Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 18 (14.5.1937)
- Date
- 1937-05-14
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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JKSt Seite 2 ßAA temi, י' \ ... ז t 4 . *. i$k[ %v» i ksß r-n*■ ,t,m, nim- »r «M1t«Yn»n,1 f,t! ■■■mm 4 **3 י$ Bf «s & $ ■v-t:?v ׳■m sjt ' i:r\ 4J^׳•5 ■ ,־^ i.' ד• »׳ «•ז» Achtung! Inmittefl der allgemeinen Preissteigerung ist * die in Betrieb gesetzte Wurst■‘ und Selchwaren* י fabrik döch in der Lage, der jüdischen Be* völkertmg alle Sorten la streng orth. כשף Selchwaren Zu bedeutend reduzierten Preisen zu liefern! : fin• gros! En detail!Einmaliger Versuch genügt! Unter Aufsicht des ehrw, Rabbinates der ״Adas Jisroel“ (Schiffschul). Fleischhauerei Brüder Stadler Tel.: Ä-43-5-20. II., Im Werd Nr. 1. Verkaufsstellen: Gabriel Fischer, II, Große Schiffgasse 16 und II, Kleine Sperlgasse 9, Restaurant ״Wienea״, II, Obere Donaustraße 91 Welt hereinbricht, lagerten der Stamm Don, dessen Götzendienst soviel Dunkelheit Über die jüdische Welt im Laufe der Zeiten gebracht; aber neben ihm Oschef, der von allen Söhnen Jakobs gesegnete Bringer des Lichtes, und Natftoli, der vom Wohlgefallen Gesättigte, daß sie Don wieder zur Höhe verhelfen. Ob es Agudas Jisroel!gelungen ist — und dies ist die Grundfrage und sie tönt aus diesem letzten Lager und seiner Zusammensetzung an unser Ohr — in! den fünfundzwanzig Jahren ihres Bestehens Iden Kampf gegen G-ttlosigkeit und Bolschewismus, gegen das Dunkel, das heute über so vielen Teüen der Welt gelagert ist, erfolgreich zu führen, eine religiöse Renaissance anzubahnen? Wir hoffen es, wir glauben es! Denn unsere leuchtendsten Persönlichkeiten, unsere adeligsten Menschen stellten sich!in den ״Bruch der Zeiten“!— wir nennen aus der •Fülle die beiden ragendsten Gestalten: den C h o f e z C h a j i m und Rabbi Meir Schapiro 3. Z. 1.! Und wir stellen, damit unsere •Hoffnung zür Gewißheit werde, die Frage: Wie sähe es in der jüdischen •Welt, wie vor allem innerhalb der Jugend, wie in der östlichen Jugend aus, wenn nicht, dem leeren, national jüdischen Volksbegriff das durch Agudas Jisroel verkörperte ״G -11 e s v o 1 k“, wenn nicht dem alles Thorägewollte ertötenden Histadruth- Materialismus der Th!o!!r,atotaii^mus ■unserer P a 1 ä s t ■i n ense r, wenn nicht dem nackten!Sozialismus : der jüdischen Gasse Polens das Jausch!erideal unserer polnischen Paualimelite gegenübergestellt worden wäre, wenn nicht •in das grauenvolle russische Dunkel unsere Rußland-Hilfe einen!Strahl des ■Lichtes gebracht hätte? n.!So gewiß, wie wir Jacob Rosenheim darin folgen, daß׳!nicht 'Stammes-, Rassen- oder Volksbewußtsein das Lebensprinzip des G-ttesvolkes bedeuten!können, sondern einzig .und allein die Thora, so gewiß •muß1 dieses G-ttesvolk dennoch den Antrieb gewinnen, das zu pflegen, was •uns Agudisten•!inzwischen!ein! selbstverständlicher ■Besitz geworden' ist: das jüdische Gesamtheit sibewu'ßitseirf, das Klall-Geftihl! Die brüderliche Verbundenheit in die Breite und in die Tiefe: zwischen Ost ■und ■West, alt und jung,!reich und arm, zwischen Ghassidim und ■Misnagdim! , Daß sich die Achim b’Mizwos über die Landesgrenzen, ■und -ibesonderheiten hinweg die Hände