es gilt, zu zeigen, ob wir und das Heilige Land züsammengehören, Ob wir die Anforderungen, die es an uns stellt, zu erfüllen gesonnen und gewillt sind. Aber noch weit mehr gilt es, die Bewährungsprobe vor dem Herrn der Geschichte zu bestehen, ob unser Geschlecht würdig ist, daß Er ihm das Versprechen einlöse, mit dem Er das Schmitto-Gesetz eingeleitet. konnte die ״Jüdische Presse“ wegen der gesetzlichen Feiertagsruhe am Donnerstag, den 6. Mai, so wie andere jüdische Zeitungen in Wien nicht erscheinen. DIE HAUPTGESCHÄFTSSTELLE. n Unser Nein Je näher der Termin rückt, da die •Königliche Kommission das von ihr — wie sich zeigen wird — mehr oder minder wohlbehütete Geheimnis lüften soll, desto mehr verdichtet sich die Diskussion darum. Dabei gelangt das Projekt einer Kantonisierung Palästinas immer mehr in den Hintergrund; das allgemeine;Interesse wird jetzt vom Tel־lungsplan beherrscht! der fast als gegebene Tatsache betrachtet wird. Wohlgemerkt: der Plan einer Teilung und nicht diese selbst. Denn eine solche müßte nicht nur von dem englischen Kabinett und dem Parlament, sondern auch vom Völkerbund sanktioniert werden. Und die beiden Parteien, die Juden und die Araber? Werden sie, als die Hauptbeteiligten, nicht auch ein entscheidendes ׳Wort mitzureden ׳haben? Aller Voraussicht nach —: nicht! Da für alle!Fälle mit ihrem Veto zu rechnen ist, müssen die maßgebenden!Stellen schon von vornherein die Absicht haben, sich darüber hinwegzusetzen.. Und. wie die Engländer spekulieren, würden sie damit in Wahrheit im ׳Sinne beider, der Juden wie der Araber, handeln.. •Denn was man taktisch ablehnt, ׳kann faktisch sehr willkommen sein. Wohl würde für die Araber, die ׳bereits über einen' Teil des Landes, Tr ansj o r d anien! verfügen,!eine weitere Teilung Palästinas von mehr gradueller als prinzipieller Bedeutung sein. Bei dem Ausmaß des geplanten jüdischen Sektors könnte man sich jedoch mit dem .!Gedanken schmeicheln, daß es sich ׳praktisch um eine Art Gebietsabtretung handle, die man schließlich eben in Kauf nehmen müsse. Für die Juden hingegen oder,!besser gesagt, für die!Zionisten hätte die Errichtung eines jüdischen ׳Staatswesens in Palästina — und wäre es noch so -klein —• grundsätzlichen Charakter. Ihr Wunschtraum wäre erfüllt, ihr heißersehntes Ziel erreicht! Endlich ׳gäbe es einen! ״Judenstaat“! Mit eigenen .'Regierenden und eigenen Regierten, - mit!eigener Polizei und eigenen Dieben. Und wäre es auch ein kümmerliches Zwerggebilde ohne Herz und Kopf, ohne Jeruscholajim — unsere machthungrigen Nationalisten würden zum Fenster •hinaus protestieren und unter sich zufrieden sein. Das wissen die Engländer. Und darum •hat auf sie die Resolution, ' die jüngst das Zionistische Aktions- Komitee -gegen die Teilungspläne angenommen hat, ׳kaum tieferen Eindruck gemacht und werden es auch weitere Resolutionen nicht tun. Sie, die Engländer, kennen das Spiel und sehen es voraus: die Zionisten werden — um ein -bekanntes Wort Friedrichs des Großen zu zitieren — weinen, aber sie werden nehmen. Und darin eben ist die Gefahr zu erblicken! Die Zionisten werden sich, wie gesagt, damit begnügen, mit nationalistischen Phrasen dem Projekt entgegenzutreten; die einzig aufrichtige und -ehrliche Form der Ablehnung jedoch, die passive Resistenz, werden sie nicht üben. Denn was sie bewegt, das nationale Moment, läßt -eben Kompromisse zu. Wem aber das Heilige Land aus religiösen Gründen etwas bedeutet, den •muß — da doch die Religion den Anspruch auf Totalität erhebt — die geplante Lösung zu schärfstem Widerspruch und leidenschaftlicher Abwehr herausfordern. Wie die Dinge einmal liegen und in Ansehung des Menschenmaterials, das׳ für eine weitere Einwanderung nach