reichten, um sich nicht ■wieder loszulassen, daß sie einander verstehen, dann schätzen und schließlich lieben lernten, diese Tatsache, vor fünfundzwanzig Jahren von einzelnen ■Einsichtigen erhofft, von den großen Massen •aber als Unmögiichkeit angesehen, sie ist das Werk der Agudas Jisroel!!Sie ist ■eine ihrer großen ,Leistungen! Kein Land gab seine Eigentümlichkeiten preis, kein Kreis sein Sönderleben, aber alle wurden reicher, empfingen voneinander, lernten voneinander, halfen einander: Jacobs!Söhne, sofern sie nur seine echten ■und treuen Söhne waren, sie fanden sich ■in voller Bruderliebe, mochte auch jeder seinen eigenen Lagerplatz treu hüten: er brauchte ihn! nicht verlassen, ja, er durfte ihn nicht einmal verlassen! Wir .dürfen es feststellen, ohne durch so etwas wie Jübiläumsstimmung geblendet zu sein: Das, was Jacob ׳Rosenheim vor achtzehn •Jahren auf der Züricher Konferenz als Hoffnung, als ■Forderung ausspraoh, hat sich im großen und ganzen verwirklicht: ״Innerhalb des von der Thora gespannten Rahmens müssen wir alle Nuancen der!Orthodoxie ■zu Worte kommen lassen. Nur •auf dem Boden des freien Austausches der in der Thora genährten Gedanken!kann eine Einheit zustande kommen, können alle, die auf dem Boden der Thora stehen, zusammengefaßt * und unter der Leitmag der Gedole Hathora zu einem wahrhaften Klall-Jisroel sich erheben.“ m. Darf Agudas Jisroel also ihren Gedenktag in frohem Festesjubel begehen? Wir möchten diese Frage verne inen! Nicht nur, weil die Zeiten so schwer sind, weil in so vielen Landen אחינו כל ביח ישראל הנהונים בצרה ובשביה, nicht nur weil sie ihre Aufgabe noch nicht gelöst hat — der Berufendste sprach es ja sogleich auf der 1. Kenessio Gedaulo aus, daß diese Aufgaben eine Generation nur beginnen, kaum lösen kann —, sondern auch, weil sie in diesen 25 Jahren zu viel Leid erlebt bat. Hatte sie, um einiges herauszugreifen, zum Elul 5674 ihre erste Kenessio Gedaulo vorbereitet, so brach unmittelbar vor der Erfüllung ihrer ersten Hoffnung der Weltkrieg aus und es bedurfte neun langer Jahre, bis sie den furchtbaren Krieg und seine schwersten Folgen überwunden hätte, um diese Kenessio Gedaulo Wirklichkeit werden lassen zu können — hatte sie eine großzügige Ali jo organisiert und, gestützt auf Verträge mit potenten Käufern, Bodenkäufe großen Umfanges vorgenommen, da wurde Polen, wo die große Mehrzahl dieser Käufer lebte,. von einer Finanzkrise ergriffen, in deren Folge Agudas Jisroel selbst ib große, völlig unverschuldete, auch heute noch, nicht gänzlich überwundene Verlegenheiten kam י— hätte ihr Rabbihischer Rät sich endlich organisiert, da starben plötzlich in kurzer^ Folge einige seiner führenden Größen, starb seine treibende Kraft, der Lubliner Raw; auf der Mittagshöhe des Lebens — hätte sie in Beth Jacob eine Großtat geschaffen, vor der eine ganze Welt — Juden JÜDISCHE PRESS er ■liifcafefc'dBfe r..... h-'i JlääL. fj£, ־?׳•׳סן 41,1;;*£.'<- $!