Palästina hauptsächlich in Betracht ׳kommt, ist es nicht schwer, zu konstatieren, daß der •Teil des jüdischen Volkes im Lande der Thora herrschen würde, der sich von der Thora ab gewandt hat. Jene Männer, die auf der letzten Tagung des Aktions-Komitees die Misrachi-Vertreter davor warnten, ״den Weg des Kulturkampfes zu!beschreitenl“, wären die Führer des neuen Judenstaates, jenes Element, das dafür verantwortlich ist, daß sich Oberrabbiner ׳Hertzog im Kolonienministerium in London eine Moralpredigt wegen des unreligiösen und zuchtlosen Aufbaues in Erez Jisroel. anhören mußte, würde das ״Staatsvolk" bilden. Ein Judenstaat aber, der nicht zugleich ein jüdischer!Staat wäre, ist ein unerträglicher Gedanke für uns. ׳Die Errichtung eines selbständigen jüdischen! Gemein- Wesens, die auf •heiligem Boden und nicht auch auf heiligen Grundsätzen erfolgte, ׳bedeutete in unseren׳ Augen eine Katastrophe, gleich jener, die wir alljährlich am neunten Ab beweinen. ־ Und darum sagen wir: Nein! -Mit aller Vehenienz werden w|ir dieses!!Nein in Jerusalem,) -London, Genf und in der ganzen Welt vertreten. Wir werden nicht urn das Linsengericht eines ״Judenstaates“ das Erstgeburtsrecht des jüdischen Volkes, das auch eine große, heilige Pf li ch t ist,'verkaufen lassen. : * *; ©ie Agudäs.Jisroel in Palästina veröffentlicht eine Erklärung, m der sie zur angeblich geplanten Teilung, ׳bzw. Kantonisierung Palästinas ׳Stellung nimmt. In; der Erklärung heißt es* ״Die Agudas Jisroel wird jeden Versuch, die Integrität Palästinas anzutasten, entschieden zurück weisen. ,Sie wird niemals zi^iassen, daß die heilige Stadt Jerusalem, dqs Herz des Landes, sein geistiges Zentrum und die Quelle seiner Heiligkeit, vom jüdischen Rayon abgetrennt wird. Die Agudas Jisroel sieht in dem Plane der Schaffung eines weltlichen •jüdischen Staates an sich eine Gefahr für die hohe Mission des heiligen Volkes. ׳Wenn das orthodoxe Judentum dennoch -bereit, wäre, der Errichtung eines jüdischen Staates, der allerdings ganz Palästina umfassen müßte, zuzustimmen, dann nur unter der Bedingung, daß diesem zu errichtenden Staate ein Grundgesetz gegeben wird, das die Herrschaft der Thora im öffentliehen Leben des Landes sichert.“ Auch der ״Kol Jisroel“ nimmt zu den Plänen einer Teilung Palästinas ׳Stellung. In dem Artikel wird -erklärt, eine Teilung des Landes sei unzulässig und unmöglieh, besonders unter dem Gesichtspunkt, daß Jerusalem nicht in das jüdische Gebiet eingeschlossen werden soll. Ein derartiger jüdischer Kanton würde ein Körper ohne Kopf, ein Leib ohne Seele sein. Es sei darum nur selbstverständlich, daß das gesamte Judentum wie ein Mann gegen solche Pläne auf tritt. Die neue Schedule Offiziell wird mitgeteilt: Die Palästina-Regierung hat für Rechnung der E i n w a nderungs-־Schedule für das laufende Halbjahr (April bis September 1937) Vorläufig für die Zeit vom 1J April bis 31. Juli eine Ein- Wanderungsquote von 770 Arbeiterze.r.t.if ik.aLen! bewilligt. Von diesen behält die Regierung 150 zur nachträglichen Legalisierung von Touristen-Einwanderern, die sich später dauernd im Lande niedergelassen haben, zurück. In jüdischen Kreisen hat diese kleine Schedule Enttäuschung hervorgerufen, da sie in keinem Verhältnis zu der von der Jewish Agency geforderten Zahl steht und auch viel kleiner ist, als selbst die von der Regierungskommission auf Grund der wirtschaftlichen Aufnahme- Fähigkeit des Landes empfohlene Zahl. Andererseits deutet diese neue Zertifikatenbewilligung an, daß es nicht in der Absicht der Regierung liegt, eine Aenderung der Palästina- Politik vor Veröffentlichung des Berichtes der Kgl. Kommission vorzunehmen. In den arabischen Kreisen, die mit der Bewilligung Werden