£5 10■$? wie Nichtjuden — in Bewunderung stand; starben nach- ן einander dieses Werkes Gründerin» ^dieses Werkes Gestaiter ... Nein, in frohefn » J^estäsjubel wird Agudas Jisroel ihr Jubiläum nicht begehen! Sollte Agudas Jisroel also still schweigend an ihrem Jubiläum Vorbeigehen? Auf diese Frage gibt uns Wieder der Midrasch zu Israels• Lager,,.Volt dem wir das Wesen und das Wirken derAgudasJ&roel ablasen, die Antwort! Entsprechend Israels Lager um die Lade umgeben in den himmusäheü Höhen den Kise Mokowaud, den Thron der göttlichen Wältung, die Vier Engel : Michoel, der Künder der einzigartigen, unfaßbaren Größe G-ttes, Uriel, der alles Erleuchtende, Gawriel, der Träger aller Kraft, und Refoel, der allem Leid und allem Schmerz Heilung Bringende! Es ist der Thron der g-t,fliehen Wal* t u n g, der über I ä r ä e 1S Lager, der über Agudas Jisroel Schwebt — und G*ttes Engel, die Seinen Thron umringen, breiten ihre Flügel auch Über unser Lager! Agudas Jisroel geht an ihrem Jubiläumstag nicht stillschweigend vorbei, weil sie sich, ihre Gründung, ih? Sein und den Weg ihres Seins als G-ttes Willen begreift! Darum muß sie sich diesen Tag der Wiederkehr ihrer Gründung zum Cheschbon-Hanefesch werden lassen! Sie jubelt nicht, sie schweigt nicht, sie haitvielmehr Rückschau und Ausblick: sie denkt, dankt und gelobt! IV. Geben 2 5 Jahre, nach jüdischer Auffassung, begründeten Anlaß zu solcher Selbstprüfung — gerade 25 Jahre?! Wir dürfen diese Frage unter Anlehnung an die Halacha bejahen. ״ 25 Jahre agudistischen Wollens, agudistischer Arbeit können *noch als eine Aneinanderfügung, Aufeinanderfolge von einzelnen Jahren gelten. 2 5 Jahre agudi-"' stischen Wollens, agudistischer' Arbeit aber bilden eine Periode, einen in sich abgeschlossenen Zeitabschnitt! Ob die Periode Epoche wurde — das ist die Frage! Dies ist der Inhalt des Cheschbon Hanefeöch, den unsere großen Führer anzustellen haben, den aber auch jeder von uns, der sich bewußt einordnet in das Lager der Agudas Jisroel, vorzunehmen hat, indem er hierbei von der Frage ausgeht: ״Was habe ich beigetragen, das g-ttgewollte Ziel der Agudas Jisroel herbeizuführen, was habe ich geleistet, Steine wegzuräumen, die den. Weg zu diesem Ziel versperren?“ Unerbittliche Selbsterziehung, hingebungsvolle Ein- ן Ordnung in die Gesamtheit der Agudas Jisroel, erhöhte Bereitschaft, für* sie- Zu*?ieiäte% ־zu, .öpfsrfi- ־zu»*;solcher Forderung wird ^öas• j|eberW^u$n idg£ne?s!en vagudislfö sehen Periode jeden Ernsten unter uns auf rufen. Bei diesem Schauen wird sein Blick in wehmütiger Dankbarkeit a* derer gedenken, die vpm Werdern der Agudas Jisroel bis zum heutigen Tag sich hmgaben ihrem׳ Dienst und Starben in ihrem Dienst, bei diesem Schauen Wird sein Herz in demütiger Inbrunst ö*ttes Sehutz iür alle die heräbflehen, die vom Werden der Agudas Jisroel bis Zum heutigen Tag sich Hingaben ihrem Dienst und leben in ihrem Dienst! -■V.. 'י■ Gottes Engel umschweben den Kissö Hakowaüd oben, Israels Lager unten; mögen sie auch unser Lager schützen, unsere Agudas Jisroel! Im Osten, über dem Lager Jehudos, schwebt Gawriel! Möge Agudas Jisroel in kraftvoller Energie, in mächtig gesteigerter Anspannung ihre ״Politik“ ver* wirklichen, ihre Arbeit für Thöra und Erziehung ausbauen, auch das Wirtschaftsleben nach der Forderung G-ttes gestalten können! Im Süden, über dem Lager Ruwens, schwebt Michoel! Möge es Agudas Jisroel beschieden sein, die Einzigartigkeit unseres G-ttesbegriffes, unseres Volksbegriffes im Herzen ihrer Getreuen, 1m Rahmen ihrer Organisation immer fester zu verankern; ■möge die Welt es wissen und begreifen, daß aller , Kampf, den Agudas Jisroel führt, führen muß, um dieser uns aufgetragenen Einzigartigkeit willen geschieht! Im Westen, über dem Lager Efrajims, schwebt Refoel! Möge es Agudas Jisroel gelingen,’im Heiligen Land eine Tätigkeit zu entfalten, an der das ganze jüdisehe Volk erstarkt und gesundet, möge unsere Tätigkeit dort beispielhaft sein, um unserem Wollen endlich so die Gefolgschaft aller zu erzwingen! ־ Im Norden, über dem Lager Dons, schwebt Uriel! Möge Agudas Jisroel gewürdigt sein, das Licht G-ttes in immer weitere Kreise unseres Volkes, ja der Menschheit zu tragen, daß sie sich befriede und befreie von ali dem Dunklen und Häßlichen, das ihren Aufwärtsweg hindert! Möge Agudas Jisroel sich zu Häupten immer den Kissä Hokowaud, immer die Schechinoh wissen, möge sie ihr Läger und ihren Weg durch die Welt und durch , die Zeit allezeit als g-ttgewollt begreifen —על פיד׳יהנו ועלפי ד׳ יסען — und darum — nach dem Worte Rowos in Eruwin 55 a —- ihr ewiger Bestand gesichert sein! Wolf S. Jacobson. Aufruf zur Kenessio Gedaulo Nachdem die Verhältnisse den Zusammentritt der dritten Kenessio Gedaulo in Jerusalem leider vorerst nicht gestatten, hat der Geschäftsausschuß der Agudas-Jisroel-Weltorganisation auf Grund der ihm von Zentralrat erteilten Ermächtigung beschlossen, die Kenessio Gedaulo auf die Tage vom 11. bis 16. EII11I5697 (18. bis:. 23. August) nach Marienbad (Kursaal);einzuberufen. ׳ ־.•:■••.. ׳ ־ / 1 ׳.-■ x Nach einer Pause von mehr als acht Jahren sollen sich die gewählten Vertreter des thoratreuen jüdischen Volkes wiederum zasammenfinden, um in ernster Beratung die Problematik unserer Lage auf geistigem, religiösem, sozialem Gebiet zu erörtern, nach außen von der Tribüne der Kenessio Gedaulo zu verkünden, was die jüdische Lehre in dieser Zeit schwerer geistiger Krise zu sagen und zu fordern von uns heischt, und nach innen den Ruf zur unverkürzten Rückkehr zu G-tt und seinem Gesetze als einzigen Weg des Heiles und der Gesundung für das jüdische Volk zu erheben. Die Pf 1 e ge d es T ho r a g ei st es durch die Jeschiwoth und durch ein umfassendes Erziehungswerk überhaupt für die männliche und weibliche Jugend, der AufbauErezJisroels zu einer Stätte der G-ttesherrlichkeit, die Stärkung der praktischen Gesetzeshut auf allen Gebieten des öffentliehen und privaten Lebens, die Stellungnahme zu den großen Problemen der Auswanderung und Siedlung der jüdischen Massen, die sozia 1 e Arbeit in allen Zentren der jüdischen Not, die jüdische Volkserziehung im großen durch Literatur und Presse und die Durchdringung des jüdischen Gemeindelebens mit dem Geiste.unserer Thoratreue — das sind die gegebenen Mittelpunkte der Beratungen, denen die Kenessio Gedaulo sich, neben den inneren Fragen der Organisation und der Rechenschaftsablegung, zu widmen haben wird. Entscheidend aber für das praktische Ergebnis aller dieser Beratungen werden die Monate und Wochen sein, die der Kenessio Gedaulo vorangehen. Während dieser Zeit gilt es, überall in den Landes- Organisationen und Ortsgruppen alle Kräfte von jung und alt in den Dienst der geistigen Vorher eitung auf