EISEN-Feinwurst und •Selchwaren Cfzöügt. Ih jahreiäfiger Erfahrung und Verbesserung wurden sie auch für den verwöhntesten Geschmack geschaffen! Reduzierte Pr e81ei Heike wohl: Der Gaumen laut sich nicht täuschen! Die Offenbarung Aus der Agadah Mo sehe führte das Volk aus dem Lager, G-tt entgegen. Der Berg Sinai aber rückte von seiner Stelle fort und erhob sich über die Erde; der Himmel* öffnete sich und die Spitzen des Berges berührten ihn. Jetzt erschien der Ewige und sprach zum Volke: ״Ihr habt meine Größe und Stärke, meine Güte und Gnade kennengelernt. Ihr wißt, daß keiner sich mit mir und meinen Werken vergleichen kann. Auch heute, da ich mich euch zeige, gleiche ich nicht den Königen der Erde. Wenn diese hinter ihr Volk gehen, dann säubern Diener den Weg; breiten überall köstliche Teppiche aus, wo ihr Fuß hintritt, zünden Lichter an und schmücken die Häuser. Bei mir ist alles umgekehrt. Denn ich breite über euch den herrlichsten Teppich aus — den Himmel; ich zünde euch ein Licht an — die Sonne, Ich bekleide für euch alle Wege, jeden Hügel, jedes Tal mit Decken — mit dem Grün des Feldes. Ich streue Blumen darauf aus, lieblich duftend und schön aussehend. An alledem sollt ihr erkennen, daß kein König der Erde sich mit mir vergleichen kann" Als G-tt so sprach, schwieg die ganze Welt, Die Vögel hörten auf zu zwitschern und zu singen; das Vieh brüllte nicht mehr; die Engel sangen nicht ihr ״Heilig, heilig"; das Meer lag ruhig da und seine Wellen bewegten sich nicht. Auch die Menschen hielten den Atem an und es war eine Stille auf der Welt wie nie zuvor. Und nun vernahm das Volk die Worte: ״Ich bin der Ewige, dein G-tt!" . Die Gewalt aber, mit ׳,der diese Worte aus gesprechen wtirden, versetzten das Volk in Schrecken. Es stand wie betäubt da und glaubte, sterben zu müssen. Da flogen die Engel zu ihm hin, redeten ihm freundlich zu und küßten es. ״Fürchtet euch nicht vor dem Ewigen", flüsterten sie, ״Ihr seid ja seine Kinder," ״Ja, meine Kinder seid ihr", ließ sich G-tt selbst vernehmen. ״Ich, der Ewige, bin euer Vater. Ich habe euch lieb und will euch zum Volke nehmen," Dct erholte sich das Volk von seinem Schrecken und rief: ,״Sprich weiter, Herr, denn deine Worte sind gar süß." Und G-tt fuhr fort; seine Stimme wurde aber' nicht nur von Israel gehört, sondem erklang gleichzeitig in siebzig Sprachen und drang von einem Ende der Erde bis mm ander en. Die Worte wur den ■zu Feuerflammen und leuchteten weithin, einer neuen Schedule vor Veröffentlichung des Berichtes der Kgl. Kommission nicht mehr gerechnet hatten, hat dieser neue Akt der Palästina-Regierung Proteste hervor* gerufen. Wieder Unruhe im Norden Palästinas In S a f e d wurde ein aus jüdischen und englischen Polizisten bestehender Polizeitrupp von Arabern angeschossen. Es wurde der Ausnahmezustand verhängt. Montag früh wurde ein schwerer Feuerüberfall auf die erst vor drei Wochen im Distrikt Beisan gegründete Siedlung Beth Joseph vollführt. Die bewaffneten Wachtposten erwiderten das Feuer. Ein Araber wurde getötet. Sein Leichnam wurde am Tatort belassen, bis die inzwischen herbeigerufene Polizei erschien. Diese stellte fest, daß der getötete Araber mit einem deutschen Ge* wehr und deutscher Munition ausgerüstet war. PalästinasTagung der Mandatskommission Ende Juli. Das Generalsekretariat des Völkerbundes teilt mit: Der Präsident des Völkerbundrates hat nach Fühlungnahme mit den Mitgliedern der Permanenten Mandatskommission und dem Vertreter Rumäniens im Völkerbundrat, der jetzt Berichterstatter über Mandatsfragen ist, dem Vorschlag der britischen Regierung, die außerordentliche Tagung der Mandats- ,kommission auf Ende Juli 1937 festzusetzeri, zugestimmt. Die englische Delegation wird vom Kolonienminister Ormsby-Gore selbst geführt sein. Fast 300.000 Juden in 20 Jahren eingewandert. Laut Aufstellung des Statistischen Departements der Jewish Agency wanderten in den letzten 20 Jahren nach Palästina 289.617 Juden ein, davon 47 Prozent aus Polen, 11 Prozent aus Rußland, 9 Prozent aus Deutsch-!and, der Rest aus 45 anderen Ländern.• Von den im Jahre 1936 eingewanderten 29.727 Seelen stammten 39 Prozent aus Polen und 27 Prozent aus Deutschland. Das Rekordjahr der jüdischen Einwanderung war 1935, da rund 62.000 Juden in Palästina einwänderten. Ein unerhörter Affront gegen Raw Amiel. Der Tel-Aviver aschkenasische Oberrabbiner Raw Amiel, der einen mutigen Kampf gegen den Chilul Hadas in Erez Jisroel führt, hat sich die heftigste Gegnerschaft der linken Gruppen und auch die Miß- Stimmung gewisser Kreise innerhalb seiner eigenen Partei, des Misrachi, ’ zugezogen. Eine scharfe Pressepolemik für und wider ihn ist im Gange. Dennoch hat es allgemeine Entrüstung hervorgerufen, als ein Histadruth- Vertreter in einer Sitzung des Tel-Aviver Stadtrates das,, geistige Oberhaupt der Gemeinde einen ״schändliehen Typus“ nannte. Es bleibt abzuwarten, welche Formen die Auseinandersetzung nach diesem unerhörten Ausfall annehmen wird. Da erzitterte das Volk von neuem und sprach unter sich: ״Wir wollen nach Süden laufen, denn von dort ist die Stimme her gekommen." Als sie aber dorthin liefen, hörten sie die Stimme von Norden; im Norden erklang sie von Osten her; im Osten von Westen und im Westen vom Himmel, Und als sie hinaufblickten, erscholl sie von der Erde. Da sprach das Volk erstaunt: ״Jetzt wissen wir, daß , die Herrlichkeit G-ttes im Himmel und auf Erden ist." Nun öffnete G-tt für Israel alle sieben Himmel und ließ das Volk hineinschauen und erkennen, daß es keinen G-tt gibt, außer ihm. ״Herr, Herr", rief das Volk denn auch aus, ״wir haben wirklich im Himmel niemand außer Dir. So begehren wir/auch auf Erden, mir Dich allein. An jedem. Tag wollen wir uns in den G-tteshäusern versammein und für Dich zeugen; an jedem Tage wollen wir sprechen: Höre, Israel, der Ewige ist unser G-tt, der Ewige ist einzig," In diesem Augenblick kamen die Engel und brachten jedem einzelnen der Kinder Israel das Wort G-ttes. Sie verkündeten ihm den Lohn und die Strafe, die auf Beobachtung und Uebertretung der Thora gesetzt sind. ״Willst du die Thora annehmen?" fragten sie ihn. ״Ich will!" antwortete jeder, Die Engel brachten dieses Wort zu G-tt. Er. aber grub es in die Tafeln ein. Gleichzeitig aber eilte der Engel des Bösen zu G-tt und rief: ״Herr der Welt, wo ist Deine Thora?" ״Ich habe sie der Erde gegeben." Sofort eilte der Engel zur Erde, ״Wo ist die Thora?" ״Ich weiß es nicht, das ist nur G-tt bekannt." Da ging er zum Meere. ״Wo ist die Thora?" ״Ich weiß es nicht, mir wurde sie nicht gegeben,". Nun eilte er auf den Meeresgrund. ״Wo ist die Thora?" ״Ich weiß es nicht. Zu mir kam sie nicht." Da begab sich der Engel zu G-tt zurück. ״Herr, ich habe auf der ganzen Erde nach der Thora gesucht, aber gefunden habe ich sie nicht." ״So gehe zu Mosche", entgegenete G-tt. ״Er hat die Thora." Der Engel geי horchte. ״Wo ist die Thora, die dir G-tt gegeben hat?" fragte er Mosche. ״Ich habe keine Thora", erwiderte Mosche, ״Wie käme ich auch dazu?" ״Mosche, willst du lügen?" fragte G-tt streng, ״Nein, Hen*‘, entgegnete Mosche, ״Aber die Thora ist doch Dein Eigentum, wie könnte ich mich also als ihren Herrn ansehen?" Da freute sich G-tt und sprach zu ihm: ״Weil du dich 80 bescheiden zeigst, soll die Thora immer nach dir genannt werden. Gedenket, so werde ich dem Volke sagen, der Lehre Mosches, meines Knechtes,"

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