die It. G. zu stellen, zugleich aber den organisatorischen Apparat der Agudas Jisroel durch Heranziehung neuer aktiver Mitarbeiter zu stärken sowie durch den Verkauf von .Selo im- Scheinen das Gewicht der in der K. G. zu erhebenden Forderungen nach innen und außen zu verstärken. Möge sich jeder einzelne Agudist bewußt sein, daß von seiner Aktivität und Opferfreudigkeit der Erfolg der Kenessio Gedaulo abhängt und damit zu gutem Teile der Sieg des Thoragedankens im jüdischen Volke. - י Namens des Geschäftsausschusses: Die Exekutive der Agudas-Jisroel-Weltorganisation ' Rosenheim . Lewin Eine Bewährungsprobe Vergangenen Sabbath haben wir in der Heiligen Schrift das Schmitto-Gesetz gelesen. ״Wenn ihr in das Land kommt“, spricht die Thora, ״das ich euch gebe, dann feiere das Land einen Sabbath dem Ewigen. Sechs Jahre magst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und ihren Ertrag einsammeln. Doch im siebenten Jahr, da sei ein Sabbath der Sabbathe dem Lande, ein Sabbath des Ewigen; dein Feld sollst du nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden!“ Zweitausendmal in jährlichen Abständen hat das jüdische Volk dieses Gebot vernommen, seitdem das Warnwort G-ttes furchtbar wahr geworden: .״Euch aber zerstreue ich unter die Völker und zücke hinter euch das Schwert; euer Land ,aber bleibt öde und eure Städte bleiben Trümmer. Dann wird das Land seine Befriedigung haben an seinen Sabbathen, solange es verödet ist und ihr ... im Lande eurer Feinde seid,, dann wird das Land Sabbath halten und seine Sabbathjahre befriedigen. Solange es verödet ist, wird es Sabbath halten, den Sabbath, den es nicht gehalten hat während eurer Sabbathjahre, als ihr in ihm wohntet,‘■ Zweitausend Jahre lang war das jüdische Volk aus dem Lande, dem eg Ruhe gewähren sollte, verbannt und selbst ruhelos. Zweitausend Jahre hielten beide, Land iwd Volk, Schmitto, mußten sie sie halten. Und nun gibt es aum erstenmal seithfer wieder jüdische Maasen in Erez Jisroel, befinden sich wieder große Teile seines heiligen Bodens in jüdischen Händen. Wird ihm nach der langen Zeit der Friedhofsruhe endlich wieder der ״Sabbath des Ewigen“ zuteil werden? Die Frage ist von besonderer aktueller Bedeutung. Denn schon das nächste Jahr ist ein Schmitto-Jahr, Nur wenige' Monate trennen uns noch vom ״Sabbath der Sabbathe“, .an dem sich erweisen soll, daß die Beziehungen des jüdischen Volkes zu. seinem Lande andere sind als bloß naturgegebene. Der Jischuw ist nicht eine Angelegenheit einzelner, sondern des ganzen. Judentums, Hinter dem Aufbauwerk in •Palästina, steht unser Volk, das jetzt die einzigartige Gelegenheit hat, zu dokumentieren, daß es das, was es beansprucht, im Sinne dessen in Besitz zu nehmen gedenkt, woher es seine Rechtstitel ableitet. Wenn wir uns vor der Welt auf die Thora •berufen, dann dürfen wir gerade in ihr ,einen Zeugen gegen uns nicht erstehen lassen; wenn wir unsere Verbundenheit mit dem Lande betonen, dann dürfen wir es um'Himmels willen nicht zu unserem Ankläger machen. Die Beobachtung der Schmitto ist die A nerkennungG» t t.e 9 als des wahren Herrn des Landes,, der allein das Recht hat, es zu nehmen und zu geben, Das. Verbot, den ״Selbstwuchs“ zu ernten, der den. I \